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Zwei Spieler fehlen: So geht der EC Bad Nauheim ins Wochenende

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Von: Michael Nickolaus

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Konzentration im Kabinengang! Der EC Bad Nauheim hat zuletzt neun Punkte aus drei Spielen gewonnen. © Andreas Chuc

Trainer Harry Lange muss am Wochenende auf zwei Spieler verzichten. Zudem scheint der EC Bad Nauheim mittelfristig personell zum Handeln gezwungen.

(mn). 22 Punkte im ersten Viertel der Hauptrunde. Nur zweimal - in den Spielzeiten 2019/20 (25) und 2021/22 (27) - hatte der EC Bad Nauheim nach 13 Spielen mehr Punkte auf seinem Konto. Und das trotz Vorbereitungs-Turbulenzen und Holperstart. Jetzt, am Freitagabend (20) in Bayreuth sowie am Sonntag (18,30 Uhr, Colonel-Knight-Stadtion) gegen Ravensburg, wollen die Roten Teufel an die jüngsten Leistungen, an die Neun-Punkte-Vorwoche, anknüpfen. »Wir werden nur eine Chance auf Erfolg haben, wenn wir 100 Prozent Leistung über 60 Minuten zeigen«, mahnt Harry Lange, der Trainer, der mittelfristig personell reagieren muss; aus einem erfreulichen Grund.

So gehen die Roten Teufel in das Wochenende: Förderlizenzspieler Pascal Steck hat am Mittwochabend im DEL-Kader der Kölner Haie gestanden. Am Donnerstag wurde dann - auf Grund eines weiteren Ausfalls bei den Rheinländern - auch Kevin Niedenz abberufen. Robin van Calster kommt verletzungsbedingt - in Köln wie in Bad Nauheim - als Alternative noch nicht infrage.

Man dürfe sich beim Blick auf die Tabelle nicht täuschen lassen. »In Bayreuth bewegt sich was. Die Mannschaft kommt, auch wenn die Punktausbeute das noch nicht zeigt. Wir müssen bereit, damit diese Mannschaft nicht gerade gegen uns ihren Rhythmu findet«, sagt Lange. Mit Blick auf das Sonntag-Heimspiel, die Neuauflage der vorjahres Playoff-Halbfinales, fügt er an. »Auf dem Papier mag der Kader der Towerstars schlechter erscheinen. Auf dem Eis ist das allerdings nicht erkennbar.«

Im Nationalkader: Richard Babulis steht im Kader der U20-Nationalmannschaft für das Vier-Länder-Turnier in Monthy in der Schweiz. Die Nationalmannschaft trifft sich vom 8. bis zum 13. November, also während die DEL2 pausiert. Allerdings: Schafft Babulis den Sprung in den Kader für die WM in Kanada, würde er den Roten Teufeln inklusive Vorbereitung vom 12. Dezember bis 5. Januar fehlen, was die Hessen zum Handeln zwingen würde; naheliegend ist sicherlich wieder die Unterstützung durch Kooperation Köln. Ebenfalls im U20-November-Kader ist van Calster. Ab Abruf könnte Kevin Niedenz ein Thema sein. Zum Trainerstab der U20-Nationalmannschaft gehört weiterhin der frühere EC-Kapitän und Kurzzeit-Assistenztrainer Patrick Strauch.

Freitag-Gegner Bayreuth: Die Wagnerstädter haben in dieser Saison erst einen »Dreier« geholt - und das ausgerechnet in Bad Nauheim. Da haben die Roten Teufel nun also noch etwas gutzumachen. Mit gerade einmal sieben Zählern liegen die Bayreuth Tigers auf dem letzten Tabellenplatz; trotz eines wiedereinmal sehr namhaft besetzten Kaders. Die Karte »Trainerwechsel« wurde bereits ausgespielt (Assistenztrainer Marc Vorderbrüggen ersetzte Robin Farkas) und im Kader erste Impulse gesetzt. Die Routiniers Lukas Slavetinsky (nach Füssen) und Freddy Cabana (nach Heilbronn) wurden aussortiert. Mit Branden Gracel wurde ein ehemaliger DEL2-Torjäger (Kaufbeuren) verpflichtet, um auf den Importpositionen nun etwas Konkurrenzdruck zu schaffen. Auffallend: Im eigenen Stadion hat die Mannschaft bislang erst einen einzigen Punkt gewonnen.

Sonntag-Gegner Ravensburg : Meister 2019, Halbfinale 2021, Finale 2022. Keine anderer Klub spielt derart konstant ganz vorne mit - auch in diesem Jahr wieder. Die Oberschwaben belegen Rang vier, haben zuletzt mit einem 9:1-Erfolg gegen Dresden für Furore gesorgt. Gegenüber der Vorsaison hat Ex-Teufel Daniel Heinrizi als Sportlicher Leiter in Ravensburg den Kader verjüngt. Mit Vincent Mayer und David Zucker sind zwei Routiniers, die die Mannschaft auf deutschen Positionen über Jahre geprägt hatten, in dieser Saison nicht mehr dabei. Dafür können auf den Ausländerstellen Robbie Czarnik (Topscorer mit 13 Punkten) und Josh MacDonald, die im Vorjahr erst in der zweiten Saisonhälfte richtig auf Touren gekommen waren, schon jetzt überzeugen. Die ohnehin starke Defensive hat durch Oliver Granz (zuvor Kassel) eine weitere Aufwertung erhalten. Neben Heinrizi kommen mit Förderlizenz-Verteidiger Simon Gnyp sowie den Stürmern Max Hadraschek und Charlie Sarault weitere Ex-Teufel am Sonntag mit den Towerstars nach Bad Nauheim.

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