FTV 1860 stellt Anschluss her

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Der Abstiegskampf in der Zweiten Kegel-Bundesliga Mitte spitzt sich zu.

Nachdem es noch vor zwei Wochen so aussah, als würde der einzige Abstiegsplatz für den Frankfurter TV 1860 gepachtet zu sein, sind es plötzlich fünf Teams, die noch zittern müssen. Der einst abgeschlagene Neuling ist nach zwei Siegen in Folge nur noch einen Zähler hinter dem KV Grünstadt, bei dem er noch anzutreten hat.

Den Anschluss stellten die Frankfurter durch den unerwartet klaren 5344:5204-Sieg über die SG Kelsterbach her. Beide Teams standen unter Druck: Für die Gastgeber war es die große Chance, den Kontakt zu den Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte herzustellen; für die Gäste ging es nach drei Niederlagen in Folge darum, wieder Abstand zum Tabellenende zu gewinnen.

Beide Teams hatten auf den unergiebigen Bahnen Probleme, konstant die Gasse zu finden. Die Spannung blieb allerdings nur bis zur Hälfte der Partie erhalten. Kelsterbach ging nach der ersten Bahn um 27 Kegel in Führung. Es sollte die einzige im gesamten Spiel bleiben. Als die jeweils ersten drei Akteure die Bahnen verließen, erspielte das FTV-Trio Jerko Liovic (898), Simon Thoma (899) und Torben Jammer (901) ein Plus von 23 Kegeln. Für Kelsterbach erreichten bis dato Maximilian Seib 896, Markus Heller 889 und Michael Lechelt 890.

Mit den ersten 50 Kugeln neutralisierten sich dann Mirko Coskovic, Nenad Miklausic und Ive Pejic auf der einen sowie Richard Op de Hipt, Frank Hoffmann und Holger Dama auf der anderen Seite. Die Vorentscheidung fiel dann auf der zweiten Bahn, auf der die Frankfurter 56 Holz gut machen konnten. Während die Gastgeber mit Coskovic (875), Pesic (895) und Miklausic (876) bis zum Schluss ihre mannschaftliche Geschlossenheit demonstrierten, konnte aufseiten der Kelsterbacher lediglich der Tagesbeste Holger Dama (905) überzeugen. Op de Hipt (795) und Hoffmann (829) zeigten in allen Belangen Schwächen und lieferten teilweise desolate, ja nicht bundesligareife Vorstellungen ab.

Ebenso wie Kelsterbach muss nun auch Olympia Mörfelden II zittern. Allerdings nur ein wenig. Denn daheim sind die Mörfelder eine Macht. Auswärts liefern sie hingegen nur schwache Leistungen ab. In Darmstadt gab es mit dem 5419:5695 wie üblich eine Klatsche. Auf Bahnen, die Tausender zulassen, wie die Darmstädter Jacek Kolanowski (1015) und Andreas Schmitt (1005) demonstrierten, sind 939 Holz von Pascal Jestädt als beste Leistung der Olympianer einfach zu schwach. Mit Alexander Geiß (895) und Sascha Wetzel (846) kamen gar zwei Mörfelder nicht einmal auf 900. Was Adrian Pantis (902), André Keil (908) und Florian Schulz (928) gerade so schafften.

Viel rosiger sieht die Lage bei den Frauen des Zweitligisten SG Fortuna/DKC Kelsterbach aus. Zwar stehen sie nach dem 2810:2681-

Kantersieg

bei der SG Hemsbach immer noch punktgleich mit dem Schlusslicht TV Sailauf weit hinten. Doch angesichts der namhaften Verstärkung, die die Fortuna ab kommenden Sonntag (13 Uhr, Sportlertreff) gegen den TV Haibach und in den verbleibenden vier Begegnungen einsetzen kann, sollte sich die Habenseite auf dem Punktekonto noch reichlich füllen. Silke Baumann, die amtierende Deutsche Einzelmeisterin, schloss sich dem Kelsterbacher Team an und ist ab sofort spielberechtigt. Zur Erinnerung: Als sie Ende September Rot-Weiß Walldorf verließ, lag der aktuelle Bundesliga-Vorletzte noch mit einem positiven Punktekonto auf Rang fünf.

Dass sie sich bis jetzt unter Wert geschlagen hatten, bewiesen die Kelsterbacherinnen in Hemsbach. Das Sextett bot eine starke Mannschaftsleistung – und es gab sogar einen Vereinsrekord. Zur Tagesbesten avancierte Ekaterini Adams, die nach einer schöpferischen Pause wie befreit wirkte (488, 321/167). Mit einem überragenden Abräumen (183) kam ihr Marion Neu (475) am nächsten. Dicht dahinter folgten Claudia Martin, Nicole Bausch (je 466), Heike Krause (461) und Beate Krug (454 mit 161 im Abräumen).

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