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TV Petterweil: Glanzloser Sieg in Babenhausen

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Von: Christoph Sommerfeld

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Marcus Neuhalfen (TV Petterweil) hat ein Babenhausener Defensivduo hinter sich gelassen und konzentriert sich auf den Torwurf. FOTO: KSS © Jürgen Keßler

Der TV Petterweil müht sich zu einem glanzlosen 26:22-Erfolg in Babenhausen. Der Klassenerhalt in der Oberliga ist trotz Tabellenführung in der Abstiegsrunde noch nicht geschafft.

(cso). Der TV Petterweil hat beim Schlusslicht SG RW Babenhausen am Sonntagabend einen 26:22 (10:7)-Pflichterfolg eingefahren, kann sich aber noch immer nicht sicher sein in Sachen Klassenerhalt in der Abstiegsrunde der Handball-Oberliga. Wie TVP-Coach Martin Peschke zu verstehen gab, steht nach dem Saisonende in der 3. Liga am vergangenen Wochenende fest, dass fünf Teams den Gang nach unten antreten müssen. Demnach bleiben die drei ersten Mannschaften in der Liga. Die Quotientenregel macht es dabei schwer, die Übersicht zu behalten. Fest steht jedoch: Petterweil kann theoretisch noch auf Rang vier abrutschen.

Die Partie in Südhessen war nichts für Handball-Feinschmecker. »Das war mit das schlimmste Spiel, das ich jemals gesehen habe«, bilanzierte denn auch Peschke, der viele technische Fehler auf beiden Seiten ausmachte. Noch dazu musste sein Team einmal mehr mit dem ungeliebten Harz auskommen.

Zu Beginn konnten die Gastgeber noch gut recht gut mithalten und legten nach 16 Minuten durch Carl-Philipp Erk sogar ein 4:3 vor. Es sollte jedoch die einzige RW-Führung bleiben. Per Doppelschlag dreht Jonas Koffler die Partie auf 7:4 (23.). Dieser Vorsprung hatte auch zur Pause noch Bestand (10:7).

»Es war ein Gewürge vom allerfeinsten. Unsere Abwehr hat uns quasi den Sieg gerettet«, erklärte Peschke, der bei seinem Team das Tempo vermisste und eine gewisse Angst vor langen Bällen ausmachte. Einige vergebene freie Bälle sowie drei ausgelassene Siebenmeter verhinderten eine frühzeitige Entscheidung zugunsten der Wetterauer, die beim 12:8 (33.) zwar erstmals mit vier Toren vorlegten, aber dem Gegner nicht den K.o. verpassen konnten. In der 48. Minute verkürzte Erk für Babenhausen auf 16:18.

Schließlich waren es Kreisläufer Mario Fernandes und Rückraum-Akteur Stephan Pletz, die entscheidend zum TVP-Erfolg beitrugen. Fernandes überzeugte defensiv wie offensiv und erzielte im Eins-gegen-eins einfache Tore am Kreis. Pletz, Mittelblock-Partner von Fernandes, bewahrte vor allem in der Endphase die Nerven. »Unser Mittelblock hat gerade in den letzten drei Spielen eine Topleistung gezeigt«, lobte Peschke.

Die Gastgeber hielten über 60 Minuten schon dagegen - nach ihren Möglichkeiten. Am Ende fehlte aber die Qualität, um es noch mal ganz spannend zu machen. Pletz markierte in der 57. Minute das 24:20, ehe Rot-Weiß-Akteur Joshua Buchinger eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte. Damit waren die nächsten Punkte für Petterweil unter Dach und Fach.

RW Babenhausen: Kocsis; Seipel (1), Buchinger (2), Krause (1), Muster, Erk (5), Palmy, Dobler, Pieroth (1), Sillari (1), Habenicht (8/5), Becker, Zappe, Schielke (3).

TV Petterweil: Bouali; Trouvain (2), Sitzius, Benedikt Pfeiffer (2), Fernandes (4), Johannes Pfeiffer, Jonas Koffler (6/1), Neuhalfen, Wassberg (1), Pletz (4), Jankovic (3/1).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Kerth/Knodt (Erfelden). - Zuschauer: 150. - Zeitstrafen: 10:2 Minuten. - Siebenmeter: 6/5:5/2.

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