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Siegerpose: Alexandra Polishchuk (Elangeni Falcons)

Basketball, 2. Bundesliga

77:75 – Die Falcons fahren bei den Löwen die Krallen aus

Bad Homburgs Basketballerinnen haben im Rennen um einen Playoff-Platz in Herkenrath einen wichtigen Sieg gefeiert. Zurück ging's aber mit einiger Verspätung.

Das war ein großer Schritt in Richtung Playoff-Teilnahme: Die Elangeni Falcons Bad Homburg haben gestern in der 2. Basketball-Bundesliga Nord (Frauen) beim Tabellenzweiten SG Bergische Löwen mit 77:75 (38:27) gewonnen und Platz vier gefestigt. Dieser berechtigt am Saisonschluss zur Teilnahme an der Endrunde.

„Ich bin megastolz auf meine Mädels, die dieses Spiel dank einer beeindruckend guten Teamleistung verdient gewonnen haben“, war Bad Homburgs Headcoach Jay Brown überglücklich. Zugleich revanchierten sich die Elangeni Falcons für die 72:74-Heimniederlage im Hinspiel am 3. November.

Brown: „Uns war klar, dass wir im individuellen Vergleich gegen die Qualität des Gegners keine Chance haben würden.“ Das galt vor allem für die Anfang Januar kurzfristig verpflichtete 26-jährige US-Amerikanerin Kristina Putthoff-King. Mit ihren 45 Punkten –davon allein 35 in der zweiten Hälfte bei 39 Versuchen – war sie die herausragende Spielerin auf dem Feld.

In der Breite sehr viel besser aufgestellt zeigten sich im Schulzentrum von Herkenrath die Homburgerinnen, die sich nach einem 16:19-Rückstand nach dem ersten Viertel bis zur Pause in einen wahren Rausch spielten und mit einem 22:8 dank optimaler taktischer Vorgaben den Grundstein zum Sieg legten. Alle neun Falcons trugen sich in die Schützenliste ein, wobei mit Nerea Garmendia (19), Leah McDerment (16), Stephanie Furr (12) und Gergana Georgieva (12) ein Quartett zweistellig punktete.

Hektisch wurde es in den Schlusssekunden, als die Gastgeberinnen durch Kristina Putthoff-King in Ballbesitz waren, aber nicht punkten konnten. Das nachfolgende heftige Wortgefecht zwischen SG-Trainer Jermaine D. Barnes und den Unparteiischen dürfte noch ein Nachspiel haben.

Nach der Partie verzögerte sich die Abfahrt der Elangeni Falcons aus ungewöhnlichem Grund. Neben zwei Spielerinnen der Löwen mussten auch Alexandra Polishchuk und Stephanie Furr zur Doping-Probe. Es dauerte eine Weile, bis verwertbare Ergebnisse abgegeben werden konnten . . .

Am Wochenende sind die Elangeni Falcons spielfrei. Zur Freude von Brown: „Diese Pause tut uns allen gut.“ Und angesichts der gestrigen Klasseleistung haben sich die Homburgerinnen jetzt aber erst einmal zwei freie Tage verdient.

Elangeni Falcons: Garmendia (19), McDerment (16), Furr (12), Georgieva (12), Kacperska (6/2), Gregor (5), Kuschel (3), Polishchuk (2), Wächter (2). (sp)

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