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Zwei Geburtstagskinder, zwei Punkte

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Von: Michael Nickolaus

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Zweifacher Torschütze für den EC Bad Nauheim: Tobias Wörle (an der Scheibe). © Lutz Hentschel

Der EC Bad Nauheim gewinnt das Spiel bei den Dresdner Eislöwen nach Penaltyschießen. Der Einsatz des Doppel-Torschützen in der regulären Spielzeit hatte bis zuletzt auf der Kippe gestanden.

(mn). Torwart Felix Bick (30) und Stürmer Tim Coffman (35) hatten am Sonntag Geburtstag. Als Geschenk aus Dresden nahmen die beiden Profis des EC Bad Nauheim zwei Zähler mit. Bei den Eislöwen gewannen die Roten Teufel im letzten Spiel vor der zehntägigen Länderspielpause der Deutschen Eishockey-Liga 2 mit 3:2 (1:2, 1:0, 0:0/1:0) nach Penaltyschießen. In der regulären Spielzeit hatte Tobias Wörle zweimal für den Gast aus der Wetterau getroffen. Der 38-Jährige hatte - geplagt von Adduktorenproblemen - erst unmittelbar vor Spielbeginn sein Okay für einen Einsatz signalisiert. Im Penaltyschießen sicherte Jordan Hickmott den zweiten Punkt.

»Wir haben erst ab der 30. Minute richtig einen Weg gefunden, um das starke Eislöwen-Forechecking zu umgehen und sind sehr froh, dass wir zwei Punkte mitnehmen«, sagt Harry Lange, der Trainer der Gäste und erinnerte an die beiden Großchancen der Hausherren, die während der regulären Spielzeit zweimal das leere Tor der Hessen nicht getroffen hatten. Andreas Brockmann, Coach der Eislöwen, ärgerte sich: »Das hat nichts mit Pech zu tun. Das ist nachlässig und zu locker.«

Die Partie erinnerte lange Zeit an das Freitag-Spiel gegen Weißwasser (2:3). Im Spiel nach vorne hatte zunächst die Passqualität gefehlt, so dass die Gäste selten zwingend waren. Zudem saßen die Teufel in den ersten 20 Minuten dreimal auf der Strafbank (68 Sekunden lang wurde in zweifacher Unterzahl agiert), kassierten die Treffer durch Jordan Knackstedt und Niklas Postel in Unterzahl. Zuvor hatte Wörle für die Gäste getroffen. Mit einem Diagonalpass hatte Coffman aufgelegt; auch dieses Tor war in Überzahl gefallen. Das Duo Coffman/Wörle war auch am Ausgleich kurz vor der zweiten Pause beteiligt. Coffman hatte die Scheibe ins Drittel gearbeitet, Mick Köhler Übersicht bewiesen und Wörle getroffen.

Im Schlussabschnitt vergab Eislöwe David Rundqvist die größte Tormöglichkeit (50.), zuvor hatte Bick einen Postel-Schuss noch irgendwie rausgeholt (35.). Die Intensität in einem ohnehin temporeichen Spiel nahm noch einmal zu. In der Verlängerung wurde Bad Nauheim mit dem vierten Powerplay die Siegchance auf dem Silbertablett serviert. Schließlich entschied Hickmott die Partie. Er verwandelte als einziger Schütze.

Dresdner Eislöwen: Schwendener - Suvanto, Mannes, Karlsson, Kolb, Riedl, Schmitz, Kiedewicz - Mrazek, Andres, Porsberger, Drews, Knackstedt, Knobloch, Petersen, Rundqvist, Filin, Postel, Kuhnekath, Hendreschke.

EC Bad Nauheim: Bick - Sekesi, Köhler, Wachter, Seifert, Erk, Hafenrichter - Herrmann, Vause, Pollastrone, Wörle, Coffman, Hickmott,, Pauli, El-Sayed, Körner, Niedenz, Cerny, Bartuli.

Tore: 0:1 (5.) Wörle (Coffman, Sekesi - PP1), 1:1 (8.) Knackstedt (Porsberger Suvanto - PP1), 2:1 (15.) Postel (Rundqvist, Karlsson - PP1), 2:2 (39.) Wörle (Köhler, Coffman), 2:3 Hickmott (Penalty). - Strafen: Dresden 10, Nauheim 10. - Zuschauer: 2501.

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