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TV Petterweil: Die richtigen Schlüsse ziehen

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Von: Peter Hett

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Florian Wassberg nimmt Maß. Mit dem TV Petterweil ist er in der Abstiegsrunde der Handball-Oberliga bei der MSG Umstadt/Habitzheim zu Gast. © Nicole Merz

Der Tv Petterweil ist nach holprigem Start in die Abstiegsrunde der Handball-Oberliga nun in Groß-Umstadt zu Gast - und hat einige Ausfälle zu verzeichnen.

(hep). Der Aufgalopp in die Abstiegsrunde der Handball Oberliga verlief für den TV Petterweil trotz eines 32:28 Heimsiegs über die SG Babenhausen recht holprig. Wesentlich schwerer als die Auftaktpartie wird die heutige Auswärtsaufgabe bei der MSG Umstadt/Habitzheim. Anpfiff ist um 19.30 Uhr in der Kreissporthalle Groß-Umstadt.

In der Vorrundentabelle belegte die MSG mit 9:13 Punkten zwar nur den vorletzten Platz, nahm aber acht Pluspunkte mit in die Abstiegsrunde. Gegen Mitkonkurrenten aus der Abstiegsrunde gab’s nur gegen die TSG Münster eine Niederlage (20:26) und jetzt, zu Beginn der Abstiegsrunde, bei der HSG Wettenberg. Dort allerdings deutlich mit 22:33.

Bei der MSG handelt es sich um eine unangenehm zu bespielende Mannschaft. Trainer Oliver Schulz, der als Spieler über Erfahrungen aus der zweiten Liga und als Trainer aus der dritten Liga verfügt, setzt auf eine variable Abwehr, die mehrere Varianten auf Lager hat. Egal, ob das bevorzugte 3:2:1-Variante, ein 5+1-System oder die klassische 6:0-Formation gespielt wird, das Sagen im Abwehrbereich hat Lukas Schmitt. Im Kader stimmt die Mischung zwischen Erfahrung und Jugend. Neben Akteuren aus der eigenen Jugend verstärken mit Torhüter Saad Khan, Ben Göttmann und Jonas Schneider drei Spieler aus der A-Jugend der HSG Hanau die Mannschaft. Als gefährlichster Angreifer betätigt sich der groß gewachsene Jonas Schneider auf der Rückraum Links Position. Mit bisher erzielten 59 Saisontreffern ist er Toptorschütze. Ihm am nächsten kommen Linksaußen Justin Kraus (56) und der starke Kreisläufer David Lubar (44). Die MSG hat, wie alle Vereine aus der Südgruppe, ein Spiel weniger, was für sie angesichts der Quotienten Regelung einen Vorteil ausmacht.

Ein Petterweiler Auswärtssieg würde nicht nur die Distanz zu den Südhessen anwachsen lassen, sondern wäre für das Ziel, die MSG auch in der Abschlusstabelle hinter sich zu lassen, eminent wichtig.

Es wird klebrig zugehen, denn auch in Groß-Umstadt wird geharzt. Daran sollten sich die TVP-Spieler aber mittlerweile gewöhnt haben. Der Wettenberger Erfolg könnte als Blaupause dienen. Eine starke Abwehrleistung mit einem guten Torhüter dahinter und viele einfache Tore aus dem Tempospiel waren hier die Erfolgsformel. Eine verbesserte Wurfquote und weniger technische Fehler als im Spiel gegen Babenhausen werden für die Mannschaft von Trainer Martin Peschke ebenso unerlässlich sein, um zu punkten. »Ich hoffe, dass wir aus dem Spiel gegen Babenhausen die richtigen Schlüsse gezogen haben und nun wissen, dass wir mit solch einer Leistung in Umstadt chancenlos sind. Die Gastgeber haben eine erfahrene Oberliga-Mannschaft, die Fehler gnadenlos bestrafen wird«, sagt er und hofft auf einen Ruck, der durch die Mannschaft geht. »Die Trainingswoche verlief mehr als schleppend. Aufgrund Krankheit und beruflicher Verhinderung ist noch unklar, wer zur Verfügung steht. Niklas Wagner, Stephan Pletz und Marcus Neuhalfen werden definitiv ausfallen«, sagt Peschke

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