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Wetzlar drängt auf zweiten Heimsieg

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Von: Daniela Pieth

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(pie). In der Handball-Bundesliga genießt die HSG Wetzlar am heutigen Samstag (20.30 Uhr) Heimrecht. In der Buderus-Arena wird der Handball Sport Verein (HSV) Hamburg vorstellig. Und nach dem Sieg in Minden soll nun der zweite Heimerfolg her.

Trotz des Befreiungsschlags in Nordrhein-Westfalen ist der Druck längst nicht vom Wetzlarer Kessel. »Wir wissen um die Situation und dass wir viele Punkte haben liegenlassen. Jetzt haben wir in Minden das erste Mal ein Spiel in der Crunchtime wirklich gedreht«, blickt HSG-Trainer Benjamin Matschke zurück.

Der jungen Garde um Jovica Nikolic, Ragojica Cepic, Jonas Schelker, Lukas Becher und Hendrik Wagner sollte diese Partie Selbstvertrauen geben. »Das war eine Teamleistung, jeder hatte seine Momente. Wäre schön, wenn wir das als Team am Samstag reproduzieren.« Für Matschke sind Situationen wie die der HSG momentan nichts Neues. Bei den Eulen Ludwigshafen erlebte er ähnliches über vier Jahre. »Ich glaube, ich weiß beurteilen zu können, was in so einer Phase notwendig ist. Ich war fokussiert, ich hatte einen Plan.«

Sein Staff mit Co-Trainer Filip Mirkulovski, Athletiktrainer Thomas Reichel, Mentaltrainerin Hanna Huber, den Physiotherapeuten und Betreuer Stefan Rühl war in der englischen Woche eng bei ihm. Nach dem Sieg in Minden war Matschke erleichtert. »Weil ich weiß, dass der eine oder andere in Mittelhessen sich Sorgen um die HSG macht. Aber ich weiß um die Situation und dass wir noch ein paar Punkte brauchen.«

Hamburg derweil spielt bislang eine ausgeglichene Saison. 6:6 Punkte stehen zu Buche und damit der zehnte Platz. Nach der Länderspielpause im Oktober gelangen der Mannschaft von Coach Torsten Jansen Siege gegen den VfL Gummersbach und beim TBV Lemgo-Lippe. Besonders spektakulär war der 40:37-Erfolg gegen die Rhein-Neckar Löwen, die bis dahin erst zwei Punkte abgegeben hatten. Im Anschluss unterlag man jedoch in der englischen Woche erst beim HC Erlangen und am Sonntag auch gegen die Füchse Berlin.

Die Belastung war auch für Wetzlar zuletzt hoch. »Es war eine Woche, die uns emotional, physisch und psychisch alles abverlangt hat«, erklärt Matschke. »Diese drei Spiele in sieben Tagen und der Umgang mit den Ergebnissen.« So war in dieser Woche viel Regeneration angesagt, damit für das Duell gegen Hamburg alle fit sind.

Problematisch könnte die späte Anwurfzeit werden. »Das ist nicht einfach, das machen wir schon zum Thema. Wir weisen die Jungs darauf hin, wann es clever ist, noch mal was zu essen oder noch mal zu schlafen.«

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