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Nikola Jankovic und der TV Petterweil wollen beim TSV Vellmar punkten.

Handball-Oberliga

TV Petterweil: Giftiger, galliger und gieriger

  • VonPeter Hett
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In der Oberliga Nord kommt für die Handballer des TV Petterweil (5:5 Punkte) nach der Kür gegen das Top-Team der HSG Pohlheim nun die Pflicht beim TSV Vellmar (3:7 Punkte.).

Das Spiel ist für die Mannschaft von Trainer Martin Peschke von ungleich größerer Bedeutung als das gegen die HSG in der Vorwoche. Ein Sieg in Nordhessen würde für die Handballer aus dem Karbener Stadtteil einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt bedeuten.

Vor Beginn der Runde war Vellmar in allen Umfragen der meist genannte Kandidat, wenn es darum ging, den Absteiger zu prognostizieren. Diese Einschätzung stützt sich auf die Tatsache, dass sich Vellmar zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs 2019/2020 mit nur zwei Pluspunkten hoffnungslos am Tabellenende der Oberliga befand. Nur dem Verbandsbeschluss, dass es keinen Absteiger geben wird, ist es zu verdanken, weiterhin in der Liga zu spielen. Obwohl das derzeitige TSV-Team nahezu identisch mit dem aus der Abbruchsaison ist, steht mittlerweile eine andere Mannschaft auf dem Feld.

Zu verdanken ist dies dem neuen Trainer Abraham Rochel Icardo, der im August 2016 aus der spanischen ersten Liga als Spieler nach Vellmar wechselte und zur Saison 2020/2021 in die Position des Cheftrainers aufrückte. Er setzt darauf, im Angriff schneller und mit verschiedenen Varianten zu spielen und als wichtigsten Baustein für erfolgreicheren Handball eine kompakte, aggressive Mannschaft mit unterschiedlichen Deckungsvarianten zu haben. Zugute kommt ihm dabei, dass er über etliche Spieler verfügt, die Gardemaß besitzen und durchaus als Kraftpakete zu bezeichnen sind.

Bisher herausragend zeigt sich Torwart Christian Gumula, für den mehr als zehn Paraden in jedem Spiel Durchschnittswert darstellen. Im Angriff setzt der TSV auf einen wurfstarken Rückraum mit Staubesand, Koch, Drönner und Hujer, dem Denker und Lenker des TSV-Spiels,sowie auf spritzige Außenspieler. Das Duo Adam und Stumbaum hat dort bereits mehr als 40 Tore geworfen. Mit schnellen Kontern über die erste und zweite Welle werden ebenfalls wichtige Tore erzielt.

Nach der 180 km langen Anreise werden den Petterweiler Spielern zwei Dinge vertraut vorkommen: Die übliche Anwurfzeit um 18 Uhr und das Spiel ohne Harz. Im Bewusstsein sollte verankert sein, dass der TSV seine drei Pluspunkte zu Hause geholt hat und dort noch ungeschlagen ist. Die hohe Niederlage gegen Pohlheim wird beim TVP keine Nachwehen verursachen und nicht zu hoch aufgehängt werden. Trainer Peschke wird aber dennoch gewisse Sachen aufgearbeitet haben und dafür sorgen, dass sein Team in Nordhessen giftiger, galliger und gieriger auftritt als in der Vorwoche.

Der TV Petterweil wird mit dem identischen Kader aus der Vorwoche antreten. »Das Spiel in Vellmar ist richtungweisend für uns. Um auf Kurs zu bleiben, wollen wir unbedingt die Punkte aus Vellmar entführen. Wir wissen um deren Stärken und hoffen, dass wir unser einfältiges Angriffsspiel gegen Pohlheim abstellen und nun gute Lösungen gegen die 6:0-Abwehr finden werden«, sagt TVP-Trainer Peschke.

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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