Die Chancen sinken, dass die Handball-Oberligisten noch um den Aufstieg in die 3. Liga spielen. Foto: dpa
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Die Chancen sinken, dass die Handball-Oberligisten noch um den Aufstieg in die 3. Liga spielen.

Handball, Aufstiegsrunde zur 3. Liga

Am 14. Mai fällt eine endgültige Entscheidung

  • Volker Hofbur
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Der Münsterer Trainer Daniel Wernig versteht die Aufschiebung nicht

Münster -Die Sitzung des Arbeitskreises Spieltechnik des Hessischen Handball-Verbandes (HHV) hat noch keine endgültige Entscheidung über eine mögliche Aufstiegsrunde der Oberligisten zur Dritten Liga getroffen. Doch ist ein Ende der Hängepartie absehbar. Bis zum 14. Mai müssen die Voraussetzungen zur Durchführung der Aufstiegsrunde erfüllt sein, sonst wird es keine Aufsteiger aus Hessen geben. Der Hessische Handball-Verband hatte frühzeitig festgelegt, dass es nach seinen Statuten erforderlich sein wird, dass Aufsteiger sportlich ermittelt werden müssen.

Sechs Oberliga-Mannschaften hatten bei den Männern gemeldet, zwei waren es bei den Frauen. Der Verband machte deutlich, dass am 28. Juni der Aufsteiger an den Deutschen Handball-Bund (DHB) gemeldet werden muss, diese Frist wurde verlängert. Damit muss am 27. Juni das letzte Spiel stattgefunden haben. Bereits frühzeitig hatte der HHV angesichts der langen Wettkampf- und Trainingspause der Oberligisten festgelegt, dass den Mannschaften spätestens vier Wochen vor Beginn der Aufstiegsrunde wettkampfnahes Training in der Halle mit Körperkontakt möglich sein muss. Zudem wird die Aufstiegsrunde nur dann gespielt, wenn diese Voraussetzungen bei allen teilnehmenden Mannschaften (Frauen und Männer) gegeben sind. Die Aufsteiger werden an den Deutschen Handball-Bund auch nur gemeldet, wenn diese bei Frauen und Männern ermittelt werden können. Unter diesen Voraussetzungen und der Berücksichtigung eines möglichen Spielplans ergibt sich damit, dass für alle teilnehmenden Mannschaften spätestens am kommenden Freitag, 14. Mai, Kontaktsport in der Halle möglich sein muss. Sollte dies nicht der Fall sein, wird die Aufstiegsrunde nicht ausgespielt und werden aus Hessen für die kommende Saison keine Aufsteiger in die Dritte Liga gemeldet.

Schaut man sich die derzeitigen Inzidenz-Werte in den Landkreisen der gemeldeten Teilnehmer an, so liegen sie weit auseinander. Der Main-Taunus-Kreis (TSG Münster) liegt bei 116, es folgen der Landkreis Kassel (127/MT Melsungen), der Landkreis Bergstraße (132/HSG Bensheim/Auerbach/Frauen), der Landkreis Gießen (144/HSG Pohlheim, HSG Kleenheim-Langgöns, TSG Leihgestern/Frauen), die Stadt Hanau (186/HSG Hanau II) und die Stadt Offenbach (256/TSG Bürgel). Dass sich in acht Tagen die Situation so ändert, dass ein Trainingsbetrieb ohne Auflagen für alle Mannschaften möglich sein wird, scheint schwer vorstellbar.

Auch dem Münsterer Trainer Daniel Wernig fällt es schwer, noch an eine Chance für die Aufstiegsrunde zu glauben. "Eigentlich habe ich es innerlich schon abgehakt, aber ein kleiner Funken Hoffnung bleibt", erklärt er, "doch muss ich sagen, dass ich auf eine endgültige Entscheidung gehofft habe. Ich finde es richtig schlimm, dass die Hängepartie nun noch weitergeht - um einige einzelne Tage. Ich denke, dass die Situation bleibt und sich nicht so gravierend in den kommenden Tagen ändern wird". Während in anderen Landesverbänden Aufsteiger gesetzt werden, besteht der Hessische Verband darauf, die Aufsteiger auszuspielen, da es ihm in seinen Statuten nicht anders möglich ist. So fragt Wernig, warum man der Hängepartie nicht ein Ende macht. "Man kann doch sagen, dass man es in dieser Situation nicht hinkriegt. Es ist das einzig Vernünftige, dass es ausfällt", macht Wernig deutlich, "das Geeier geht mir ziemlich auf die Nerven. Die Spieler warten ja auch auf eine Entscheidung. Ich hoffe, dass da ein Deckel draufkommt".

Wernig hofft, Mitte Juli mit einem geordneten Trainingsbetrieb beginnen zu können. Er hat seinen Spielern derzeit Trainingsorientierungen gegeben, die im Ausdauerbereich stattfinden und auch Kräftigungsübungen beinhalten, die sportartspezifisch sind: "Sonst werden wir im Sommer mit schweren Verletzungen zu tun haben. Die Runde wird nicht vor Oktober starten." vho

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