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TV Petterweil verpasst die Wende

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Von: Peter Hett

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Florian Wassberg (l., TV Petterweil) sucht seinen Kreisläufer Mario Fernandes. Der Pass kommt aber nicht an, zu viele Vellmarer Hände sind dazwischen. © Jürgen Keßler

Der Negativtrend für die Oberliga-Handballer des TV Petterweil hält an. Am Sonntagabend setzte es eine 25:26-Niederlage gegen den TSV Vellmar.

(hep). Der TV Petterweil musste in der Handball-Oberliga Nord am Sonntagabend den nächsten Nackenschlag einstecken. In eigener Halle verloren die Karbener gegen den TSV Vellmar mit 25:26 (12:13). Schon vor dem eigentlichen Beginn der kaum mehr zu verhindernden Abstiegsrunde haben sich die Wetterauer damit in eine äußerst schlechte Ausgangslage gebracht.

Petterweil hat nicht gegen eine Übermannschaft verloren, sondern gegen ein Team, das einfach nur das gespielt hat, was es kann. Vor allem schnelle Eins-gegen-eins-Aktionen im Angriff und sieben Tore des wuchtigen Halblinken Frederik Drönner gehörten zum Vellmarer Erfolgsrezept.

Schon die Anfangsphase des Spiels sah überlege Gäste. Vellmar wirkte vom Anpfiff weg hoch konzentriert. Mit einer offensiv ausgerichteten 6:0-Abwehr wurden die Angriffsbemühungen der Gastgeber effektiv erstickt. Obwohl mit Max Steubesand ein wichtiger Rückraumspieler fehlte, gelang es dem TSV-Angriff immer wieder, die nicht sattelfeste Petterweiler Abwehr auszuhebeln. Mit technischen Fehlern und schlechtem Wurfverhalten spielten die Hausherren dem TSV zudem in die Karten. Nach dem 3:7 (12.) reagierte TVP-Coach Peschke mit einer Auszeit, um seine Mannschaft in die Spur zu bringen. Obwohl Vellmar direkt im Anschluss auf 8:3 erhöhte, verbesserte sich das Spiel der Heimmannschaft zusehends. Nachdem Bachmann, Wagner und Jonas Koffler auf 6:8 verkürzt hatten (18.), war für die Peschke-Sieben wieder Land in Sicht. Vor allem über die kämpferische Komponente wurde der Rückstand bis zur Pause auf ein Tor reduziert.

Nach dem Wechsel gelang es den Gastgebern schnell, zum 14:14 (33.) auszugleichen. Die Hoffnung, dass dies die entscheidende Wende im Spiel sei, erfüllte sich jedoch nicht. Die Nordhessen waren weiterhin heiß auf den Sieg und zogen innerhalb von vier Minuten wieder auf 19:14 davon. Weitere Hoffnungen auf ein glückliches Ende für die Gastgeber kamen auf, als Jonas Koffler mit drei Toren in Folge auf 19:22 (45.) verkürzte. Bis zum 21:24 (50.) hielt der Drei-Tore-Vorsprung der Gäste. Mit einem fulminanten Schlussakkord versuchte der TVP, die drohende Niederlage zu vermeiden. Aber auch in der Endphase wurden erneut die gleichen Fehler gemacht wie zuvor. Leichtfertig vergebene Großchancen, unüberlegte Aktionen und fehlende Ruhe im Spiel, sorgten für den verdienten Vellmarer Sieg. »Wir haben unsere Hausaufgaben nicht gemacht und zu viele falsche Entscheidungen getroffen, vorne wie hinten. Die Chance, das Spiel zu drehen, haben wir verpasst, indem zu viele freie Würfe vergeben wurden«, nannte Petterweils Trainer Gründe für die erneute Niederlage.

TV Petterweil: Bouali, Schneiker; Wagner (2), Trouvain, Bachmann (5), Kusan, Pfeiffer, Felix Koffler (1), Fernandes (3), Jonas Koffler (8/2), Neuhalfen, Wassberg (2), Pletz (3), Jankovic (1/1).

TSV Vellmar: Herwig, Gumula; Räbiger, Hoffmann, Hujer (2), Djuric (4) , Stumbaum (3/1), Adam (8/1), Koch , Jan Berninger (1), Till Berninger, Willrich (1), Drönner (7).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Hegebart/Schönberger (TG Eltville). - Zuschauer: 150. - Siebenmeter: 4/3:2/2. - Strafzeiten: 2:4 Minuten.

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