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Zwei gegen einen: Neu-Isenburgs Besmir Haliti ist im Strafraum im Zweikampf mit Andreas Drews zu Fall gekommen, Jacob Müller spielt aber weiter, schließlich gab?s keinen Pfiff.

Hessenliga

„03er“ sitzen am Tabellenende fest: Im Kellerduell holt Neu-Isenburg nur einen Punkt

Neu-Isenburg nutzt nur eine seiner zahlreichen Torchancen und kann im Abstiegskampf den Abstand zum rettenden Ufer nicht verkürzen.

„Das war mehr als traurig“, meinte Peter Hoffmann nach dem 1:1 (1:0) der Spvgg. Neu-Isenburg im Hessenliga-Kellerduell gegen Buchonia Flieden. Bis zur 89. Minute lagen die von ihm trainierten Isenburger Fußballer durch einen Treffer des ehemaligen Fliedeners Dario Stange mit 1:0 in Führung, hatten schon eine Reihe bester Möglichkeiten vergeben und kassierten dann noch den Ausgleich. Somit beträgt der Rückstand des Schlusslichts weiter drei Punkte auf die Gäste aus Osthessen.

Am nächsten Sonntag kommt mit dem vier Punkte besseren Hünfelder SV ein weiterer Mitkonkurrent in den Sportpark. Sollte da erneut kein „Dreier“ herausspringen, wird es sehr eng für Neu-Isenburg in punkto Klassenerhalt. Mit dem FC Ederbergland, Hünfeld, Türk Gücü Friedberg und dem FSC punkteten fast alle Konkurrenten, teilweise sogar dreifach. „Die Spiele werden immer weniger. Aber die Leistung war top, wir müssen nur endlich wieder das Tor treffen“, findet Hoffmann.

Im 4-4-2-System mit Carlos McCrary als zweiter Spitze neben Stange legten die Hausherren flott los und vergaben bereits nach drei Minuten die erste gute Chance, als Marc Züge nach Zuspiel von Patrick Albert am Tor vorbei schoss. „Das waren schon keine ,Hundertprozentigen‘ mehr, die wir vergeben haben“, haderte Hoffmann. Dennoch gingen die Neu-Isenburger nach 33 Minuten in Führung: Stange setzte sich gegen drei Gegenspieler durch und kam dann ins Straucheln, als die Fliedener mit erlaubten und unerlaubten Mitteln versuchten, den Angreifer irgendwie zu stoppen, schoss den Ball aber dennoch in den Torwinkel. „Das macht man normalerweise nicht. Wir müssen vor der Pause drei, vier Tore schießen, wenn das Spiel 6:0 ausgeht, beschwert sich keiner“, erklärte Hoffmann. So aber ging es für Flieden mit einem mehr als glücklichen 0:1 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel gestalteten die Osthessen die Begegnung etwas offener, hatten aber dennoch mehrfach das Glück auf ihrer Seite, als Stange und McCrary aus aussichtsreichen Positionen scheiterten. Fliedens Schlussmann Lukas Hohmann hielt seine Mannschaft mehrfach im Spiel, zudem rettete Christian Bohl einmal für seinen bereits geschlagenen Torhüter auf der Torlinie.

Die Strafe folgte in der vorletzten Minute. Bis dahin hatte Flieden lediglich einmal durch Luca Gaul aufs Tor geschossen, und der Schuss ging vorbei. In der 89. Minute aber erhielten die Gäste einen Eckball zugesprochen. Der zur Pause eingewechselte Niko Zeller verwertete die Ecke zum 1:1. „So ist Fußball“, bedauerte Hoffmann.

(leo)

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