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Die Trauben hängen zu hoch: Julia Hinterthür (2. v.li.) stemmte sich vergeblich gegen die 0:3-Niederlage.

Volleyball

Die Alarmglocken schrillen

Jetzt haben die Karbenerinnen sämtliche Gegner vor sich in der Tabelle. Die neuerliche Niederlage in Wiesbaden ist gleichbedeutend mit der „roten Laterne“.

Für die Volleyballdamen der TG Groß-Karben schrillen die Alarmglocken. Durch eine glatte 0:3 (21:25, 20:25, 24:26)-Niederlage bei der TG Naurod rutschte das Team aus der Wetterau mit nur vier Punkten aus neun Spielen an die zehnte und damit letzte Position der Oberliga Hessen. Was auch daran lag, dass das bisherige Schlusslicht Jahn Kassel sein Punktekonto durch einen 3:1-Sieg bei der FSV Bergshausen auf sechs Zähler aufstockte und auf Rang neun rückte.

Wiesbaden hatte sich damit wieder einmal als schlechtes Pflaster für die Karbenerinnen erwiesen. Zumal Maja Leutar noch vor dem Spiel umknickte, unter Schmerzen aber auf gutem Level durchspielte.

Die Karbenerinnen starteten furios gegen die TG Naurod und führten im ersten Satz mit sechs und mehr Punkten, ließen sich aber auf der Zielgeraden noch abfangen (21:25). Dabei hatte das Spiel mit einem Ass von Jana Achtert begonnen. Auch in den nächsten Ballwechseln agierten die Gäste konzentriert und zogen dank guter Aufschläge und Angriffsaktionen rasch davon. Schon in dieser Phase zeigten sich Susanne H., Pakize Saglik und Janina Hecht in bestechender Form. Nach fünf Minuten stand es 9:3, Naurod nahm eine erste Auszeit. Nach dem 16:10 näherten sich die Gastgeberinnen langsam an. Als es dann nur noch 18:16 stand: Auszeit Karben. Beim 21:19 Karbens nächste Auszeit. Die half aber nicht: Naurod drehte mit sechs Punkten in Folge den Satz (25:21). Karben hatte es nicht gepackt, den Deckel draufzumachen.

In Satz zwei brauchte Naurod nur sieben Minuten, um mit 7:2 in Führung zu gehen. Daraus wurde ein 15:7. Erst nach dem 19:12 fanden die Karbenerinnen zurück zu ihrem Spiel und holten Punkt für Punkt auf – bis zum 20:21 aus ihrer Sicht – schafften es aber nicht, an Naurod vorbeizuziehen. Mit 20:25 ging auch dieser Satz perdu. Wieder hatte auf der Zielgeraden die Zahl der Karbener Eigenfehler zugenommen, gerieten Annahmen ungenau und wurden Aufgaben verschlagen.

Im dritten Durchgang gelang es zunächst keinem Team, sich abzusetzen, auch wenn die Gastgeberinnen durchweg vorn lagen. Mit zwei Auszeiten bei 15:19 und 18:21 versuchte Groß-Karben der TG Naurod in die Suppe zu spucken. Und selbst beim Stand von 19:24 gaben die Karbenerinnen, frenetisch angefeuert von ihren mitgereisten Fans, nicht auf, zeigten Kampfgeist und glichen zum 24:24 aus. Mehr aber gelang ihnen nicht, denn die nächsten beiden Punkte gingen an Naurod. 24:26 aus Karbener Sicht und 0:3 nach Sätzen. Ergo: keine Zähler. Die Wiesbadenerinnen hingegen hatten allen Grund zum Tanzen. gg

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