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TV Petterweil mit breiter Brust vor dem Heimspiel gegen Münster

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Von: Peter Hett

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Der TV Petterweil um Marcus Neuhalfen will seine gute Ausgangsposition in der Abstiegsrunde gegen Münster behaupten. © Nicole Merz

Der TV Petterweil kann nach zwei Erfolgen optimistisch in die restlichen Spiele der Oberliga-Abstiegsrunde gehen. Vor der Partie gegen Münster gab es allerdings einen personellen Malus.

(hep). Nachdem in der Abstiegsrunde der Handball-Oberliga zwei Spieltage absolviert sind, steht der TV Petterweil mit einem Punktequotienten von 162,5 an der Tabellenspitze (13:3 Punkte). Am Sonntag (18 Uhr) kommt es für den TVP in der Sporthalle am Sauerborn zum Aufeinandertreffen mit der TSG Münster. Die Wetterauer können nach zwei Siegen mit breiter Brust auftreten. Münster spielte früher etliche Jahre in der 2. und 3. Liga. Der Verein ist für herausragende Jugendarbeit bekannt und mit seinen A-Junioren regelmäßiger Teilnehmer an der Jugend-Bundesliga.

Ein Großteil des aktuellen Oberliga-Kaders besteht aus Spielern, die aus der TSG-Jugend kommen. Obwohl sie teilweise schon tragende Rollen in der Mannschaft haben, befinden sie sich noch in der Entwicklungsphase. Daher war vor Beginn der Saison das Ziel der Ligaerhalt. Nachdem die ersten sechs Spiele schleppend verliefen, entschloss sich Trainer Daniel Wernig, wieder selbst das Trikot überzustreifen. Der ehemalige Jugend- und Junioren-Nationalspieler kann aus seiner Zeit beim TV Hüttenberg die Erfahrung aus 73 Spielen in der 1. Bundesliga vorweisen, in denen er insgesamt 237 Tore erzielte. Er ist jetzt der Spiritus Rector des TSG-Spiels, mit gutem Auge für seine Mitspieler.

Anfang Februar verstärkte sich Münster mit Patrick Weber zusätzlich im linken Rückraum. Er ist ebenfalls Bundesliga-erfahren (Balingen, Bietigheim, Ludwigshafen). 2018 wurde sein Wurf mit 120 km/h als härtester der Bundesliga gemessen. Weiter zu beachten sind der wuchtige Rückraumspieler Klaudio Hranjec sowie die Rechtsaußen Tom Gerntke und Jan Fegert. Hinter der offensiv ausgerichteten Deckung (5+1 und 3:2:1) steht mit Thomas Bolling ein hervorragender Torwart. Nach Ballverlusten des Gegners wird stets der schnelle Weg nach vorne gesucht. »In der aktuellen Form schätze ich Münster als stärkste Mannschaft der Playdowns ein. Wir müssen die TSG über eine aktiv verteidigende Abwehr knacken und die Kreise der Rückraumspieler eindämmen«, hofft Martin Peschke auf eine ähnliche Abwehrleistung wie in Groß-Umstadt.

Für Petterweil steht einiges auf dem Spiel. Mit einem Sieg gegen Münster würde sich der TVP von den Konkurrenten absetzen, was für die nachfolgenden Spiele den Druck reduziert. Um einen Erfolg zu bewerkstelligen, braucht es Akteure, die auf dem Spielfeld dagegenhalten, Courage zeigen und mutig sind. An Selbstvertrauen sollte es nach dem letzten Sieg nicht mangeln. Ein Petterweiler Erfolgsansatz ist dem Spiel der TSG in Bruchköbel zu entnehmen. Nach einer Sechs-Tore-Führung kam Münster in der Schlussphase noch mal in Bedrängnis, nachdem die gegnerische Abwehr auf eine offensive Variante umgestellt hatte.

Gefragt sind auch die Fans. Wie in der Aufstiegssaison sollte eine stimmungsvolle Kulisse der Mannschaft zu Rückenwind verhelfen. »Leider hatten wir unter der Woche noch mit Ausfällen zu kämpfen. Neben Niklas Wagner wird auch Felix Koffler fehlen. Er fällt für den Rest der Saison aus. Das trifft uns sehr hart, da Felix Leistungskurve klar nach oben gezeigt hat und er ein wichtiger Faktor in der Abwehr ist«, informiert Peschke.

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