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Siegtorschütze Nico Müller vom FV Stierstadt II (links) wird verfolgt von Marek Schießer, Kapitän der Usinger TSG II.

Fußball, Kreisliga A Hochtaunus

14:1 - Mammolshains imposante Trotzreaktion

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Mit dem Kantersieg gegen Aufsteiger SG Eschbach/Wernborn II hat der FC Mammolshain in der Fußball-Kreisliga A die Tabellenspitze gefestigt. Auf ebenfalls zwölf Punkte kommen aber auch die SF Friedrichsdorf II, der 1. FC 04 Oberursel und der FV Stierstadt II.

FC Mammolshain – SG Eschbach/Wernborn II 14:1 (5:1): Als kleines Trostpflaster für die zweistellige Klatsche ist den Gästen im Vereinsheim am Hasensprung eine Kiste Bier in die Kabine gestellt worden. „Sie haben nie aufgesteckt und bis zum Abpfiff fair Fußball gespielt“, lobte FCM-Coach Vait Arslanoski den Gegner, der für die 0:2-Niederlage der Mammolshainer eine Woche zuvor in Steinbach „büßen“ musste. Arslanoski: „Wir haben diesbezüglich eine gute Reaktion gezeigt.“ Die Kritik zu Herzen genommen hatte sich vor allem Goalgetter Kenam Zejnelovic, der acht Treffer erzielt hat – darunter einen „Hattrick“ binnen fünf Minuten in Durchgang zwei – und sein Torkonto auf 16 aufstockte. Tore: 1:0 Kenam Zejnelovic (5.), 2:0 Fannel Kaleab (13.), 3:0 Zejnelovic (21.), 3:1 Marc Oldenburg (28.), 4:1 Zejnelovic (33.), 5:1 Kristian Jovanovic (43., mit Schuss aus 35 Metern), 6:1 Zejnelovic (47.), 7:1 Kaleab (49.), 8:1 Gökhan Tas (56.), 9:1 Hicham Mazouz (69./FE), 10:1, 11:1, 12:1 Zejnelovic (74., 75., 79.), 13:1 Ekrem Tumsa (87.), 14:1 Zejnelovic (89.).

1. FC 04 Oberursel – SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach II 3:1 (0:0): Nachdem Kapitän David Reichmann die Gäste in der 65. Minute in Führung geschossen hatte, drohte den Oberurselern die zweite Saisonniederlage. Aber nur vier Minuten später glich Mert Öztürk mit einem an Karsten Fuchs verursachten Foulelfmeter zum 1:1 aus, und in der Schlussphase trafen der eingewechselte Nils Fischer (74.) und Tufan Duroglu (82.). „Wir haben uns das Leben wieder selbst unnötig schwer gemacht, weil wir viel zu viele Chancen leichtfertig vergeben haben“, monierte FC-Trainer Eray Balkan. In der 90. Minute sah Selim Hotaman vom FC noch Gelb-Rot.

 Usinger TSG II – FV Stierstadt II 0:1 (0:0): Außerordentlich effektiv präsentierte sich die FV-Reserve auf den „Muckenäckern“. Von den beiden erwähnenswerten Chancen, die sie sich herausgearbeitet hatten, nutzte Nico Müller in der 79. Minute eine zum einzigen Treffer, der zugleich den vierten Sieg bedeutete. Neun Minuten vorher hatte Abbas Hashemi die größte Möglichkeit der Gastgeber ausgelassen, als er nach einem Solo frei vor Stierstadts Spielertrainer Markus Klatt stand – den Ball jedoch am Tor vorbeischoss. „Wir hatten gefühlte 70 Prozent Ballbesitz, waren jedoch am Strafraum mit unserem Latein am Ende“, ärgerte sich UTSG-Coach Rainer Birkenfeld.

SF Friedrichsdorf II – SG Hundstadt 6:2 (2:1): Die Sportfreunde-Reserve bleibt dran an Spitzenreiter Mammolshain und hat mit dem „Sixpack“ gegen die SGH auch etwas für das Torverhältnis getan. Farhan Razai (12.) und Ömer Bakan (16.) sorgten für eine beruhigende 2:0-Führung der Juricic-Schützlinge, ehe Til Rehfeuter zum Pausenstand traf (42.). Nach dem Seitenwechsel brachten Muhamet Aliaj (63.), Marco Schäfer (65.), nochmals Farhan Razai (5:1/FE) und erneut Muhamet Aliaj den Aufsteiger mit 6:1 nach vorn, ehe Hundstadts Spielertrainer Simon Bartsch zum Endstand traf.

 DJK Bad Homburg II – SG Blau-Weiß Schneidhain 6:0 (1:0): Mit seinem „Hattrick“ binnen 13 Minuten avancierte Philipp Schäfer zum Mann des Tages im Helveten-Trikot. Vor der Schäfer-Gala hatten Mahdy Faizi (32.) und Routinier Mohamed Elmahaoui (59.) für eine 2:0-Führung der Kirdorfer gesorgt. Nachdem Agostino Pannunzio in der 85. Minute mit Gelb-Rot vom Platz marschiert war, erzielte dessen Bruder Enrico Pannunzio eine Minute später den Treffer zum 6:0-Endstand. Schäfer hatte in der 68., 76. und 81. Minute das 3:0, 4:0 und 5:0 erzielt.

Teutonia Köppern II – FSV Steinbach 0:0: „Das war eine geschlossen starke Mannschaftsleistung. Bei den Lattenschüssen durch Matthias Wohlgefahrt und Patrick Picha waren wir dreimal nah dran am 1:0“, kommentierte Köpperns Pressesprecher André Vogelsberger den Verlauf der 90 Minuten. Unter dem Strich kam ein leistungsgerechtes Unentschieden heraus, mit dem auch der FSV gut leben kann. Dass der Köpperner Benjamin Brendel in der 80. Minute die Rote Karte sah, die Vogelsberger als zu hart empfand, hatte auf den Ausgang der Partie keinen Einfluss mehr.

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