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Macht am Sonntag sein letztes Spiel für den TuS Dietkirchen: Marvin Rademacher.

Fußball-Verbandsliga Mitte

Abschied von Marvin Rademacher

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Für die einen geht es um den Klassenerhalt, für die anderen darum, die Platzierung zu stabilisieren. In der Fußball-Verbandsliga Mitte steht der FC Dorndorf (14.) derzeit auf einem sicheren Abstiegsplatz, den es am Samstag, 16 Uhr, gegen den SSV Langenaubach (7.) möglichst zu verlassen gilt. Der FC Waldbrunn (9.) darf sich zumindest noch nicht hundertprozentig sicher fühlen und sollte ebenfalls am Samstag, 16 Uhr, bei der SG Kinzenbach (5.) versuchen, zumindest einen Punkt zu holen. Nichts mehr mit dem Abstieg – dafür aber mit Aufstieg in die Hessenliga – zu tun hat es der TuS Dietkirchen, der am Sonntag, 15 Uhr, gegen Schwanheim gefordert ist.

Nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat sich der FC Waldbrunn im letzten Heimspiel beim 0:2 gegen den SV Bauerbach. Trainer Christian Mehr sparte anschließend auch nicht mit Kritik und gab zu bedenken, dass bei vielen Spielern allem Anschein nach Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander klafften. Klar, dass er und sein Trainerkollege Steffen Moritz in Kinzenbach auf eine Trotzreaktion warten. Einfach wird das nicht, denn die Kinzenbacher sind nicht irgendwer, sondern Tabellenfünfter, der den Blick immer noch heimlich Richtung Rang zwei richtet, der zur Relegationsteilnahme berechtigt. Im Westerwald weiß man, dass die Mannschaft von Trainer Oliver Dönges wohl spielerisch überlegen sein wird. Also setzt man auf folgendes Mittel: „Wir müssen wieder mehr Wert auf die Defensive legen und dann mit Nadelstichen unserer zwei Stoßstürmer, Lukas Scholl und Steffen Moritz, versuchen, den Gegner auszukontern“, so Spielausschuss Georg Dietl. Und er legt nach: „Außerdem muss bei uns jeder grundsätzlich eine höhere Aggressivität an den Tag legen, sonst kann unsere Mannschaft nicht in der Verbandsliga bestehen.“ Klare Worte, denen in Kinzenbach Taten folgen sollen.

Nicht weniger einfach wird die Aufgabe des akut gefährdeten FC Dorndorf gegen den SSV Langenaubach. „Die Null muss stehen“, lautet die Forderung frei nach Schalkes Kult-Trainer Huub Stevens. Dieses Motto hat sich das Team von Trainer Jürgen Bach zwar seit dessen Amtsantritt zu Herzen genommen und mehr oder weniger realisiert (in den fünf Spielen in diesem Jahr gab es erst ein einziges Gegentor), was dem einen oder anderen eingesessenen Fan schon ein „geht doch“ entlockte. Dennoch ist das Team aus dem Oiwernpark inzwischen hinter den FC Gießen 2 abgerutscht. „Jetzt nicht nachlassen“, sollte die Devise lauten, mit der die Schwarz-Weißen das Team von Trainer Tobias Danecker empfangen.

Mit 39 Punkten nimmt der SSV einen stabilen Mittelfeldplatz ein und hat den Klassenverbleib zu 99 Prozent in der Tasche. Auf die zuletzt so stabile Dorndorfer Defensive kommt indes Schwerstarbeit zu, denn Sebastian Schneider und Leon Kunz sind immer für ein Tor gut. Und Achtung: Die Langenaubacher haben nur hauchdünn mit 1:2 gegen den SV Zeilsheim verloren und immerhin mit 2:0 gegen den TuS Dietkirchen gewonnen. Fallobst kommt da nicht. Indes hofft der FCD auf zahlreiche Zuschauer, denn der Verein schließt sich dem #teammathilda an und spendet für jeden Zuschauer den ersten Euro an die Dehrner Krebsnothilfe.

Das Aufstiegsgespenst, das zuletzt über dem Reckenforst schwebte, wurde bei der 0:2-Bruchlandung beim VfB Marburg brüsk aus der Bahn katapultiert. Der nächste Gegner des TuS Dietkirchen, der nach der Niederlage wieder Tabellendritter hinter Fernwald und Zeilsheim ist, scheint vom Papier her vermeintlich „leichter“ zu sein. Aber Vorsicht: Auch die Germania aus Schwanheim braucht noch den einen oder anderen Punkt und wird am Sonntag an der Koberner Straße zu keinem Zeitpunkt locker lassen. „Schwanheim ist ein unangenehmer Gegner, der uns 90 Minuten beschäftigen wird“, weiß auch TuS-Coach Thorsten Wörsdörfer, der möglicherweise auf seinen Torjäger Robin Dankof (Bänderdehnung) und Yannick Wenig (Knieprobleme) wird verzichten müssen. Das restliche „Personal“ wird aber bemüht sein, Marvin Rademacher in seinem letzten Spiel in Schwarz-Rot ein schönes Abschiedsgeschenk zu machen. Der Co.-Spielertrainer verlegt seinen Lebensmittelpunkt nach Hamburg und sagt: „Ade!“.

Samstag:

FC Dorndorf - SSV Langenaubach

16.00

SG Kinzenbach - FC Waldbrunn

16.00

FV Breidenbach - TSV Bicken

16.30

Sonntag:

SV Zeilsheim - FSV Fernwald

15.00

FV Biebrich - FC Gießen 2

15.00

TuS Dietkirchen - Germ. Schwanheim

15.00

SF/BG Marburg - TSG Wörsdorf

15.30

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