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TV Petterweil gegen Vellmar in der Pflicht

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Von: Peter Hett

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Torhüter Iteb Bouali gibt Florian Wassberg (links) Tipps für eine effizientere Verteidigung. Die wird auch am Sonntagabend im Heimspiel gegen den TSV Vellmar wieder gefragt sein. Der TVP geht in Bestbesetzung ins Spiel. © Jürgen Keßler

Lange schnupperte der TV Petterweil in der Oberliga an Platz vier. Nun heißt es, gegen Vellmar Punkte zu sichern, die man mit in die Abstiegsrunde nehmen würde.

(hep). Für den TV Petterweil steht in der Vorrunde der Handball-Oberliga Hessen am Sonntag das letzte Heimspiel an. Um 18 Uhr wird der TSV Vellmar in der Sporthalle an der Sauerbornstraße erwartet. Für das Team von Trainer Martin Peschke wird es sehr schwer, in den verbleibenden drei Partien noch Platz vier und damit die Aufstiegsrunde zu erreichen.

Das Hinspiel endete torreich mit 32:32. Petterweil verspielte dabei in der Schlussminute einen Zwei-Tore-Vorsprung. Vellmar belegt derzeit mit 4:14 Punkten den vorletzten Tabellenplatz im Feld der acht Mannschaften der Nordstaffel. Sämtliche Pluspunkte holten die Nordhessen zu Hause. Trotz dieser mäßigen Bilanz hat die Mannschaft von Trainer Abraham Rochel mitunter respektable Leistungen gezeigt. Die letzten beiden Spiele gegen die SG Bruchköbel und die MT Melsungen II waren allerdings eher zum Vergessen. Das aus diesen beiden Matches resultierende Torverhältnis von 49:70 spricht für sich. Personelle Corona-Probleme, die auch zur Absage des Auswärtsspiels in Pohlheim führten, waren dafür verantwortlich.

Vellmar punktet dafür mit großer Körperlichkeit. Im Kader stehen etliche Akteure mit Gardemaß. Als Schlüsselspieler gelten der 26-jährige Spielmacher Finn Hujer, der über Erfahrung aus der Jugend-Bundesliga und aus der 3. Liga verfügt, sowie seine Rückraumkollegen Frederick Drönner und Tim Räbiger. Gemeinsam haben sie bisher stattliche 95 Tore erzielt. Toptorschütze ist jedoch Rechtsaußen Simon Adam, der es aus sechs Spielen auf 43 Tore bringt, was einen Schnitt von 7,17 pro Partie ergibt - ein Liga-Spitzenwert. Herausragend präsentiert sich oft auch Torhüter Christian Gumula.

Ein hartes Brett also, das es für die Petterweiler Handballer zu bohren gilt, die auch im mentalen Bereich zu knabbern haben. Lange Zeit waren sie auf direktem Weg in die Meisterschaftsrunde, der vorzeitige Klassenerhalt schien in greifbarer Nähe zu sein. Nun hat sich die Peschke-Sieben im Dreikampf um den vierten Platz nach vier aufeinanderfolgenden Niederlagen allerdings in eine Außenseiterrolle gebracht. »Nach zwei guten Auftritten gegen die HSG Kleenheim-Langgöns und die MT Melsungen II hatten wir leider katastrophale Spiele gegen Bruchköbel und Pohlheim. Uns fehlen mindestens drei Punkte, um im Soll zu sein«, ist Peschke vom augenblicklichen Trend enttäuscht.

Keine Ausfälle bei Peschke-Team

Vor allem die vermeidbare 21:23-Niederlage im Derby gegen Bruchköbel hat sämtliche Kalkulationen über den Haufen geworfen. Mit Blick auf die Abstiegsrunde, in der die Punkte aus der Vorrunde mitgenommen werden, ist ein Sieg gegen die Vellmarer Pflicht - ohne Wenn und Aber. Die desolate Leistung aus dem Spiel bei der HSG Pohlheim (18:36) muss raus aus den Köpfen. So bitter es ist, solche Tage gibt es im Mannschaftssport immer wieder. Nun gilt es, aufzustehen und weiterzumachen. Martin Peschke hat in den Trainingseinheiten unter der Woche dafür gesorgt, dass seine Mannschaft wiedererstarkt zurückkommt. Er erwartet, dass der Negativlauf gestoppt wird. Ausfälle sind nicht aktenkundig. Ausreden wird Peschke also nicht gelten lassen.

Die Begegnung wird erneut live im Youtube-Kanal des TVP zu sehen sein. Der Zugang erfolgt über die Petterweiler Homepage.

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