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Mika Berger von der HSG Mörlen ist hochgestiegen, Marc Weller (l.) kommt zu spät, der Kleenheimer Schlussmann Moritz Schäfer (97) erwartet den Abschluss.

Zwei Spiele, zwei Niederlagen

  • Harold Sekatsch
    VonHarold Sekatsch
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(se). Ein ereignisreicher Spieltag in beiden Gruppen der Handball-Bezirksoberliga. Einen Wechsel an der Tabellenspitze meldete die Gruppe 2. Hier zog die HSG Kleenheim-Langgöns II (7:1 Punkte) mit dem 33:25-Erfolg über die HSG Mörlen an der bislang führenden, diesmal aber spielfreien MSG Florstadt/Gettenau (6:2) vorbei. Mit dem 26:22 in Rockenberg als Gast der HSG Wettertal feierte die HSG Linden II (4:

6) ihren zweiten Saisonsieg. Der TSV Lang-Göns kam gegen die SG Rechtenbach kampflos zu beiden Punkten. Hintergrund: Die Rechtenbacher hatten einen »Corona-Verdachtsfall« bei einem ihrer Spieler. Die Gastgeber stimmten aber einer kurzfristigen Verlegung nicht zu. Rechtenbachs Trainer Christian Kunz erklärte, dass »wir als Mannschaft entschieden haben, dass wir nicht das Risiko eingehen wollen, die Gesundheit der Spieler, Offiziellen und Zuschauer zu gefährden und sind daher nicht angetreten« Die Rechtenbacher verließen am Freitagabend unverrichteter Dinge die Halle in Langgöns. Inzwischen ist aus dem Verdacht Gewissheit geworden: Der PCR-Test des betroffenen Spielers brachte das Ergebnis: positiv. Dennoch wird das Spiel für Langgöns gewertet, da nach Auskunft von Klassenleiter Hans-Werner Weil die Rechtenbacher bereits zuvor von dem Verdachtsfall gewusst hatten.

In der Gruppe 1 setzte sich im Spitzenspiel die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III gegen die HSG Wettenberg II mit 26:21 durch.

Gruppe 2 / HSG Wettertal - HSG Linden II 22:26 (14:13): Die beiden Trainer bewerteten die Partie recht unterschiedlich. Sven Tauber auf Seiten der HSG Wettertal sprach von einer »völlig unnötigen Niederlage«, während Lindens Coach Sören Asboe einen »verdienten Sieg« seiner Mannschaft gesehen hatte. Fakt ist, dass die Gäste nach ihrer 1:0-Führung (2.) erst wieder in der 58. Minute (beim 23:22 für Linden) vorn lagen und den frisch eroberten Vorsprung in den letzten zweieinhalb Minuten um drei weitere Treffer ausbauten. Über weite Strecken liefen die Lindener aber einem Rückstand hinterherliefen. »Wir haben mehrere Führungen leichtfertig aus der Hand gegeben, da ein regelnder Kopf fehlte«, ärgerte sich Sven Tauber. Ein weiteres Manko bei den Hausherren: »Wir haben uns wenig an die Vorgaben gehalten.« Und so habe die Wettertaler Mannschaft den Ausfall von Lukas Walter, Freddy Noll, Tim Bunfill, Timo Metzger und Yannick Kreuzer nicht kompensieren können.« Aber auch Asboe war nicht rundum zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft in Rockenberg. »Wir waren im ganzen Spiel zu passiv«, stellte er fest und kritisierte, dass seine Spieler »zu viele Würfe aus der Halbdistanz« genommen hätten. Im weiteren Verlauf habe seine Mannschaft dann »gute Lösungen gegen die 6:0-Deckung« der Wettertaler gefunden. Dann sah Asboe einen weiteren Vorteil seiner Mannschaft: »Wir waren spielerisch klar besser.« Möglichweise gab das den Ausschlag für den Ausgang dieser Partie, die die Lindener trotz eines gefühlten Dauerrückstandes für sich entscheiden.

Beste Torschützen, Wettertal: Metzger (6/2), Kneissl, Kielich (je 4). - Linden II: Mikusch (5), Höhn (4), Lenz (3/3), Piesch, Hirschmann, Laun (je 3).

HSG Kleenheim-Langgöns II - HSG Mörlen 33:25 (17:11): Julian Reusch, Trainer der Kleenheimer »Zweiten«, lässt sich nicht so leicht aus der Reserve locken. Diesmal aber überschüttete er seine Spieler mit Komplimenten. »Ein sehr gutes Spiel von der ganzen Mannschaft«, fasste er die Leistung des neuen Tabellenführers zusammen, »und das kontinuierlich über die gesamten 60 Minuten.« Mörlens Trainer Kevin Dannwolf war dagegen sichtlich enttäuscht: »Keine Einstellung, keine Leidenschaft, kein Siegeswillen«, bewertete er den Auftritt einer Mannschaft, der allein in der ersten Halbzeit 15 technische Fehler unterlaufen seien. »So kann man nicht mit Punkten rechnen, vor allem nicht gegen einen sehr, sehr starken Gegner.«

Nach fünf Minuten lagen die Gastgeber bereits mit 5:0 vorn und hatten damit die Richtung vorgegeben. Zwischenzeitlich konnten die Mörler den Rückstand reduzieren (4:6/9.), doch dann zogen die Gastgeber immer wieder davon und lagen zur Halbzeit mit sechs Treffern vorn. Im zweiten Durchgang schafften es die Gäste nicht, den Rückstand nennenswert zu verkürzen. Die Spielstände von 21:11 (34.), 22:14 (40.) und 28:20 (50.) belegen, dass die Kleenheimer in dieser Partie alles im Griff hatten. »Ich muss allen ein großes Lob aussprechen, das war hervorragend«, rief Reusch seinen Spielern zu und versah Rechtsaußen Matteo Barbaric noch mit einem Sonderlob. - Beste Werfer, Kleenheim-L. II: Weller (9), Barbaric (6), Keßler (5/2), Keil, Philipp Schäfer (je 3). - Mörlen: Wulf (5/2), Alt (5), Bernhard Dietz (4/2), Berlich (3/1), Otto (3).

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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