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Wettertal qualifiziert sich für Playoffs

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Von: Marieke Naß

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Jennifer Wolfner (l., HSG Wettertal) kann den Ball zu einer Mannschaftskollegin passen. Thea Roesner (13) von der HSG Butzbach verteidigt am Kreis. © Timo Jaux

(mna). In der Handball-Bezirksoberliga der Frauen (Gruppe 2) konnte die HSG Wettertal das Derby gegen die HSG Butzbach mit 25:19 (15:14) für sich entscheiden, während die FSG Gettenau/Florstadt beim Tabellenzweiten unglücklich mit 26:30 (16:14) unterlag und eine Überraschung knapp verpasste. Vor den drei noch nachzuholenden Partien in dieser Klasse stehen Mörlen, Butzbach und Gettenau/Florstadt als Teilnehmer an der Abstiegsrunde fest, während Wettertal um den Aufstieg spielen darf.

HSG Wettertal - HSG Butzbach 25:19 (15:14): Das Hinspiel in Butzbach entschieden die Wettertalerinnen noch klar mit 31:18 für sich, doch diesmal zeigten die Gäste von Anfang an Kampfgeist. Die Heimsieben legte eine 3:1-Führung vor (4.), ehe Butzbachs Top-Torschützin Nina Luh in der elften Minute zum 6:6 ausglich und ihr Team in der Folge sogar mit zwei Toren in Führung ging (9:7, 16.). Bis zur Pause kippte die Partie aber wieder zugunsten der Gastgeberinnen, sodass beim 15:14 die Seiten getauscht wurden. Nach dem Wechsel stellte der Wettertaler Trainer Tim Langsdorf die Abwehr um und ließ Butzbachs Nina Luh in Manndeckung nehmen. Diese Maßnahme sollte Früchte tragen, denn die davor noch recht löchrige Defensive stabilisierte sich und generierte schnelle Ballgewinne. So zog die Heim-HSG bis zur 43. Minute auf 20:15 davon und sollte das Spiel nun vollends in den Griff bekommen. Die tapfer kämpfenden Schützlinge von Butzbachs Trainer Carsten Dannwolf ließen zwar nicht komplett abreißen (18:23, 51.), sollten den Rückstand aber nicht mehr aufholen. So ging das Derby verdient an Wettertal. »Im Vergleich zu letzter Woche war das heute eine solide Vorstellung, aber dennoch ist insbesondere in der Deckung noch Luft nach oben«, resümierte Langsdorf, der Alina Rettig sowie Mona Weil eine starke Defensivleistung bescheinigte und Charlotte Brückels Treffsicherheit vom Siebenmeterpunkt lobte. Auch Dannwolf war nicht unzufrieden: »Das war unser stärkstes Saisonspiel. Wir haben den Favoriten lange geärgert, und unsere A-Jugendlichen haben sich erneut stark eingebracht.«

Beste Torschützinnen / Wettertal: Brückel (8/5), Wolfner (5), Rettig (3). / Butzbach: Luh (7/4), Stuppy (5), Müller, Roesner (je 2).

HSG Gedern/Nidda II - FSG Gettenau/Florstadt 30:26 (14:16): Das Team von FSG-Trainer Daniel Zschocke hatte sich vorgenommen, die favorisierte Drittligareserve möglichst lange zu ärgern. Dies sollte von Beginn an hervorragend gelingen. Bis zur zehnten Minute erarbeiteten sich die Gäste eine 7:4-Führung, die sogar auf 9:4 ausgebaut werden konnte (12.). Der Vorsprung schmolz zwar wieder, aber auch zur Halbzeitpause hatte die FSG die Nase vorn. Nach der Pause deutete anfangs weiterhin alles auf eine faustdicke Überraschung hin. In der 35. Minute führte die Zschocke-Sieben mit 20:15, doch in der Folge geriet man in eine Schwächephase. Fehler im Abschluss und Nachlässigkeiten in der Abwehr häuften sich nun. Der Tabellenzweite nutzte nun jede sich bietende Chance, glich in der 45. Minute zum 22:22 aus und übernahm anschließend die Führung. Gut vier Minuten vor Schluss lag Gettenau/Florstadt mit 25:27 zurück, hatte das Glück aber nicht auf seiner Seite und unterlag am Ende zu deutlich mit 26:30. Aus Sicht von Daniel Zschocke durchaus ärgerlich: »Zumindest einen Punkt hätten wir sicherlich verdient gehabt, für einen Sieg haben wir vermutlich zu viele Chancen ungenutzt gelassen. Der Pfosten in der Gederner Halle hat wahrscheinlich jetzt ein Loch«, gab der Übungsleiter schmunzelnd zu Protokoll und ergänzte: »Auf die gezeigte Leistung können wir stolz sein und mit einem guten Gefühl in die Abstiegsrunde gehen.«

Beste Torschützinnen / FSG Gettenau/Florstadt: Müller (8/5), Schulz, Borst (je 4).

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