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Ballfixiert: Oberrads Longhitano (rechts) und Hausens Razdar.

Gruppenliga

Alles will Seckbach nicht schwarz sehen

Spitzenreiter Oberrad steht vor einer echten Bewährungsprobe.

Die Spvgg. Oberrad will am Sonntag die Tabellenführung in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West beim Verfolger TSV Bad Nauheim verteidigen (siehe Extratext). Alle Spiele beginnen um 15 Uhr.

Einen Rang vor den Bad Nauheimern liegt der SV BKC Bosnien auf Tabellenplatz zwei. „Wir haben keinen Druck“, unterstreicht der Sportliche Leiter Admir Malohodzic: „Unser erstes Ziel waren 40 Punkte, das zweite ein einstelliger Tabellenplatz, da sind wir momentan über dem Soll.“ Nach dem jüngsten 4:4 bei der TSG Nieder-Erlenbach war Malohodzic nicht ganz zufrieden: „Das hat die Mannschaft etwas leicht auf sie Schulter genommen“, blickt er zurück, meint aber auch: „Es war ein Weckruf, dass wir immer hundert Prozent geben müssen.“ So auch im Heimspiel gegen den TuS Merzhausen. Malohodzic warnt: „Die fahren in der Liga Achterbahn, sind ein unberechenbarer Gegner.“ Almir Derdemez steht den Bosniern wieder zur Verfügung.

Für die FG Seckbach lief es zuletzt nicht nach Wunsch. Nach der knappen Niederlage gegen die Spvgg. Oberrad folgte das 2:2 beim FC Kalbach. „Da war mehr drin“, blickt Spielertrainer Manuel May zurück. Ein Sieg im Heimspiel gegen den SKV Beienheim würde sicherlich Kräfte freimachen. „Aber ich sehe uns momentan nicht als Favorit“, sagt May, der selbst aufgrund einer „Rot“-Sperre nicht dabei ist: „Wir wollen aber nicht alles schwarz sehen, vielleicht gelingt uns ja gegen die starken Beienheimer der Befreiungsschlag.“

Auch nach zwei Siegen in Folge mit starken Leistungen sieht Asghar Ali-Jaali, der Sportliche Leiter der Spvgg. Fechenheim , seine Mannschaft „nicht als klaren Favoriten“ gegen Schlusslicht TSG Nieder-Erlenbach: „Ich habe den Gegner zweimal gesehen und halte ihn für stärker als der Tabellenplatz vermuten lässt. Sie haben mit Andreas Eifert einen gefährlichen Stürmer. Das wird kein Selbstläufer.“ Trainer Cem Caput muss am Sonntag auf Metehan Karakus, Antonio Lenhart (beide mit Knieverletzung) und Daniel Lotz (krank) verzichten.

Für Michele Raimondi sind die Fechenheimer aber Favorit. Der Trainer der TSG Nieder-Erlenbach hofft weiter auf den Lerneffekt bei seiner neuformierten Truppe: „Wir haben schon gute Spiele abgeliefert, sind aber einige Male an Unkonzentriertheiten und unserer Unerfahrenheit gescheitert. Wir werden wieder versuchen, unser Spiel zu machen, und müssen dabei alles abrufen um zum Erfolg zu kommen.“ Fehlen wird diesmal wieder Albert Wedel (Zerrung).

Der FC Kalbach reist zur DJK Bad Homburg, die zuletzt mit dem 3:2 in Oberrad überraschte. „Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel“, verkündet Trainer Karol Drynda, denn seine Mannschaft ist nur einen Punkt vom ersten Abstiegsplatz und vier vom morgigen Gegner entfernt. „Die Mannschaft weiß um die Bedeutung der Partie und will endlich wieder einen Dreier holen. Das wird aber schwierig genug werden, zumal der Gegner mit Klug, Stein, Fliess, Cirak und Augustincic fünf ehemalige Kalbacher in seinen Reihen hat“, so der Coach,

Noch kritischer ist die Situation für den FV Hausen, der mit nur zwei Siegen auf dem vorletzten Tabellenrang steht. „Wir müssen endlich mal wieder gewinnen“, sagt Trainer Martin Reyschmidt vor dem Heimspiel gegen den FC Neu-Anspach. Gegen die mit 44 Treffern momentan treffsicherste Offensive der Liga ist das ein schwieriges Unterfangen, zumal die Personalnot in Hausen weiterhin groß ist. Zu den drei von Kreuzbandrissen betroffenen Spielern kommen nun auch noch Marcus Neugebauer und Mohamed Bouhout dazu, ebenfalls mit Knieverletzungen.

(ehr)

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