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Wettertal erledigt Pflicht in Marburg

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Von: Harold Sekatsch

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Der Wettertaler Merlin Metzger steuert sieben Treffer zum Erfolg seines Teams in Marburg bei. © Timo Jaux

(se). Zwei von drei Wetterauer Handball-Mannschaften sind am Wochenende in den zweiten Teil der Bezirksoberliga-Saison eingestiegen. Dabei musste die HSG Mörlen in der Aufstiegsrunde eine 24:29-Niederlage bei der HSG Dilltal quittieren. Die geplante Partie der MSG Florstadt/Gettenau bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III wurde coronabedingt verlegt und soll nun am 6.

Mai nachgeholt werden.

Indes konnte die HSG Wettertal zum Auftakt der Abstiegsrunde den erwarteten 31:22-Erfolg bei der HSG Marburg/Cappel verbuchen. »Das war klassischer Abstiegskampf«, bewertete Wettertals Trainer Sven Tauber die Partie, »Nicht schön, aber am Ende erfolgreich.« Wie wichtig der Sieg der Wetterauer noch werden könnte, zeigt sich erst am Saisonende. Allerdings deutet sich jetzt schon an, dass man in der Bezirksoberliga mit einer erhöhten Anzahl an Absteigern rechnen muss. Immerhin befinden sich auf den letzten fünf Plätzen in der Abstiegsrunde der Landesliga Mitte vier Teams aus dem Bezirk Gießen.

Aufstiegsrunde / HSG Dilltal - HSG Mörlen 29:24 (13:11): »Mit der Leistung und Einstellung bin ich zufrieden. Darauf können wir aufbauen«, sagte Mörlens Trainer Kevin Dannwolf nach der Partie und zeigte sich im Großen und Ganzen zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Die Mörler hatte einige angeschlagene Spieler in ihren Reihen und mussten ihren Kader mit Akteuren aus der »Zweiten« auffüllen. »Wir konnten befreit aufspielen und haben es einfach versucht. Dennoch hat die Mannschaft unfassbar viele technische Fehler gemacht«, ergänzte Dannwolf. »Bei dieser hohen Fehlerquote hatten wir keine Chance.«

Bernd Wagner, Trainer der HSG Dilltal, sah das Spiel mit einem weinenden und einem lachenden Auge: »Die vielen Fehler sind nicht schön, aber es hat gereicht.« Der Dilltaler Coach bemängelte zwar die Fehler und die Tatsache, dass viele »Freie« vergeben worden seien, durch die Mörlen im Spiel gehalten wurde, doch im Laufe der Partie habe seine Mannschaft die Fehlerquote reduziert und die Chancen besser genutzt. Unter dem Strich stand ein verdienter Sieg für Dilltal, der sich aber zunächst nicht abzeichnete.

8:8 hieß es nach 20 Minuten, ehe die Gastgeber auf 11:8 davonzogen und nach 43 Minuten sogar mit 20:15 vorn lagen. Danach waren die Mörler nicht in der Lage, den Rückstand zu verringern und kassierten eine Niederlage, die allerdings noch einigermaßen im Rahmen blieb. - Beste Werfer, Mörlen: Alt (5), Berger (4), Wulf (3/1), Klug, Bernhard Dietz (beide 3).

Abstiegsrunde / HSG Marburg/Cappel - HSG Wettertal 22:31 (10:13): »Ein holpriger Start von uns«, bemerkte Gästecoach Sven Tauber, dessen HSG Wettertal rund 40 Minuten brauchte, um sich von den Gastgebern deutlich abzusetzen. Davor war es eine knappe Angelegenheit. Wettertal legte zwar immer wieder mehrere Tore vor, doch die Marburger schafften es immer wieder, den Anschluss herzustellen. So hieß es nach einer Viertelstunde 5:5. Fünf Minuten vor der Pause führten die Wettertaler mit 11:10, lagen fünf Minuten nach Wiederbeginn zwar mit 16:11 vorn, doch weitere sechs Zeigerumdrehungen später befanden sich die Marburger beim 16:18 wieder in Schlagdistanz. Danach allerdings zogen die Gäste unaufhaltsam davon. »Die Gründe dafür«, berichtete Tauber, »waren der überragende Steffen Roth im Tor und ein Einbruch der Marburger, da sie sich danach mehr und mehr geöffnet haben.« So lag der Gast nach 50 Minuten mit 23:17 vorn und baute in den verbleibenden zehn Minuten die Führung weiter aus. »Natürlich war es gut, dass wir in Halbzeit zwei besser gedeckt und nach und nach Lösungen im Angriff gefunden haben«, bemerkte Tauber, der trotz des deutlichen Sieges forderte: »Eine Steigerung muss her!«

Beste Werfer, Wettertal: Kielich (8), Florian Großmann (7/2), Merlin Metzger (7).

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