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Markus Neugebauer (links) und Jann Bangert behindern gemeinsam den Baunataler Thomas Müller.

Fußball-Hessenliga

Alles Noguchi oder was?

SV Rot-Weiß Hadamar – KSV Baunatal 4:1 (1:0). Nach zwei Niederlagen hintereinander war vom ersten Augenblick an zu spüren, dass Hadamar willig war, die Zähler zu Hause zu behalten. Beide Mannschaften schenkten sich bei intensiven und zuweilen sehr aggressiven Zweikämpfen keinen Zentimeter Kunstgras. Mit zunehmender Dauer erarbeiteten sich die Rot-Weißen aber ein Übergewicht. Erstmals gefährlich wurde es nach knapp 20 Minuten, als Jann Bangert ein Patrick Kuczok-Zuspiel verarbeitete, aus 20 Metern aber daneben zielte (19.). Bald darauf durften die Rot-Weißen ihren Japaner herzen: Jann Bangert hatte von rechts geflankt, Marius Löbig legte mustergültig per Kopf ab, und Yuki Noguchi sorgte per Direktabnahme für das umjubelte 1:0 (22.). 

Ohnehin hatten die Aktionen des zuletzt in der zweiten Mannschaft überzeugenden Noguchi Hand und Fuß. Gefährlich wurde Baunatal im Übrigen in der ersten Halbzeit nur einmal, als Fatih Üstün per Freistoß servierte, Thomas Müller allerdings daneben köpfte (27.). Sechs Minuten vor der Pause verpasste Yuki Noguchi zunächst noch seinen zweiten Treffer (39.), doch bald nach Wiederbeginn holte er das Versäumnis nach – und wie: Baunatals Keeper Pascal Bielert eilte zur Klärung aus seinem Tor, der Ball landete bei Noguchi, der das Spielgerät aus sage und schreibe 40 Metern Entfernung direkt nahm und unter die Latte setzte (47.) – 2:0, Ekstase hier, Entsetzen da.

 Ab diesem Zeitpunkt hatte der KSV seine beste Phase, spielte gefällig und zügig nach vorne und verpasste den Anschlusstreffer: Christopher Strauch parierte einen Kopfball von Mario Wolf aus kurzer Distanz ganz stark (49.). Die Hausherren überstanden das und durften sich nach einer guten Stunde über numerische Überzahl freuen. Joonhaeng Koo musste nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Feld – nicht der erste Platzverweis für die Nordhessen in dieser Saison . . . 

Von da an hatte die Elf von Torsten Kierdorf aber auch wirklich alles im Griff. Jonas Herderings Freistoß von der Seitenauslinie knallte an die Latte (64.), Yves Böttler visierte nach Bangert-Flanke das Außennetz an (67.). Der Vorbereiter tankte sich wenig später eindrucksvoll durch und schloss aus 16 Metern wuchtig zum 3:0 ab (69.) – die Partie war gelaufen. Auf der anderen Seite zeigte Christopher Strauch gegen Manuel Pforr wiederholt sein ganzes Können (72.), ehe erneut Jann Bangert nach einem Konter und der präzisen Vorarbeit Steffen Rückers das 4:0 besorgte (80.). Dass Maximilian Blahout zumindest den Ehrentreffer für Baunatal markierte, änderte nichts an der Tatsache, dass die reifere und klar bessere Mannschaft die Ernte einfuhr. 

Hadamar: Strauch, Kuczok, Dimter, Mar. Neugebauer, Böttler (75. Zey), Noguchi (87. Ladipo), Rücker, Löbig (83. S. Neugebauer), Herdering, Bangert, Mat. Neugebauer – Baunatal: Bielert, Cho, Künzel, Wolf, Üstün (67. Heussner), Pforr (74. Petrukhin), Müller, Schäfer, Möller (60. Sattorov) – SR: Stübing (Gründau) – Tore: 1:0 (22.), 2:0 (47.) beide Yuki Noguchi, 3:0 (69.), 4:0 (80.) beide Jann Bangert, 4:1 Maximilian Blahout (82.) – Gelb-Rot: Joonhaeng Koo (Baunatal/63./wiederholtes Foulspiel) – Zuschauer: 180.

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