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Wetterauer Duo an der Spitze

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Von: Harold Sekatsch

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(se). Jetzt sind es nur noch zwei Mannschaften ohne Punktverlust. Nach dem fünften Spieltag der Handball-Bezirksoberliga grüßen die HSG Mörlen und die TG Friedberg von ganz oben. Die Kreisstädter behielten bei der ESG Vollnkirchen/Dornholzhausen mit 30:26 die Oberhand. Mörlen hatte sich bereits am Donnerstag mit 29:28 gegen die HSG Linden durchgesetzt.

Am kommenden Samstag stehen sich beide Wetterauer Teams im direkten Duell gegenüber. Zwei Tage zuvor sind die Mörler allerdings schon bei der HSG Wettertal zu Gast, die mit einem 27:26-Erfolg ebenfalls siegreich von ihrem Gastspiel bei der HSG Lumdatal II zurückkehrte.

ESG Vollnkirchen/Dornholzhausen - TG Friedberg 26:30 (13:12): Die Friedberger mussten mehrere Ausfälle kompensieren. Beide Torhüter standen nicht zur Verfügung. »Dafür ist unser Torwarttrainer Eric Zerulla eingesprungen«, erklärte Coach Michael Razen, »er hat ein sehr gutes Spiel gemacht«. Zunächst aber lief es nicht so rund bei der TG. »Wir haben Probleme mit der offensiven Deckung von Vollnkirchen gehabt«, räumte der Friedberger Trainer ein. ESG-Coach Michael Bepler war mit dem Auftritt seiner Mannschaft sehr zufrieden, auch wenn gegen die körperlich starken Friedberger am Ende die Kräfte schwanden. »In den ersten 20, 25 Minuten haben wir eine bombenstarke Abwehrleistung hingelegt«, berichtete Bepler. In dieser Zeit gelangen den Wetterauern lediglich acht Treffer. Nach 25 Minuten führte der Neuling gegen den Titelanwärter mit 12:8, aber nach und nach zeigten die Friedberger ihre Klasse und fanden auch im Angriff die besseren Lösungen. Großen Anteil an der Wende hatte Luca Sattler, dem Razen die »mit Abstand beste Leistung im TG-Trikot« bescheinigte. Der Friedberger Übungsleiter bilanzierte: »In der zweiten Halbzeit waren wir deutlich präsenter und in der Deckung viel besser.« Die Verbindung Abwehr mit Eric Zerulla sei der Schlüssel zum Sieg gewesen, stellte Razen fest. Über weite Strecken verlief die Partie ausgeglichen, doch nach dem 20:20 (42.) setzten sich die Gäste ab. Nach 51 Minuten lag Friedberg mit 26:21 vorn und hatte damit die Entscheidung herbeigeführt.

Torschützen, Friedberg: Sattler (9), Beyster (6/6), Cadar (5), Engel (4), Methner (2), Durchdewald, Jonscher, Milius, Engel (je 1).

HSG Großen-Buseck/Beuern - MSG Florstadt/Gettenau 29:25 (11:11): Yannic Wenisch war an acht von elf MSG-Toren in der ersten Halbzeit beteiligt, meistens als Passgeber bzw. Vorbereiter. Er hielt die Wetterauer lange im Spiel. Dafür sorgte auch der Gäste-Neuzugang Niklas Wagner. In der ersten Hälfte agierten beide Torhüter sehr sicher. Allerdings stellte HSG-Coach Carsten Schäfer im Laufe der Begegnung seine Abwehr um und brachte sein Team damit auf die Siegerstraße. Die Busecker konnten sich Stück für Stück absetzen. Wenig erbaut vom Ausgang der Partie war MSG-Trainer Thorsten Dietzel, der seine Truppe als »die spielerisch bessere Mannschaft« sah, aber einräumen musste: »Wir sind am gegnerischen Torwart gescheitert. Dabei haben wir 15 ›Freie‹ verworfen.« Vor der Pause begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Zwar konnten die Gäste aus der Wetterau zwischenzeitlich mit 10:7 (23.) in Führung gehen, doch die Busecker schafften binnen vier Minuten den Ausgleich und machten auch nach Wiederbeginn den 12:14-Rückstand (34.) wett. Eine Viertelstunde vor dem Ende führten die Hausherren mit 21:17. Dem Florstädter Schlussfeuerwerk konnte die HSG widerstehen. Die Wetterauer warten weiter auf die ersten Zähler.

Torschützen, Florstadt/Gettenau: Greife (4/1), Baumgartl, Grosso (je 4), Peppler (3/1), Wenisch, Schildger (je 3), Starck (2), Wagner, Jankowetz (je 1):

HSG Lumdatal II - HSG Wettertal 26:27 (10:14): Wettertal erwischte einen Traumstart. Die Gastgeber verpatzten den Auftakt völlig. Nach zehn Minuten führten die Wetterauer mit 7:1, nach 20 Minuten hieß es 11:4 für den Gast. »Eine starke Abwehr und eine sehr gute Angriffsleistung« sah in dieser Phase Wettertals Trainer Sven Tauber bei seinem Team. »Dann kam der Schlendrian, und Lumdatal verkürzte bis zur 26. Minute auf 9:11.« »Wir haben uns aufgerappelt und die Deckung auf 5:1 umgestellt, mit Lorenz Lindenthal an der Spitze«, erklärte der Lumdataler Coach Fabian Hoepfner. Doch mit drei Toren hintereinander verschafften sich die Wettertaler wieder etwas Luft und zogen bis zehn Minuten nach Wiederbeginn auf 19:14 davon. Die Hausherren bewiesen Moral und stellten nach 52 Minuten den Gleichstand zum 22:22 her. »Wir haben das Spielen eingestellt und wollten mit dem Kopf durch die Wand«, beschrieb Tauber diese Phase aus Sicht der Gäste. In den letzten Minuten holten die Wettertaler aber wieder einen Zwei-Tore-Vorsprung heraus und lagen eine Minute vor dem Ende mit 27:25 vorn. Lumdatal schaffte zwar wenige Sekunden vor dem Ende noch den Anschluss, doch der Gästesieg sollte nicht mehr in Gefahr geraten.

Torschützen, Wettertal: Walter (6/1), Kreuzer (4), Ockenfels, Kielich, Timo Metzger (je 3), Kneissl, Andreas Boller, Schmidt (je 2), Zimmer, Kaus (je 1).

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