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Zu wenig für eine Überraschung

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Von: Daniela Pieth

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Torhüter Anadin Suljakovic und die HSG Wetzlar haben Flensburg nicht in Bedrängnis bringen können. OV © Oliver Vogler

(pie). Zu viele Fehler, zu viele Fehlwürfe - so kann man einem Spitzenteam der Handball-Bundesliga nicht Paroli bieten. Die HSG Wetzlar unterlag der SG Flensburg-Handewitt mit 22:27 (11:16).

Nach der 2:0-Führung durch Lenny Rubin und Lars Weissgerber übernahmen die Gäste langsam das Kommando. Beim 3:4 von Emil Mellegard war es mit der grün-weißen Sturm- und Drangzeit erst mal vorbei. Die Flensburger zerlegten die ihnen entgegengestellte 5:1-Defensive und setzten sich in der elften Minute durch Magnus Rød auf 7:3 ab. Auch die Wucht eines Aaron Mensing vermochte Wetzlar nicht zu stoppen. Den Ball sah Wetzlars Torhüter Till Klimpke kaum, spürte oft nur den Luftzug und hörte das Klatschen des Leders im Netz. Die von HSG-Trainer Benjamin Matschke einberufene Auszeit zeigte keine Wirkung. Immer wieder räumten die Gäste auf den Außen ab und legten durch Johan Hansen auf 11:4 vor.

Es dauerte neun Minuten, bis die Wetzlarer beim 5:11 durch Hendrik Wagner mal wieder den Ball im Tor unterbrachten. In der Zwischenzeit war es vor allem Benjamin Buric, der seinen Vorderleuten den Rücken freihielt. Der Ex-Wetzlarer hatte den Vorzug vor Kevin Møller erhalten und kassierte ein Sonderlob von SG-Coach Maik Machulla.

Vladan Lipovina fand aufseiten der HSG nicht in die Partie und wurde früh durch Jovica Nikolic ersetzt. Sofort machte er mehr Alarm auf seiner Seite. »Er hat ein erfrischendes Spiel gemacht«, lobte Matschke. Auch Klimpke musste das Feld für Anadin Suljakovic räumen. Vor ihm agierte eine stabilere 6:0-Abwehr, die mit dafür sorgte, dass es nur mit einem 11:16-Rückstand in die Pause ging.

Auch die Anfangsphase der zweiten Hälfte gehörte den Hausherren. Gestützt auf die 6:0-Abwehr und einige Paraden von Suljakovic, hämmerte Rubin die Kugel zum 15:17 (39.) in die Maschen. Die Gäste kamen im Angriff nicht in den Rhythmus, aber es reichte für die Grün-Weißen nicht, um die SG weiter in Bedrängnis zu bringen. »Wir haben es nicht geschafft, Flensburg in die ganz kritische Phase zu bringen«, so Matschke. »Wir verwerfen zu viele freie Bälle. Fünf von außen, zwei vom Kreis, drei Siebenmeter.« So zog Flensburg wieder auf 23:18 davon. In den letzten Minuten versuchte es Matschke mit einer 3:3-Deckung. Die Flensburger blieben ruhig und spielten die Zeit routiniert herunter.

Wetzlar: Klimpke, Suljakovic; Nyfjäll, Lipovina, Schmidt, Nikolic (5), Becher, Weissgerber (1), Schelker, Fredriksen (2), Wagner (2), Mellegard (3), Cepic, Rubin (5), Novak (4/1).

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