Wetzlarer Kraftakt in Minden

(vre/bf). Es wa r die von HSG-Coach Ben Matschke befürchtete schwere Auswärtspartie gegen den Tabellenletzten TSV GWD Minden. Ein bis zur letzten Minute offenes Handball-Bundesliga-Spiel konnten die Wetzlarer letztlich knapp mit 24:23 (12:10) für sich entscheiden. Damit haben die Mittelhessen vor dem letzten Spiel des Jahres beim TuS N-Lübbecke am kommenden Montag die beste Hinserie ihrer Geschichte gespielt.

Die HSG fand nur mühevoll in die Begegnung. Dabei gelang es den Hausherren aus Minden, in den ersten 20 Minuten ihr Tempospiel gegen die groß gewachsene Wetzlarer Verteidigung konsequent durchzuziehen und immer wieder mit mindestens einem Tor Vorsprung die Führung zu behalten. Auch sahen die Matschke-Jungs in der Anfangsphase kaum Land im Angriff, da die GWD-Verteidigung nur wenig zuließ. Lenny Rubin erwischte unterdessen einen schwachen Tag und blieb ohne Treffer. Nachdem Maximilian Holst einen Siebenmeter frech über den 2,08 Meter großen Minden-Keeper Malte Semisch gelupft hatte (4:7, 16.), berappelte sich die HSG-Offensive und kämpfte sich Tor für Tor heran (6:7, 21.). Auch von einer Roten Karte gegen Felix Danner, der seinen Gegenspieler unglücklich im Gesicht traf (22.), ließen sich die Gäste nicht beirren. Adam Nyfjäll erzielte in der 26. Minute die erste Führung für die Mittelhessen (9:8). Bis zur Pause setzte sich die HSG auf 12:10 ab.

Nach dem Wechsel gelang es der HSG, weiterhin souverän die Führung zu halten und bis auf drei Treffer davonzuziehen (17:14, 43.). Doch die Mindener kamen immer wieder zu Tempogegenstößen, die sie erfolgreich verwandelten. Besonders Mohamed Darmoul wusste auf GWD-Seite in Halbzeit zwei mit sieben Treffern zu überzeugen. Als die HSG in der 58. Minute beim Stand von 22:22 auf eine 5:1-Abwehr umstellte und so erfolgreich den Ball gewann, erzielte Emil Mellegard im Gegenstoß das 23:22. Dies brachte die HSG erfolgreich über die Zeit und machte so den 24:23-Erfolg perfekt.

Lars Weissgerber bleibt bis 2024

Am Donnerstag verkündete der Klub eine wichtige Personalie. Unmittelbar vor Weihnachten hat Rechtsaußen Lars Weissgerber seinen Vertrag vorzeitig um zwei Jahre bis 2024 verlängert. Der gebürtige Saarländer bildet somit auch kommende Saison ein Gespann mit dem slowenischen Nationalspieler Domen Novak.

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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