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TV Petterweil: Großer Kampf wird belohnt

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Von: Michael Wingefeld

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Die Freude entlädt sich. Die Spieler des TV Petterweil bejubeln den Sieg in Wettenberg. © Oliver Vogler

Der TV Petterweil holt einen wichtigen 27:25-Sieg bei der HSG Wettenberg und steht in der Handball-Oberliga plötzlich wieder auf Platz vier.

(miw). In einem richtungsweisenden Spiel bezwang der TV Petterweil die HSG Wettenberg in fremder Halle mit 27:25 (15:12) und kletterte in der Handball-Oberliga auf den vierten Platz. Ob es nun doch noch für die Aufstiegsrunde reicht, wird auch durch die nächsten Ergebnisse des TSV Vellmar und der SG Bruchköbel entschieden, die noch an der Mannschaft von Trainer Martin Peschke vorbeiziehen können.

In einem umkämpften Duell hatte Petterweil am Ende aufgrund der besseren Torhüterleistung und insgesamt weniger Fehlern die Nase vorn. Peschke fand nach der Partie lobende Worte: »Ich denke, dass heute die Moral gesiegt hat. Der Sieg ist zwar glücklich, aber verdient, nachdem wir bereits mit sechs Toren vorne lagen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, sie hat über 60 Minuten einen wahnsinnigen Kampf geliefert und sich am Ende die zwei Punkte erkämpft.« Für die Wettenberger war das Spiel die letzte Begegnung der Qualifikationsrunde. HSG-Coach Axel Spandau bilanzierte: »Petterweil hat uns in der ersten Halbzeit phasenweise auseinandergenommen, wir sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen. Nach und nach sind wir dann besser ins Spiel gekommen und haben uns auch in einen Flow gespielt. Unterm Strich haben wir aber zu viele dumme bzw. unnötige Zeitstrafen bekommen und zu viele freie Bälle vergeben.«

Die Peschke-Sieben kam deutlich besser aus den Startlöchern und konnte in der achten Minute bereits mit 6:2 in Führung gehen. Nach einem Block in der Wettenberger Deckung und einem Pass von Florian Weidner auf Tom Warnke, der per Tempogegenstoß zum 4:6 verkürzte, schien es, als sei die Heimmannschaft nun auch in der Begegnung angekommen. Die Petterweiler Deckung konnte in der Folge jedoch einige Ballgewinne verzeichnen und nach einem Abpraller - Florian Wassberg reagierte gedankenschnell - auf 11:7 enteilen. Auch das zwischenzeitliche 9:11 (24.) gab der HSG keine Sicherheit, die Wetterauer spielten teilweise wie entfesselt auf. Jonas Koffler markierte das 15:9. Bis zur Pause verkürzten die Wettenberger den Rückstand zumindest auf drei Treffer.

Rote Karte für Jonas Koffler

Nach dem Wechsel konnte Petterweil eine 18:14-Führung (38.) halten, ehe sich die Gastgeber in den von Spandau erwähnten »Flow« spielten und nach einem 5:0-Lauf mit 19:18 vorne lagen. Petterweil erzielte acht Minuten keinen eigenen Treffer. Die Wettenberger schafften es hingegen, aus der stabilen Abwehr heraus einfache Tore zu erzielen. Die 48. Minute hätte zur Schlüsselszene werden können: Lukas Becker traf zum 22:20, Jonas Koffler erwischte den HSG-Rückraumspieler im Gesicht und sah »Rot«. Dem TVP fehlte in der Folge ein wichtiger Akteur. Wer nun aber dachte, die Wettenberger bringen das Spiel auf ihre Seite, sah sich getäuscht. Petterweil kämpfte bärenstark und kam nach dem 23:25-Rückstand durch Tore von Stefan Pletz und Dennis Bachmann zum 25:25.

Knapp zwei Minuten vor dem Ende parierte HSG-Keeper Joshua Laudt einen Siebenmeter von Nikola Jankovic, sodass den Hausherren alle Möglichkeiten blieben. Petterweil verteidigte jedoch gut und kam durch einen weiteren Bachmann-Treffer zum 26:25. Felix Koffler machte nach einem HSG-Ballverlust mit einem Wurf ins verwaiste Tor 30 Sekunden vor Ende alles klar.

Wettenberg: Laudt, Stroh; Schwarz, Werner, Becker (4), Anhäuser (1), Weidner, Warnke (7/5), Weber, Henkel (6), Schneider, Oyono (1), Weise (6), Lauber

Petterweil: Bouali; Wagner (2), Bachmann (4), Kusan, Koch, Pfeiffer (1), Felix Koffler (1), Fernandes (4), Jonas Koffler (2/1), Lange, Wassberg (4), Pletz (8), Jankovic (1)

Steno SR: Heinzel/Wieprecht (Wallau/Massenheim). - Zeitstrafen: 12:4 Minuten. - Disqualifikation: Jonas Koffler (48.) - Siebenmeter: 5/5:2/1.

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