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Weichenstellung beim SC Dortelweil

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Von: Uwe Born

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(ub). Darauf zu wetten, die Fußballer des nach 29 Pflichtspielen noch ungeschlagenen Gruppenliga-Spitzenreiters SC Dortelweil (25 Siege, vier Remis) würden nach Abschluss der Saison 2021/2022 auf Position eins rangieren und damit als Meister aufsteigen, macht wenig Sinn, denn die Gewinn-Quoten wären gleich null. Acht Punkte Vorsprung auf Verfolger SF Friedrichsdorf sollten der Mannschaft von Trainer Frank Ziegler allemal reichen, um nach 2012/2013 (damals unter Coach Markus Beierle) zum zweiten Mal in der Verbandsliga Süd Startrecht zu genießen.

»Die Ausgangsposition ist zwar optimal, aber zu behaupten, wir seien schon durch, wäre vermessen. Schließlich stehen für uns noch sechs schwierige Begegnungen auf dem Programm«, tritt Dortelweils Team-Manager Hans Wrage ein wenig auf die Euphorie-Bremse. Eigentlich gar nicht nötig, könnte man zu sagen geneigt sein, denn der SC Dortelweil verfügt in allen Bereichen über Bestwerte: Treffsicherster Angriff (112 Tore), wobei mit Marvin Strenger (39 Goals), Moritz Feiler (13), Dominik Steffen (12), Oliver Steffen (11) und Leon Günther (10) fünf Spieler bereits zweistellig in die Vollen getroffen haben, dazu die sicherste Abwehr (22 Gegentreffer) - das passt.

Nimmt man es ganz genau, fehlen dem Liga-Leader aus den Heimspielen gegen Königstein, Beienheim und gegen den Titelrivalen SF Friedrichsdorf sowie den Auswärts-Begegnungen am kommenden Sonntag in Stierstadt, Fechenheim und Usingen summa summarum noch vier Siege, um allen Eventualitäten aus dem Weg zu gehen. Dass man schon vor dem am letzten Spieltag vor eigenem Publikum steigenden Gipfeltreffen gegen SF Friedrichsdorf in Sachen Meisterschaft Vollzug melden kann, ist nach Ansicht von Hans Wrage natürlich das erklärte Ziel: »Hinter den Kulissen läuft jedenfalls alles nach Wunsch, denn die Personalplanungen sind so gut wie abgeschlossen«.

Die Faktenlage: SCD-Coach Frank Ziegler wird auf der Kommandobrücke ins vierte Jahr gehen. Als Co-Trainer ist Stefan Geppert vorgesehen. Julian Mistetzky gehört dem erweiterten Trainerstab an, soll sich aber vorwiegend als Spieler auf wichtige Defensiv-Aufgaben konzentrieren. Vom aktuellen Gruppenliga-Kader werden lediglich Maxi Bamberg und Joshua Bell (wahrscheinlich zur FSG Burg-Gräfenrode) den Klub definitiv verlassen. »Mit Tugay Kuzpinari und Ernad Dananovic müssen wir noch Gespräche führen. Alle anderen Spieler haben auch für die nächste Saison fest zugesagt. Teamintern ist alles im Lot«, verrät Wrage, der bezüglich der künftigen Kadergröße »20 Feldspieler und zwei Keeper« für notwendig erachtet. Deshalb seien drei Personalergänzungen durchaus wünschenswert: »Wir suchen noch einen Torwart sowie zwei flexibel einsetzbare Spieler in der Abwehr und im Angriff«. Dabei werde man, so Wrage, zwar auf Qualität achten, »aber sie müssen auch mental in die Mannschaft passen, sonst macht es keinen Sinn«.

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