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Torwart Helmut Michalke und seine MSG Florstadt/Gettenau kommen beim Gipfeltreffen bei der HSG Kleenheim/Langgöns II nicht über 24 eigene Treffer hinaus. Im Florstädter Kasten schlägt es 31 mal ein.

Zu viele Fehler in Halbzeit eins

  • Harold Sekatsch
    VonHarold Sekatsch
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(se). Zwei Begegnungen standen am vergangenen Wochenende in der Gruppe 2 der Handball-Bezirksoberliga Gießen an. Im Spitzenspiel unterlag der Rangzweite MSG Florstadt/Gettenau beim Klassenprimus HSG Kleenheim/Langgöns II mit 24:31. Damit bauten die Gastgeber ihre Führung an der Spitze aus und weisen nun 9:1 Zähler auf, die Wetterauer haben 6:4 Punkte auf dem Konto.

In einer weiteren Partie behielt die HSG Mörlen mit 28:23 bei der HSG Linden II die Oberhand.

Fortgesetzt werden soll die Punktrunde in beiden Bezirksoberliga-Staffeln am 8./9. Januar 2022. Zwei der drei in Gruppe 2 bisher ausgefallenen Spiele sind inzwischen neu terminiert worden: Darunter auch die Partie der HSG Wettertal gegen die SG Rechtenbach, die nun am 25. Januar stattfinden soll.

HSG Kleenheim/Langgöns II - MSG Florstadt/Gettenau 31:24 (16:8): Bei sieben Toren Differenz bewerteten beide Trainer die Partie höchst unterschiedlich. »Das war ein sehr gutes Spiel von uns, vor allem in der ersten Halbzeit«, stellte Kleenheims Coach Julian Reusch fest. »Wir haben offensiv aus einer stabilen Deckung heraus mit viel Tempo gespielt. Auch im gebundenen Spiel haben wir es geschafft, die körperlich starke Florstädter Abwehr in Bewegung zu bekommen.« Sein Kollege aufseiten der Wetterauer, Thorsten Dietzel, konstatierte: »In der ersten Halbzeit haben wir zu viele technische Fehler gemacht. Gerade in den ersten 15 Minuten hat die Abwehr nicht gut gestanden. Das wurde erst mit der defensiveren Ausrichtung besser.« So führten die Hausherren nach 15 Minuten schon deutlich mit 10:4 und hatten damit die Grundlage für den späteren Sieg gelegt. Bis zum Seitenwechsel bauten die Kleenheimer ihren Vorsprung sogar auf acht Tore aus. »Dem Rückstand sind wir immer hinterhergelaufen«, bedauerte Dietzel, dessen Mannschaft es nicht schaffte, den gegnerischen Vorsprung entscheidend zu reduzieren. Die Kleenheimer hielten die Gäste auf Distanz. Allerdings war Trainer Julian Reusch mit dem Auftritt seiner Mannschaft im zweiten Durchgang nicht zufrieden. »Wir haben zu viele technische Fehler gemacht. Das hat mich persönlich stark geärgert«, vermisste er einmal mehr die Konstanz im Spiel. Trotz der Niederlage war Dietzel auf der anderen Seite nicht völlig unzufrieden: »Positiv war, dass wir uns nicht aufgegeben haben«, sagte er. Die Spielstände von 21:12 (40.) und 28:19 (50.) belegen, dass der Sieg des Tabellenführers nach der Pause aber nicht ansatzweise in Gefahr geriet.

Beste Torschützen, Kleenheim/Langgöns II: Weller (10/2), Klarner (5), Keßler (4/2), Faatz (4), Philipp Schäfer, Keil (beide 3). - Florstadt/Gettenau: Peppler (5/1), Starck (5), Schildger, Stewen (je 4), Wenisch (3).

HSG Linden II - HSG Mörlen 23:28 (9:16): »Wir haben eine bärenstarke erste Halbzeit gespielt«, zeigte sich Mörlens Trainer Kevin Dannwolf hinterher erfreut über die Leistung seiner Mannschaft. »Damit hatte ich nicht gerechnet, da wir fünf Ausfälle zu verkraften hatten.« Tief enttäuscht zeigte sich auf der anderen Seite Sören Asboe, Trainer der Lindener »Zweiten«. »Wir sind in der ersten Halbzeit überhaupt nicht ins Spiel gekommen«, befand er und monierte vor allem das Zweikampfverhalten seiner Truppe. Nach zehn Minuten lag seine Mannschaft bereits mit 1:6 im Hintertreffen. »Wir haben uns davon nicht mehr erholt und auch nicht die nötige Aggressivität in der Abwehr gefunden.«

Die Folge: Mörlen baute den Vorsprung bis zum Wechsel auf 16:9 aus. »Die erste Halbzeit war der Schlüssel zum Erfolg«, stellte Dannwolf zu Recht fest, denn im zweiten Durchgang entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. »Wir haben die Abwehr auf eine 4:2- und teilweise auf eine 3:3-Formation umgestellt. Das lief dann zufriedenstellend«, berichtete Asboe. Allerdings: »Die Fehlerquote war extrem hoch, und die Abschlüsse waren mangelhaft. So wird es im Abstiegskampf extrem schwierig.«

Dannwolf zeigte sich dagegen rundum zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge: »Ich bin richtig stolz auf meine Mannschaft, da vor allem Kampf, Emotionen und Leidenschaft gestimmt haben.«

Beste Torschützen, Linden; Rühl (7), Laun, Kehl (je 4), Hirzmann, Lenz (je 3). - Mörlen: Bernhard Dietz (6/2), Alt (6), Wulf (5/3), Berger (5),Berlich, Otto (je 3).

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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