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Was Benjamin Bindewald mit der TSG Wölfersheim plant

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Der zukünftige Trainer Benjamin Bindewald (r.) und Vorstand Adrian Wiederhold wollen mit der TSG Wölfersheim zu neuen Ufern aufbrechen. © pv

Benjamin Bindewald ist Trainer und Manager bei der TSG Wölfersheim. Im Interview spricht er über seine Pläne mit dem B-Ligisten und was ihn nach seinem Abschied aus Dorheim nun antreibt.

(vre). Im Sommer 2019 hat er mit einem Sponsorendeal beim Friedberger B-Ligisten FSV Dorheim für Aufsehen gesorgt: Benjamin Bindewald, damals Vorsitzender des FSV. Seit der aktuellen Spielzeit kickt der gebürtige Dorheimer, der immer wieder mit dem ein oder anderen Mediengag von sich hören lässt, bei der TSG Wölfersheim. Für die Saison 2022/23 hat er dem B-Ligisten nun auch seine Zusage als Trainer und Manager gegeben. Der 37-Jährige, der beruflich im Videomarketing tätig ist und die Welt bereist, spricht im Interview über seine Pläne mit den Wölfersheimern, die Jugendarbeit im Verein und wie er sich selbst als Trainer beschreiben würde.

Sie haben letztes Jahr beim FSV Dorheim aufgehört. Wie kam es dazu?

Das hatte ich schon 2020 entschieden. Dorheim ist mittlerweile so gut aufgestellt, auch sportlich läuft es sehr gut, wie man aktuell an der Tabelle sieht. Da konnte ich ruhigen Gewissens mein Amt übergeben. Ein wenig war das Ganze auch Corona geschuldet, immer wieder die Pausen, da war die Motivation schon etwas weg bei mir. Zum anderen habe ich aber auch mehr in meinem Job gemacht.

Aktuell wohnen Sie in Wölfersheim. Wie kam der Kontakt zur TSG zustande? Hatten Sie vorher schon Beziehungen zum Verein?

Nein, vorher hatte ich noch keine Beziehungen zum Verein. Aber da ich in Wölfersheim wohne und nach Corona mal wieder Sport machen wollte, bin ich einfach mal zum Sportplatz gefahren und habe gefragt, ob ich mittrainieren und mich einfach fithalten kann. In der Vorbereitung habe ich dann aber jedes Spiel mitgemacht. So kam dann eins zum anderen. Und das Umfeld und auch der Bürgermeister sind einfach super in Wölfersheim. Das hat mich dann einfach gereizt.

Bei der TSG haben Sie bereits bei der Vorstandsarbeit mitgeholfen. Wie genau sah diese Aufgabe aus?

Der Verein hat mitbekommen, dass ich das auch schon in Dorheim erfolgreich gemacht habe. Da fragen sie mich dann auch mal nach Tipps, wie ich bestimmte Dinge machen würde. Und ich konnte auch immer meine Ideen mit einbringen. Wir wollen uns zum Beispiel in der B-Klasse etwas professioneller und finanziell besser aufstellen.

Was sind Ihre kurzfristigen und langfristigen Ziele mit Wölfersheim?

Aktuell haben wir einen Spielermangel. Da wollen wir die Quantität verbessern. Ich will auch eine stabile Jugendarbeit aufbauen, das ist mir wichtig. Und in ein paar Jahren wollen wir dann auch sportlich richtig angreifen. Das Potenzial ist auf jeden Fall da. Auch die Infrastruktur ist klasse. Wir haben einen Kunstrasen- und einen Rasenplatz sowie eine Halle. Da träumt so manch ein Verbandsligist von. Wir wollen in Zukunft in der Gemeinde der führende Verein werden und den schlafenden Riesen wecken.

Sie sprechend die Jugendarbeit an. Welche Pläne haben Sie hier speziell?

Aktuell habe ich schon Kontakt mit ein paar A-Jugendlichen aufgenommen. Bei denen beginnt jetzt die heiße Phase und es stellt sich die Frage, was sie ab Sommer dann machen. Wir wollen die Jugendlichen gut ausbilden und auch an uns binden. Wir wollen in Zukunft auch die Kinder aus der Schule, die bei unserem Gelände gegenüber ist, ansprechen und ein Konzept entwickeln, dass es attraktiv macht in Wölfersheim Fußball zu spielen. Das sind natürlich alles Ziele, die Zeit brauchen und nicht von heute auf morgen passieren. Aber nichtsdestotrotz wollen wir auch mit unserer ersten Mannschaft gut spielen und längerfristig dann auch in der A-Liga und der Kreisoberliga angreifen.

Werden Sie ab nächster Saison auch noch als Spieler für die TSG aktiv sein oder nur noch als Trainer und Manager?

Da muss ich schauen, ob das als Spielertrainer geht, vor allem mit meinem Knie. Da ich einen Kreuzbandriss hatte, muss ich dann abwägen, was sinnvoll ist. Aber wenn es geht, habe ich es schon vor.

Als was für eine Art Trainer würden Sie sich selbst bezeichnen? Worauf legen Sie denn besonderen Wert?

Grundsätzlich muss in der Defensive die Null stehen. Solange dies so ist, hast du auch kein Spiel verloren. Da spiele ich gerne so wie Italien. Ich lege auch Wert auf die Laufarbeit und dass die Jungs leidenschaftlich dabei sind. Natürlich gucke ich aber auch auf das Fußballerische. Beim Taktischen werden wir in der nächsten Saison auch einiges verändern. Im Moment spielen die Jungs auch noch mit Libero. Ich habe auch schon vorgewarnt, dass das Training hart werden wird (lacht).

2019 haben Sie beim FSV Dorheim einen Sponsorendeal eingefädelt, bei dem der Sportplatz nach dem Sponsor benannt wurde. Grundsätzlich sind Sie auch immer für den ein oder anderen Gag zu haben. Ist in der Richtung auch schon etwas in Wölfersheim geplant?

Das kann ich natürlich nicht ausschließen. Es wird die ein oder andere Idee geben, die etwas ausgefallener sein wird. Vielleicht können wir ja wieder mit einem Marketinggag mehr Reichweite gewinnen. Da werden wir dann schon eine Lösung finden, die auch der Gemeinde gut tun wird.

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