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Gruppenliga Frankfurt/West: FSV Friedrichsdorf - DJK Bad Homburg

Fußball Hochtaunus, Gruppenliga

FSV im Abwärtstrend, Pech für die Sportfreunde in der 90. Minute

Zeitweise befindet sich das Hochtaunus-Derby in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West auf schwachem Niveau. Dann vergibt Gastgeber FSV Friedrichsdorf einige Torchancen und am Ende setzt sich die DJK Bad Homburg durch.

FSV Friedrichsdorf - DJK Bad Homburg 1:2 (0:1): Hat die zehntägige Pause der DJK aus Bad Homburg gutgetan, oder wurde sie etwa aus dem Rhythmus gebracht? Und wie hat der FSV Friedrichsdorf die 1:2-Niederlage am Mittwoch im Stadtderby gegen die Sportfreunde verkraftet? Diese Fragen kamen am Sonntagnachmittag auf, als sich beide aus dem Taunus zum Gruppenligaspiel im Friedrichsdorfer Sportpark trafen. Das eine wie das andere schien beiden Fußballteams nicht gut bekommen zu sein. Die DJK gewann mit Glück und 2:1, für den FSV war es schon die vierte Niederlage in Serie.

Der Pfiff zum Elfmeter für die DJK in der 38. Minute war vor rund 80 Zuschauern der erste Aufreger in einem bis dahin schwachen Spiel. Adrian Augustincic hatte Adam El Maimouni halbrechts mit einem Steilpass auf die Reise geschickt. Der schnelle Außenspieler wurde von Max Zymolka im Strafraum gerempelt und kam zu Fall. Elfmeter ist, wenn der Schiedsrichter pfeift. Und das tat der Unparteiische Amir Amirian aus Wiesbaden. Proteste der Friedrichsdorfer Spieler und Zuschauer halfen nichts. Soufian Chihab netzte ein zur glücklichen Gästeführung. Mit 1:0 hätte das Team von Metin Yildiz mehrfach vorher selbst in Führung gehen können. Die Schussschwäche und auch Torwart Marco Kapias verhinderten diese.

Die zweite Hälfte war geprägt durch viele Fehlpässe auf beiden Seiten und wenige bis zum Torabschluss vollzogene Aktionen. Mitten in die starke Drangperiode der Gastgeber machte ein Spieler einen Fehler, der gewöhnlich die Zuverlässigkeit in Person ist. FSV-Torwart Kai Klug ließ einen direkten Freistoß von Chihab, der gar nicht mal scharf geschossen war, durch die Hände rutschen, der Ball kullerte ins Tor – 0:2.

Das Spiel war allerdings noch nicht gelaufen. Yildiz wechselte in der 65. Minute den richtigen Mann ein, wie sich wenig später zeigen sollte. Der 19-jährige Denis Schäfer kam für Elliot Baba. Ihm gelang nach schöner Einzelaktion und Flachschuss neben den rechten Pfosten der bis dahin hochverdiente Anschlusstreffer. Jetzt kamen Feuer und etwas Dramatik ins Spiel. Ganz nah dran am Ausgleich war der FSV mit zwei Distanzschüssen von Deniz Güven. Er traf zuerst nur den Querbalken und scheiterte kurz danach an Kapias, der den Ball noch aus dem linken Winkel fischte. Auf der anderen Seite vergab Christopher Skoczny das dritte Tor für die DJK. Allein vor Klug hob er den Ball über den Torhüter, aber auch knapp am Tor vorbei.

Das war’s. FSV-Trainer Yildiz wollte unmittelbar nach dem Spiel keinen Kommentar abgeben, während Enis Dzihic, Coach der Homburger, nur „Wir haben heute nicht gut gespielt“ sagte. (kul)

SV Gronau – TSV Vatanspor Bad Homburg 2:2 (2:1): In einer hitzigen Partie angelten sich die Gäste einen hochverdienten Punkt – in Unterzahl: Anas El Allaoui war in der 60. Minute gefoult worden, ließ sich jedoch zu einem Nachhaken hinreißen: Gelb-Rot. Zehn Minuten vor Schluss wurde Vatans ständiges Anrennen in Unterzahl noch belohnt. Fabris Brayan Afou Nga passte zu Sefa Usta, der den Ball mit dem Rücken zum Tor annahm und aus der Drehung zum 2:2 traf. Gronau hatte durch Fabio Pinto da Silva vorgelegt, als Vatan im Spielaufbau gepatzt hatte (19.). Den Rückstand steckten die Gäste aber weg und glichen in der 37. Minute aus: Nach einem 40-Meter-Diagonalpass von Alexander Ujma zog Niclas Hempel ab, dessen Schuss der Gronauer Philip Skora ins eigene Tor lenkte. Aber noch vor der Pause Gronaus erneute Führung: Hempel war gefoult worden, Vatan reklamierte. Der Referee ließ aber weiterspielen. Gronau konterte durch da Silva – 2:1 (43.). In der 50. Minute wechselte sich Trainer Necip Incesu bei den ersatzgeschwächten Gästen ein und dirigierte sein Team zum Teilerfolg. (gg)

Olympia Fauerbach – FC Neu-Anspach 3:1 (1:1): Bis zur Pause hatte FCNA-Sprecher Sebastian München ein zerfahrenes Spiel mit einem gerechten 1:1-Zwischenstand erlebt. David Clement hatte für den bisherigen Tabellenletzten per Kopf aus 16 Metern getroffen. Anspachs Keeper Mario Schreiber war im Anschluss an eine Ecke die Sicht verstellt. Sechs Minuten später glich Kyle Howie aus (38.). „Nach der Pause spielten wir viel besser“, hatte München beobachtet. Mehrmals lag die Führung in der Luft. Vor allem in der 66. Minute, als Marvin Akkus Rodriguez Olympia-Keeper Jens Michalak bereits ausgespielt hatte, 1:0-Schütze Clement aber auf der Torlinie rettete. Statt 1:2 hieß es dann 3:1 für Fauerbach, das durch Cristian Bodeas Konter zum 2:1 das Spiel auf den Kopf stellte und gleich noch den K.o. zum 3:1 (74.) durch Clements Kopfball nachlegte. München: „Da war bei uns der Ofen aus.“ (gg)

1. FC-TSG Königstein – SC Dortelweil 3:4 (0:1):  Im Grunde genommen war die Partie nach einer Stunde entschieden. Bis dahin hatten die Gäste durch Leon Günther (16./50.), Dominik Steffen (56.) und Markus Vancura (62.) eine 4:0-Führung herausgeschossen – durch Hendrik Schleibinger und Dominik Schlatter lag gar ein fünftes Tor in der Luft. „Dann jedoch begann unsere Tiefschlafphase“, kritisierte Dortelweils Sportlicher Leiter Hans Wrage. Ein strittiger Handelfmeter durch Alen Nukovic (Jonas Müller war der Ball aus einem Meter nach einem Pressschlag an die Hand geflogen) zum 1:4 (75.) sollte die Gastgeber noch einmal beflügeln. Yuuki Hasegawa (80.) und Can Cosar (85.) verkürzten flugs auf 3:4. Am Ende musste SC-Keeper Yannick Rühl das 4:4 vereiteln. (gg)

Spvgg. Fechenheim – SF Friedrichsdorf 1:1 (1:1):  Mal Fechenheim, mal Friedrichsdorf: Referee Bernert (Gorxheimertal) hatte es sich wiederholt mit beiden verscherzt, wie Martin Schmidt, Friedrichsdorfs Sportlicher Leiter, bestätigte. In dem schwachen Kick gingen die Gäste früh in Front, als eine Ecke von Okan Koyun von einem Fechenheimer Abwehrbein ins eigene Tor gelenkt wurde (8.). Das 1:1 (38.) erzielte Daniel Lotz – laut Schmidt „klares Abseits“, für Bernert regulär. Die zweite Hälfte stagnierte auf unterem Niveau. Dennoch hätte das ersatzgeschwächte SF-Team noch siegen können, gab es doch in Minute 90 nach Foul an Deniz Pekgüzelyigit Strafstoß. Wie schon so oft von Bayern Münchens Torjäger Robert Lewandowski erfolgreich demonstriert, baute auch Elfmeterschütze Koyun beim Anlauf einen Verzögerungsschritt ein, versetzte damit Fechenheims Keeper Mert Aydin – und jagte den Ball zum vermeintlichen Siegtreffer in die Mitte des Tores. Bernert aber pfiff den Treffer nach Rücksprache mit einem Linesman zurück und gab Freistoß für Fechenheim. (gg)

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