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TV Petterweil vergibt leichtfertig den Sieg

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Von: Peter Hett

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Luca Junker (20) und zwei weitere Bruchköbeler Akteure behindern hier Stephan Pletz (Mitte) vom TV Petterweil am Torwurf. © Nicole Merz

Das war so nicht eingeplant. Im Oberliga-Derby gegen die SG Bruchköbel kassierte der TV Petterweil am Sonntag eine ärgerliche 21:23-Niederlage.

(hep). Der TV Petterweil hat das Auftaktspiel seiner englischen Woche in den Sand gesetzt und in der Handball-Oberliga Nord zu Hause gegen die SG Bruchköbel mit 21:23 (12:10) eine ärgerliche Niederlage eingesteckt. Bis zur 50. Minute führten die Wetterauer fast durchgehend. Die Gäste agierten dennoch variabler, die Mannschaft von Trainer Martin Peschke spielte dagegen zu eindimensional. Immer wieder wurde der Weg durch die Mitte gesucht. In der gesamten Begegnung gab es aus dem gebundenen Spiel heraus nur einen einzigen Wurf von Außen. Bezeichnend war, dass dieser nicht zum Torerfolg führte.

Wie auch das Hinrundenspiel, das mit 18:18 unentschieden endete, verlief die Partie ähnlich torarm. Beide Abwehrreihen, die jeweils in einer 6:0-Formation agierten, leisteten gute Arbeit. Nach einer Viertelstunde waren gerade einmal zehn Tore gefallen. Die Gastgeber führten mit 6:4. Zu verdanken war dies in erster Linie Petterweils Torhüter Iteb Bouali, der neben einem Siebenmeter noch einen Tempogegenstoß entschärfte. Drei schwache Minuten, in denen dem TVP vermeidbare technische Fehler unterliefen, bescherten den Gästen einen 3:0-Lauf und damit die 7:6-Führung.

Mit einer Auszeit brachte Peschke seine Mannschaft wieder in die Spur. Dank der gut aufgelegten Rückraumspieler sprang als Lohn eine 11:8-Führung (Pletz/28.) für die Hausherren heraus. Dem Gast gelangen vor der Pause noch zwei Tore. Auffallend war, dass elf der zwölf TVP-Treffer in Halbzeit eins vom Rückraum erzielt wurden. Nummer zwölf steuerte Mario Fernandes vom Kreis bei. Einen Rückschlag hatten die Handballer aus dem Karbener Stadtteil nach einer Viertelstunde hinnehmen müssen. Florian Wassberg erlitt eine Verletzung im Gesicht und konnte nicht mehr eingesetzt werden.

Am Spielverlauf änderte sich nach dem Wechsel nichts. Die Gastgeber lagen zunächst permanent mit ein oder zwei Toren vorne. Auch wenn Bruchköbel die Partie erst in den letzten zehn Minuten drehte, fiel eine Vorentscheidung schon Mitte der zweiten Hälfte. Nach dem 17:15 (Jonas Koffler/43.) vergaben die Hausherren die Chance, den Sack vorzeitig zuzumachen. Zu leichtfertig wurden im Angriff die Bälle weggeworfen. Nach dem 18:16 (Jankovic/50.) drehte die SGB das Spiel mit einem 5:0-Lauf komplett.

»Sicherlich war der Sieg mit Blick auf den Spielverlauf etwas glücklich. Aber meine Jungs haben sich zerrissen. Ich bin brachial stolz auf meine Mannschaft«, meinte Gästetrainer Torsten Weber. Dem stimmte auch sein Gegenüber auf Petterweiler Seite zu. »Bruchköbel hat heute mehr gebrannt als wir. Den letzten Willen zum Sieg habe ich bei uns vermisst, während der Gegner gefightet hat. Uns ist vieles nicht gelungen. Den Ausfall von Florian Wassberg haben meine Rechtshänder zwar gut kompensiert, aber ein Linkshänder im rechten Rückraum bietet einfach andere Möglichkeiten«, bilanzierte der TVP-Trainer.

TV Petterweil: Bouali, Schneiker; Wagner, Trouvain (1), Bachmann, Kusan (1), Pfeiffer, Felix Koffler, Fernandes (2), Jonas Koffler (6/1), Neuhalfen, Wassberg (1), Pletz (7), Jankovic (3/2).

SG Bruchköbel: Mike Bätz, Simic; Haupt, Maximilian Wolff, Kosch (4), Zutic (3/2), Jonah Wolff (2), Junker, Günes (5/2), Jockel (2), Nico Bätz (2), Klein (3), Wienand (2).

Stenogramm / Schiedsrichter: Hanker/Klimmesch (Wiesbaden). - Zuschauer. 250. - Zeitstrafen: 8:10 Minuten. - Siebenmeter: 4/3:6/4.

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