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Symbolbild.

Fußball-Gruppenliga Wiesbaden

Auch drei Schmitz-Treffer genügen Weyer nicht

Turbulenter Start in der Fußball-Gruppenliga Wiesbaden. Der SV Rot-Weiß Hadamar landete beim schier übermächtigen Spitzenreiter FC Bierstadt ein beachtliches 1:1. Die Hadamarer festigten ihren einstelligen Tabellenplatz und dürfen durchaus stolz sein.

Das gilt auch für die SG Kirberg/Ohren/Nauheim, die ihr Fünkchen Hoffnung mit dem 1:1 in Oberliederbach nährten, und den RSV Würges nach dem 1:1 gegen Niederhöchstadt. Nicht so stolz kann der RSV Weyer sein, der dank dreier Treffer von Michael Schmitz zweimal bei Hellas Schierstein führte, mit leeren Händen heimfuhr und mit dem Gegner die Tabellenplätze tauschte. Leer ausgegangen ist auch der SV Elz, der – wie immer – ein anständige Leistung geboten hatte, aber nach Spielschluss mit einem 1:3 dastand.

FC Bierstadt – SV RW Hadamar 2 2:2 (2:1). Mit einem respektablen Unentschieden trennte sich der SV Rot-Weiß 2 vom Favoriten und aktuellen Tabellenführer. Hadamar hatte einen Blitzstart erwischt: Benjamin Kretschmer traf in der 6. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß aus dem Halbfeld zum frühen 0:1. Die Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten. Sechs Minuten später wusste Hernandez die Verwirrung nach einem zuvor abgewehrten Freistoß zu nutzen und erzielte den Ausgleich; Torjäger Volkan Zer war es, der nach einer Flanke richtig positioniert war und (34.) den Ball im Tor des SVH zum 2:1 unterbrachte. Nach dem Wechsel begann die beste Zeit der Gastmannschaft, die Bierstadt nun mehr und mehr unter Druck setzte. Benjamin Kretschmar setzte nach gut 60 Minuten mit einem „Lupfer“ Niklas Kern bestens in Szene, der Torwart Kissler aussteigen ließ und zum 2:2 traf. Mitten in die Hadamarer Drangperiode zeigte der Referee nach einer Reklamation dem zuvor schon verwarnten Kretschmer Gelb-Rot. Hätten die Rot-Weißen das Spiel mit elf Mann zu Ende spielen können, vielleicht wäre sogar mehr als ein Punkt drin gewesen. Für den Tabellenführer war das Remis schmeichelhaft. rei

Hadamar: Hasselbach, Lo Guasto, Steinebach, Ladipo, Makana, Kilic, Pandov, Kretschmer, Burggraf, Kern, (82.Cetin), Schreiner – Tore: 0:1 Kretschmer (6.), 1:1 Hernandez (12.), 2:1 Zer (34.), 2:2 Kern (61.) – SR: Hartmann – Zuschauer: 100.

SV Elz – TuS Hornau 1:3 (1:0). Hornau machte immensen Druck, spielte die Kombinationen aber nicht konsequent genug zu Ende oder scheiterte am SVE-Defensivverbund. In einer Phase, in der eigentlich der TuS noch etwas mehr Spielanteile hatte, fiel das 1:0 für Elz. Dennis Dietrich spitzelte das Leder aus spitzem Winkel am Hornau Keeper vorbei an den Pfosten, und Mustafa Günes drückte das Spielgerät zur Führung über die Linie (15.). Im zweiten Abschnitt rannte der TuS Hornau weiter das Gehäuse der Elzer an. Der Abwehrriegel der Heimannschaft hielt aber noch eine Zeit lang dicht. Devate Burnett hatte noch die beste Möglichkeit zum Ausgleich, aber er vergab (60.). Die Gelb-Schwarzen konnte in der Folgezeit nur reagieren, und Hornau hatte etwas mehr Biss in seinen Aktionen. Tim Claas belohnte sein Team für den Aufwand mit dem 1:1-Ausgleichstreffer (66.). Knapp zehn Minuten später markierte Devante Burnett das 1:2 und hatte die Partie damit gedreht (75.). Der SV Elz wurde in der Schlussphase noch einmal etwas agiler, aber das letzte Aufbäumen zahlte sich nicht mehr aus. Stattdessen markierte Burnett das 1:3. höl

Elz: Schmitt, Born M., Frackowiak, Neis, Born A., Balmert (89. Bay), Dragusha, Schlag, Günes, Lüpke, Dietrich (Peters, Purtauf) – Tore: 1:0 Mustafa Günes (15.), 1:1 Tim Claas (66.), 1:2 Devante Burnett (75.), 1:3 Devante Burnett (89.) – SR: Müller (Herborn) – Zuschauer: 47.

Hellas Schierstein – RSV Weyer 4:3 (0:2). Weyer erwischte einen guten Start nach der Winterpause und hatte durch einen Fernschuss von Andreas Petri die erste Torchance (10.). Nach einer Viertelstunde machte es Torjäger Michael Schmitz etwas genauer und schloss den zweiten Angriff mit einen Schuss ins Toreck zur Führung ab (13.). Die Überlegenheit des RSV resultierte nach mehreren Chancen in einem Foulelfmeter, den Michi Schmitz in gewohnter Manier sicher verwandelte (26.). Mit dem Pausenpfiff hätte Luca Seibel den Deckel draufmachen können, aber Torwart Thomas Kautz hielt Hellas im Spiel, so dass es nach dem Wechsel turbulent weitergehen sollte. Schierstein kam mit viel Wut im Bauch zurück und glich kurz nach der Pause innerhalb von drei Minuten aus – beide Treffer schienen durchaus vermeidbar. Doch der RSV ließ sich davon zunächst nur kurz schocken. Dennis Wecker inszenierte den nächsten Angriff, flankte mustergültig, und Michi Schmitz erzielte per Kopf seinen dritten Treffer. Hellas war aber nun auch richtig in Fahrt und glich nach einem Freistoß nicht nur erneut aus, sondern ging auch erstmals in Führung. Nach diesem zweiten Doppelschlag erholten sich Grün-Weißen nicht mehr und konnten auch die zahlenmäßige Überlegenheit in den letzten zehn Minuten nicht mehr ausnutzen. rbr

Weyer: Hisenay, Uran, Wecker, T. Sawall, Din, L. Seibel, D. Seibel, Schmidt, Schmitz, Wind (42. Aaki), Petri – SR: Kuchler (Nidderau) – Zuschauer: 87 – Tore: 0:1 Schmitz (13.), 0:2 Schmitz (26., FE), 1:2 Pontes (50.), 2:2 Lytras (53.), 2:3 Schmitz (55.), 3:3 Pontes (65.), 4:3 Adou (73.) – Gelb-Rot: Koukoulis (77./wiederholtes Foulspiel).

RSV Würges – TuRa Niederhöchstadt 1:1 (1:1). Die Einordnung des Unentschiedens fällt zwiespältig aus: Für den Heimverein wäre ein Dreier im Bereich des Möglichen gewesen – gerade nach der Chancenverteilung in der zweiten Halbzeit. TuRa, um sieben Punkte vor dem RSV platziert, war von Anfang an wohl mit einem Remis zufrieden. Die Endabrechnung wird zeigen, was der Punkt für den RSV wert sein wird. Würges musste kurzfristig in der Startelf Harmouch durch Glasner ersetzen, außerdem wurde Mark Fries als Innenverteidiger aufgeboten. Die Partie begann für den RSV denkbar schlecht: In der 7. Minute lupfte der Niederhöchstädter Dennis Wohl den Ball über Rock nach einer zu kurzen Kopfballabwehr und einem Missverständnis in der Verteidigung. In der 10. Minute scheitere Fries mit einem abgefälschten Freistoß aus 22 Metern an der Latte, der Nachschuss von Glasner streifte nur hauchzart rechts am Tor vorbei. Dann setzte TuRa einen Schuss ans Lattenkreuz, nachdem der Ball fast unbehelligt quer auf der Torlinie entlanggelaufen war. Von nun an war der RSV optisch überlegen. Maxi Meuth verzog (30.), aber mit dem Halbzeitpfiff fiel der verdiente Ausgleich: Nach Rechtsflanke von Erwe war Pedraza zur Stelle. Nach dem Pausentee war direkt weiter der RSV am Drücker. Obwohl genügend Zeit vorhanden war, setzte Tim Böhmer einen Ball (47.) deutlich über das Gehäuse, und Sayan wurde gerade so noch am erfolgreichen Abschluss gehindert. Der in der 74. Minute eingewechselte Kazerooni war ein belebendes Element für den RSV; er scheiterte mit einen Flachschuss (78.). Gästetormann Dragun parierte einen Erwe-Fernschuss. In der 88. Minute noch kurze Aufregung: Erwe kam im Sechzehner zu Fall, die Pfeife blieb stumm.

Würges: Rock, Becker, Glasner, Fries, Böhmer, Maxi Meuth, Hohly, Sayan (74. Kazerooni), Erwe, Pedraza, Nukovic (68. Manuel Meuth/77. Pickhardt) – Tore: 0:1 Dennis Wohl (7.), 1:1 Jermaine Pedraza (45.+1) – SR: Kohaut (Nidderau) – Zuschauer: 120.

SG Oberliederbach – SG Kirberg/Ohren/Nauheim 1:1 (1:0). Am Sechzehner war bei beiden Schluss. Kirberg hielt kämpferisch gut dagegen und kämpfte sich ins Spiel. Bis zur 25. Minute hatten beide Teams je einen echten Torschuss. Nach einer halben Stunde fiel nach schöner Kombination aus leicht abseitsverdächtiger Position durch Florim Abdi das 1:0. Danach hatte Oberliederbach zwar ein optisches Übergewicht, aber mehr auch nicht. Daniel Dylong (43.) hatte den Ausgleich auf dem Fuß, aber der Ball Strich aus 20 Metern am rechten Posten vorbei. Die Hünfeldener kamen mit Macht aus der Kabine und hatten folgerichtig gute Chancen. Die beste bot sich Robin Butzbach (50.); SGO-Keeper Torsten Lechner lenkte jedoch zu Ecke. Das Spiel verflachte. Vor dem Tor waren beide Teams mit ihrem Latein am Ende. In der 70. Minute hatten die Oberliederbacher mit einem Freistoß die nächste Gelegenheit, der Ball wurde von der Mauer geblockt. Im Gegenzug bot sich Robin Butzbach die Chance, aber erneut gab es nur Ecke. Der Ausgleich fiel kurze Zeit später (80.) durch Daniel Kraft mit einem „Hammer“ in den Winkel. Kurz vor Schluss musste Kirbergs Torwart Yannik Grossmann noch einmal aus kurzer Distanz abwehren. Dann war der erste Punkt in 2019 verdient im Sack. Ein starkes Spiel gegen den Tabellendritten, das Hoffnung auf mehr macht.

Kirberg/Ohren/Nauheim: Y. Grossmann, Kraft, Schulz, Pfeiffer, Enderich, Dylong, Reusch, R. Butzbach, Azemi, Scheu8, Yücel (Hergenhahn, Paulus, Stephan, Schmicking, Gapp) – SRin: Olivia Depta (Schlüchtern) – Tore: 1:0 Florim Abdi (30.), 1:1 Daniel Kraft (80.).

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