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Youngster erhalten Chance

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Von: Peter Hett

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(hep). In der Abstiegsrunde der Handball-Oberliga verlor der TV Petterweil in seinem vorletzten Spiel bei der TSG Münster mit 22:30 (14:15). »Mit Blick auf den Spielverlauf und unseren kämpferischen Einsatz ist die Niederlage unter dem Strich um einige Tore zu hoch ausgefallen«, befand Petterweils Co-Trainer Gebhard Fink. »Und nein, hier wurde nichts abgeschenkt«, unterstrich er mit Nachdruck.

Die personellen Probleme seiner Mannschaft waren einfach zu groß, um dem Druck der Hausherren über die gesamte Spielzeit Stand zu halten. Neben drei Langzeitverletzten fielen mit Stephan Pletz und Mario Fernandes kurzfristig zwei weitere Eckpfeiler Corona-bedingt aus. »Die beiden sind hinten und vorne eigentlich nicht zu ersetzen. In der Abwehr war der Mittelblock gesprengt, und im Angriff fehlten der Zielspieler und der Mann für einfache Tore«, klärte Fink auf.

Wie von Trainer Martin Peschke angekündigt, wurde der Kader mit drei Jugendlichen aufgefüllt. Dies führte zu der interessanten Konstellation, dass mit Benedikt, Leonhard und Johannes Pfeiffer gleich drei Brüder aufliefen und neben Torwart Iteb Bouali auch noch sein Sohn Jassem spielte. Gegebenheiten, die es in dieser Form in der Petterweiler Handballgeschichte noch nicht gab. »Unsere Youngster haben in der Endphase, als das Spiel mit einem Fünf-Tore-Rückstand entschieden war, ihre Einsatzzeiten erhalten und es gut gemacht«, befand TVP-Trainer Peschke.

Die erste Halbzeit verlief fast ausgeglichen und entwickelte sich zu einem Duell zwischen der Gästeabwehr und TSG-Shooter Patrick Weber, der zur Hälfte des Spiels bereits zehn Tore auf dem Konto hatte. Nachdem Johannes Pfeiffer seinen TVP mit 4:3 in Führung geworfen hatte (10.), dominierten die Gäste. Bis auf 11:8 (Jonas Koffler/18.) setzte man sich ab. Mit vier Toren in Folge drehte Münster die Partie und übernahm mit dem 12:11 (23.) die Pole-Position.

Die ersten Minuten der zweiten Hälfte gehörten wieder dem Gast. Mit 19:16 (35.) legte Petterweil vor. »Wir haben Weber nach dem Wechsel in Manndeckung genommen«, zeigte Peschke den Grund dafür auf. Aber TSG-Spielertrainer Daniel Wernig hatte ebenfalls einen taktischen Kniff parat und agierte fortan im Sieben-gegen-sechs: Für die TSG das Erfolgsrezept. Mit einem 7:0-Lauf drehte die Mannschaft aus dem Kelkheimer Stadtteil das Spiel und zog bis zur 48. Minute auf 23:19 davon. Drei Minuten später war das Spiel mit dem 25:20 entschieden. Petterweil gab in der Endphase dem Nachwuchs eine Chance. »Der Ausfall von fünf Stammspielern war langfristig nicht zu kompensieren«, bedauerte TVP-Trainer Peschke.

TSG Münster: Bolling, Müller (1); Hranjec (3), Wernig (4/1), Ikenmeyer (1), Gonzalez-Borja, Jacobi (1), Lodders (1), Marxer (2), Jökel, Gerntke (3), Rausch, Weber (13/1), Fegert (1).

TV Petterweil: Iteb Bouali, Ahlborn; Jassem Bouali (1), Bachmann, Kusan (3), Koch (1), Henneberger, Benedikt Pfeiffer, Leonhard Pfeiffer (1), Johannes Pfeiffer (2/1), Jonas Koffler (6/1), Neuhalfen (3), Wassberg (3), Jankovic (2).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Hegebarth/Schönberger (Eltville). - Zuschauer: 250. - Siebenmeter: 3/2:2/2. - Zeitstrafen: 4:6 Minuten.

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