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TVP-Schlussakkord

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Von: Peter Hett

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Der TV Petterweil um Florian Wassberg kann sich mit dem sicheren Klassenerhalt im Rücken von seinen Fans verabschieden. Am letzten Oberliga-Spieltag kommt die HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim. FOTO: NICI MERZ © Nicole Merz

(hep). Zu ungewohntem Termin wird beim Wetterauer Handball-Oberligisten TV Petterweil am Samstagabend das letzte Spiel der Saison 2021/22 angepfiffen. Um 18 Uhr trifft die Mannschaft von Trainer Martin Peschke auf die HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim. Die Gastgeber dürfen entspannt in die Partie gehen. Für die Gäste geht es dagegen noch um den Klassenerhalt.

Es wird also noch mal heiß hergehen in der Petterweiler Sporthalle an der Sauerbornstraße. »Im letzten Heimspiel werden wir nichts herschenken. Wir wollen uns mit einem guten Gefühl von unseren Zuschauern aus einer nervenaufreibende Saison verabschieden«, hofft Peschke auf einen positiven Abschluss.

Die HSG galt vor Beginn der Runde als Geheimfavorit. Der Sportliche Leiter Mathias Beer schüttelte namhafte Spieler geradezu aus dem Ärmel. Gleichzeitig wurden fast alle Leistungsträger gehalten. Im Kader befinden sich etliche Drittliga-erfahrene Akteure. Beer legte auch während des Rundenverlaufs nach. Mitte November präsentierte er Andre Avemann als Neuzugang. Er ist den Wetterauer Handball-Fans noch aus seiner Zeit bei der TG Friedberg in guter Erinnerung. Mit Beginn der Abstiegsrunde verstärkte er seine Mannschaft mit Marc Teuner, der zuvor seinen ehemaligen Verein TuS Dotzheim mit 93 Toren in die Aufstiegsrunde geworfen hatte. Auf die schwere Verletzung von Torhüter Vincent Robinson reagierte Beer ebenfalls schnell. Mit Niklas Eul wurde Anfang Mai ein erfahrener Ersatz verpflichtet. Selbst für die kommende Saison stehen schon hochkarätige Neuzugänge fest. Damit ist es für Trainer Gilles Lorenz eigentlich ein Muss, die Klasse zu halten.

Seine Mannschaft punktet mit schnellem Handball, steht für Teamarbeit und besticht mit starker Abwehrarbeit. Um in Sachen Klassenerhalt auf Nummer sicher zu gehen, hat der Coach seine Mannschaft auf einen Erfolg in Petterweil programmiert. Die Gastgeber dürfen das Spiel zwar ohne den Druck angehen, unbedingt gewinnen zu müssen, fühlen sich aber verpflichtet, ihren Anhang mit einem Erfolg zu verabschieden. Im Verlauf der Abstiegsrunde wurden bisher alle Heimspiele gewonnen, und keinem Gegner ist es gelungen, die Peschke-Truppe zweimal zu besiegen. Dabei soll es bleiben. »Wir hatten im Hinspiel große Probleme mit dem wurfgewaltigen Rückraum. Das haben wir im Training angesprochen und hoffen, dass wir ihn jetzt durch aktivere Beinarbeit in Schach halten können«, sagt Peschke.

Da sich bisher noch keiner seiner Spieler mit Wechselabsichten geäußert hat, entfallen obligatorische Spieler-Verabschiedungen in der Halle. Dafür wird es am Abend im Petterweiler Vereinsheim zu einer zünftigen Saisonabschlussfeier kommen, die mit zwei weiteren Punkten im Gepäck stattfinden soll.

»Es ist noch nicht sicher, welche Spieler auflaufen, da sich unsere Corona-Situation verschlechtert hat und weitere Spieler hinzugekommen sind. Wir dürfen froh sein, dass uns solche Corona-Ausfälle erst nach dem gesicherten Klassenerhalt ereilt haben«, erklärt der TVP-Trainer zu der kuriosen Saison.

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