1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport

American Football: Aller Anfang ist schwer...

Erstellt:

Von: Marion Morello

Kommentare

Das sieht doch schon ganz professionell aus: Die Neulinge üben unter der Anweisung einiger „Black-Goats“-Spieler eine erste Formation auf dem Kunstrasen in Oberweyer ein.
Das sieht doch schon ganz professionell aus: Die Neulinge üben unter der Anweisung einiger „Black-Goats“-Spieler eine erste Formation auf dem Kunstrasen in Oberweyer ein. © Klaus-Dieter Häring

Die „Black Goats Mannebach“ hatten zum Schnuppertraining nach Oberweyer eingeladen - und ganz viele sind gekommen.

Der Höhepunkt für jeden eingefleischten American-Football-Fan ist der Super-Bowl, das große Finale der National-Football-League (NFL) in den USA. Dieses Mega-Event ist seit einer Woche Geschichte. Die Los Angeles Rams haben bekanntlich mit 23:20 im eigenen Stadion gegen die Cincinnati Bengals gewonnen. Wer sich die Final-Nacht um die Ohren geschlagen und Blut geleckt hat - sprich: diesen Sport selbst mal gerne ausprobieren wollte -, der hatte vor wenigen Tagen die Gelegenheit dazu bei den „Black Goats Mannebach“, dem einzigen American-Football-Team im NNP-Land. Aufgrund steigender Nachfrage hatten die „Goats“ gleich zwei Schnuppertrainings-Einheiten auf dem Kunstrasen in Oberweyer angeboten.

Das Team um seinen Head Coach und Offensive-Coordinator Robert Wilhelmy staunte nicht schlecht, denn die Resonanz war riesig. Zur Unterstützung standen viele „Black Goats“-Spieler bereit, um den Neulingen für ihre ersten Eindrücke einen passenden Rahmen zu bieten und Hilfestellung zu leisten. Die bestand vor allem darin, dass die Interessierten „ihren geeigneten Platz“ in einer Football-Mannschaft finden. In Oberweyer wurde die Gruppe in zwei Abteilungen aufgegliedert: die Defense und die Offense. Entsprechend wurden auch die Trainer eingeteilt, die unmittelbar mit den entsprechenden Ansagen loslegten.

Wer sich nicht sofort mit ins Getümmel stürzen wollte, der hatte die Möglichkeit, sich das bunte Treiben zunächst aus der Distanz anzuschauen. So wie Elias Esapathi aus Ahlbach, der sich in die Reihe der Zuschauer begeben hatte. Als Fußballer sei er „schon immer“ interessiert gewesen am American Football. Als Mittelfeldspieler auf dem Fußballplatz wurde er hier der Defense zugeteilt, um dann beim Konditionstraining gleich mittendrin zu sein. Dennis Aykanat aus Elz hatte bislang nie die Gelegenheit gehabt, sich einem Football-Team anzuschließen, weil er noch keinen Führerschein besitzt. Mit den Niederhadamarern hat er jetzt ein Team „vor der Haustür“. So war es für ihn nur logisch, am Schnupperwochenende der „Black Goats“ teilzunehmen.

Über einen Arbeitskollegen ist sein Bruder Fabian Aykanat aus Hintermeilingen zum American Football gekommen. Er kann sich eine Position als Runningback oder in der Defense gut vorstellen. Auch er hat schon Fußball gespielt, aber wegen der mangelnden Kondition wieder aufgehört. Ob er sich, wie die anderen Football-Neulinge, den „Black Goats“ anschließen wird, muss die Zukunft zeigen. Auf jeden Fall stünde dann zuerst einmal eine Investition für Helm und Brustpanzer an; da kommen schnell 500 Euro zusammen. Wer das auf sich nehmen möchte, muss dann eigentlich nur noch dienstags und donnerstags von 20 bis 22 Uhr zum Sportplatz nach Oberweyer kommen, wenn die „Black Goats Mannebach“ ihr Training zelebrieren. KLAUS-DIETER HÄRING

Auch interessant

Kommentare