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Wenn nicht jetzt, wann dann? Max Körling (rechts) trifft mit der HSG Steinbach auf den Tabellenletzten aus Sindlingen.

Handball, Bezirksoberliga Wiesbaden/Frankfurt

Abstiegskampf in Steinbach und Ober-Eschbach, Oberursel schielt nach oben

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 Wenn die Abstiegsnöte der Handballer aus Steinbach und Ober-Eschbach nicht größer werden sollen, müssen sie am Wochenende ihre Spiele gewinnen.

Hochtaunus.Wenn die Handballer der TSG Oberurselihre Hausaufgaben erledigen, haben sie gute Chancen, bald ins Aufstiegsrennen einzugreifen. In der Bezirksoberliga Wiesbaden/Frankfurt kommt es am heutigen Samstag zu gleich zwei Partien, in denen sich Anwärter auf die Positionen eins (direkter Aufstieg) und zwei (Aufstiegspiele gegen einen Vertreter des Bezirks Gießen), gegenüberstehen. Im Spitzenspiel empfängt der Zweite TSG Münster II den noch unbesiegten Tabellenführer HSG Goldstein/Schwanheim, der gerade in Rüsselsheim seinen ersten Punkt abgegeben hat (23:23). Zudem trifft der seit Wochen konstant spielende Dritte HSG Hochheim/Wicker mit dem Rangsechsten TSG Eddersheim auf seinen Angstgegner.

"Das wird noch richtig spannend in dieser Klasse", glaubt Oberursels Mannschaftsbetreuer Bernhard Schmidt. Verhältnismäßig einfach erscheint die heutige Aufgabe seines Teams, das sich in Lauerstellung befindet. Als Tabellenvierter empfängt die Mannschaft um 17.30 Uhr in der EKS-Sporthalle die MSG Schwarzbach.

"Wir wollen unter unserem Trainer Jürgen Merz ungeschlagen bleiben", sagt Schmidt. Jedoch werde das gegen den Aufsteiger nicht ganz leicht, zumal die Kreisläufer Tobias Hentschel und Aldin Hadziabdic verletzt auszufallen drohen.

Nach der TSGO stellt überraschend der Drittletzte den besten Angriff der Liga. Die Spielgemeinschaft aus TuS Kriftel und TV Hofheim um Torjäger Kevin Pappisch (früher Eddersheim) hat gerade Münster II mit 36:32 geschlagen - aber auch vor wenigen Wochen bei der HSG Steinbach/Kronberg/Glashüttenverloren. Es war der bisher einzige Sieg der Dreier-HSG, die am Sonntag nachlegen möchte, vielleicht sogar muss. Denn um 15.15 Uhr geht es in der Altkönigsporthalle gegen die HSG Sindlingen/Zeilsheim. Der Neuling aus dem Frankfurter Westen ist noch ohne Punkte und die einzige Mannschaft, die in der Tabelle hinter dem Team von Daniel Sailler und Jens Petry steht. "Wir konnten in dieser Woche mit guter Beteiligung trainieren", sagt Sailler und freut sich, dass die verletzten Philipp Uhl (Tor) und Kapitän Sebastian Becker wieder spielen können. "Wir sind absolut zuversichtlich" - Sailler glaubt, dass die Mannschaft aus dem 21:38-Debakel in Sulzbach die richtigen Schlüsse zieht.

Thomas Jäth, Sportlicher Leiter der TSG Ober-Eschbach(10.), macht dagegen keinen Hehl daraus, dass er froh sei, wenn "die Hinrunde endlich vorbei ist". Im Januar wolle man sich auch zusammensetzen, wie es auf der Trainerposition weiterginge. Nach der Trennung von Slobodan Jankovic teilt Jäth sich die Arbeit mit Spielmacher Magnus Kongestol. Das Interims-Trainerduo muss heute um 19.30 Uhr gegen Tabellennachbar TG Schierstein (11.) auf Linkshänder Yvo Heinen verzichten, der studienbedingt nach München fährt.

Als eine gute Nachricht aus dem durch Verletzungspech gebeutelten Kader wertet Jäth schon die gut verlaufene Operation von Kristijan Katic. Der kroatische Rückraumspieler bekam eine Schraube in die Mittelhand eingesetzt. Er könne bei entsprechend guter Genesung in der Rückrunde noch eingesetzt werden. Einen starken Linkshänder muss im Übrigen auch Schierstein seit dieser Saison ersetzen: Moritz Schubert wirft inzwischen für Landesligist TV Idstein seine Tore.

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