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Wolf ist nicht zu stoppen

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Von: Harold Sekatsch

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Wenngleich es Niklas Wagner von der MSG Florstadt/Gettenau hier versucht, der Friedberger Fabian Wolf (l.) ist am Samstag im Derby einfach nicht aufzuhalten und erzielt elf Tore. NICI MERZ © Nicole Merz

(se). In Lauerstellung befindet sich weiterhin Handball-Bezirksoberligist TG Friedberg, der das Wetterau-Derby gegen die MSG Florstadt/Gettenau mit 34:31 gewann. Die HSG Linden bleibt derweil an der Tabellenspitze. Im Schlagerspiel dieser Klasse besiegten die Lindener am Sonntagabend die HSG Wettenberg II mit 25:24 und verbesserten die eigene Punktebilanz auf 18:

2, während die Wettenberger bei nunmehr 16:4 Zählern auf Rang drei zurückfielen. Friedberg ist mit 14:4 Punkten Vierter. Platz zwei bekleidet die HSG Hungen/Lich (16:2), die diesmal nicht im Einsatz war, aber am kommenden Samstag in Lützellinden bei der HSG Linden in einem weiteren Spitzenspiel zu Gast sein wird. Ebenfalls in Lauerstellung befindet sich die HSG Kirchhain/Neustadt, die gegen den TV Wetzlar mit 37:25 gewann. Dahinter folgt auf Position sechs die HSG Mörlen, die durch die 26:29-Niederlage beim TSV Lang-Göns allerdings Federn lassen musste. Die HSG Wettertal feierte indes einen 32:30-Heimerfolg über die HSG Großen-Buseck/Beuern.

TG Friedberg - MSG Florstadt/Gettenau 34:31 (16:19): »Wir kamen gut in die Partie«, berichtete TG-Trainer Michael Razen, »doch nach der 5:2-Führung (6.) kam ein Bruch in unser Spiel«. Innerhalb der nächsten Viertelstunde wandelten die Gäste den Rückstand in eine schon respektable 16:10-Führung um. »Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt«, fasste MSG-Coach Thorsten Dietzel das Geschehen in diesem Abschnitt zusammen, »und haben taktisch das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten«. Bis zur Pause konnten die Hausherren den Rückstand aber auf drei Treffer reduzieren. »Leider haben wir uns selbst unter Druck gesetzt, daher mussten wir immer nachlegen«, berichtete Thorsten Dietzel.

Nachdem die Friedberger im ersten Durchgang über weite Strecken in den Augen ihres Trainers »vogelwild« gespielt hatten mit »schwacher Deckung« und »überhasteten Abschlüssen im Angriff«, steigerte sich die Mannschaft im zweiten Durchgang. »Die Jungs haben gekämpft«, lobte Razen seine Spieler. Angeführt vom sehr gut aufgelegten Max Beyster kam die TG in der 36. Minute zum Gleichstand (21:21). Bis zur 45. Minute stand die Partie auf des Messers Schneide, ehe sich die Heimmannschaft auf vier Tore absetzte (29:25/49.). TG-Akteur Fabian Wolf sollten bis zur Schlusssirene elf Treffer gelingen. Doch noch gaben sich die Derby-Gäste nicht geschlagen und kamen bis zur 56. Minute auf 29:30 heran. Erst in der letzten Minute setzen sich die Friedberger wieder ab und lagen am Ende mit drei Toren vorn. »Wir haben weiterhin einen deutlichen Aufwärtstrend«, stellte hinterher Thorsten Dietzel fest, »leider fehlen uns die Punkte«. Michael Razen freute sich über den Sieg und sprach von dem »erwartet schweren Spiel«, aber auch von einer »Anspannung bis zur 60. Minute«.

Tore, Friedberg: Wolf (11/2), Ploner (6), Beyster (5/3), Philipp Engel (4), Methner (3), Patrick Engel, Jonscher (je 2), Seibert (1). - Florstadt/Gettenau: Potschka (7), Peppler (6/4), Wenisch (6), Schildger, Stewen (je 3), Baumgartl, Grosso (je 2), Wagner, Briesen (je 1).

HSG Wettertal - HSG Großen-Buseck/Beuern 32:30 (17:15): Obwohl die Gäste in dieser Partie nicht einmal in Führung lagen, war es über weite Strecken ein enges Spiel. »Wir sind überhaupt nicht ins Spiel reingekommen und haben in keiner Deckungsformation Lust verspürt, ein Bezirksoberligaspiel zu gewinnen«, stellte hinterher Gästetrainer Carsten Schäfer fest. Sein Kollege aufseiten der Wettertaler, Sven Tauber, freute sich dagegen über den Auftritt seiner Mannschaft: »Wir haben von Beginn an gute Lösungen gegen die offensive Deckung des Gegners gefunden«, sagte er und ergänzte: »Der Carsten musste dann auf 6:0 umstellen.« Dennoch blieb es weitgehend eng. Bis zur 28. Minute beim Spielstand von 15:15 verlief die Partie ausgeglichen, ehe Leon Kaus und Christian Schmidt bis zur Pause die Zwei-Tore-Führung für Wettertal herauswarfen. Tauber sah im ersten Abschnitt eine gute Angriffsleistung bei seiner Mannschaft mit einem sehr guten Leon Kaus und einem starken Merlin Metzger auf Außen. Zudem lobte der Heim-Coach die Leistung von Torhüter Julian Schremmer, die gute Arbeit in der Deckung von Yannick Kreuzer und Andreas Boller, die den starken Gästeschützen Jan Schneider im einstelligen Bereich hielten.

Nach dem Wechsel steigerte sich bei Wettertal die Defensive, die mehrfach einfache eigene Tore durch Tempogegenstöße ermöglichte. Und das schlug sich auch im Zwischenstand nieder. So führten die Gastgeber nach 45 Minuten mit 27:21. »Wir sind zwölf Minuten vor Schluss mit einer doppelten Manndeckung ›all in‹ gegangen«, berichtete Schäfer. Diese Maßnahme war zwar zunächst erfolgreich. Die Gäste reduzierten den Rückstand auf zwei Treffer. Es reichte aber nicht aus, um die Wende herbeizuführen, zumal die Wettertaler in den entscheidenden Phasen wichtige Tore warfen. »Unter dem Strich ein verdienter Erfolg«, befand Tauber, während Schäfer im von den Gastgebern gewonnenen Torwartduell einen wesentlichen Grund für die Niederlage seiner Mannschaft sah.

Tore, Wettertal: Merlin Metzger (10/1), Walter, Kaus, Schmidt (je 5), Kreuzer, Kielich (je 3), Andreas Boller (1).

TSV Lang-Göns - HSG Mörlen 29:26 (14:9): Den Grundstein für den Sieg haben die Langgönser in der ersten Halbzeit gelegt. »Vor allem durch konzentrierte, gute Abwehrarbeit haben wir uns nach der ausgeglichenen Anfangsphase abgesetzt«, erklärte TSV-Spielertrainer Nico Piazzolla. »Im Angriff wurden die Vorgaben umgesetzt, allerdings kann man die Wurfquote definitiv ausbauen.« Bis zur achten Minute beim Spielstand von 4:4 verlief die Partie ausgeglichen, ehe sich die Hausherren nach und nach absetzten. Nach einem von Eric Dürl verwandelten direkten Freiwurf gingen die Gastgeber mit einem 14:9 in die Pause. Mörlens Coach Kevin Dannwolf zeigte sich sehr enttäuscht vom Auftritt seiner Truppe. »Wir haben kopflos und undiszipliniert gespielt«, sagt er hinterher, »und haben verdient verloren«.

Im zweiten Durchgang kamen die Gäste wieder heran und nutzten dabei Fehlwürfe des TSV zu Tempogegenstößen. Nach 43 Minuten gelang dem Mörler Sebastian Bischof sogar der Treffer zum 18:18-Ausgleich. Vorübergehend stand das Spiel auf der Kippe, ehe die Heimmannschaft wieder vorlegte und danach den Vorsprung über die Zeit brachte. »Wir haben uns auch durch die wechselnden Deckungsvarianten des Gegners nicht aus der Ruhe bringen lassen und verdient gewonnen«, stellte zum Abschluss Nico Piazzolla fest. »Wir haben zu viele Fehler gemacht«, lautete das Fazit von Dannwolf, der den Sieg der Gastgeber ebenfalls als verdient ansah.

Tore, Mörlen: Alt (8), Frosch (5/3), Bischof (4), Berger (3), Berlich, Otto (je 2), Anhäuser, Bernhard Dietz (je 1)

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Auszeit: Trainer Thorsten Dietzel sagt die nächsten Spielzüge der MSG Florstadt/Gettenau an. © Nicole Merz

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