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Vartan Akkus

Trainerwechsel

Akkus vermisst den Tatendrang

Trainer Vartan Akkus blickt auf seine Zeit beim FC Mammolshain zurück. Wenn es nach dem B-Lizenz-Inhaber geht, steigt er bald bei einem anderen Verein wieder ins Geschäft ein. Die Voraussetzung: ehrgeizige Spieler.

Am Ende hat es einfach nicht mehr gepasst: Der FC Mammolshain und Vartan Akkus gehen seit der vergangenen Woche getrennter Wege. „Nach dem Spiel gegen den FSV Friedrichsdorf II (0:8, Anm. d. Red.) habe ich mich mit der sportlichen Leitung zusammengesetzt“, berichtet der Trainer, „und wir kamen überein, dass eine weitere Zusammenarbeit keinen Sinn mehr macht.“

Mit der Niederlage zuvor habe die Trennung ebenso wenig zu tun gehabt wie mit dem bisherigen Saisonverlauf in der Kreisliga A, wie Akkus beteuert. Dort steht der FCM momentan auf dem elften Platz. Auch der Club vermeldete eine einvernehmliche Vertragsauflösung – aufgrund verschiedener Motivationen von Trainer und Mannschaft.

Akkus führt die Hintergründe auf Nachfrage gegenüber dieser Zeitung weiter aus: „Es stand mir ohnehin nur ein Kader von 14 Mann zur Verfügung. Im Training waren dann in der Regel nur fünf bis sieben Spieler.“ Ein gesunder Konkurrenzkampf sei so nicht zustande gekommen, die Mannschaft habe sich daher meist von alleine aufgestellt. „Wenn du als Spieler weißt, dass du sowieso aufläufst, dann nimmst du automatisch eine entsprechende Einstellung an“, erklärt Akkus.

Diese Situation entsprach nicht der Vorstellung des ehrgeizigen Trainers, der über die B-Lizenz verfügt und vor seinem Engagement beim FCM die Reserve des FV Stierstadt aus der B-Liga in die A-Liga geführt hatte.

Als er vor anderthalb Jahren nach Mammolshain kam, da galt die Mannschaft als Absteiger aus der Kreisoberliga zu den Aufstiegsanwärtern. Nach einigen Abgängen, darunter zuletzt die Leistungsträger Wayne Schäfer und Jan Hees (beide jetzt 1. FC-TSG Königstein), mussten die Ziele immer weiter nach unten korrigiert werden. Aufgrund verspäteter Vorstandswahlen konnte der Kader im Sommer zudem nicht aufgerüstet werden. „Im Winter hätte ich mindestens sechs Neue gebraucht, aber der Markt ist jetzt abgegrast“, weiß Akkus. Darüber hinaus zeigt er sich auch von der Mentalität vieler Spieler enttäuscht. „Ich hatte einen Kandidaten, der drei Termine ohne Absage hat platzen lassen“, fügt er an.

Akkus macht kein Hehl daraus, dass er möglichst bald wieder eine neue Aufgabe angehen möchte. Am liebsten bei einem Verein, in dem die Spieler genauso voller Tatendrang sind, wie der Fußballlehrer selbst. Am vergangenen Sonntag schaute er sich übrigens den 4:1-Sieg von Gruppenligist FC Oberstedten gegen die TSG Nieder-Erlenbach an. Beim FCO sind mit den Gebrüdern Erkan und Cevat Temur (2. Mannschaft) ehemalige Nachbarn von Vartan Akkus am Ball, die er noch aus Frankfurter Zeiten kennt. Einen neuen Trainer sucht der Club aus dem Oberurseler Stadtteil aktuell auch.

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