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Hessischer Fußball-Verband

Aufstieg grundsätzlich per Quotientenregel

  • Marion Morello
    vonMarion Morello
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Der Hessische Fußball-Verband (HFV) hat bezüglich des Umgangs mit dem Spielbetrieb der aktuellen Saison 2019/2020 im Rahmen der Sitzung des Verbandsvorstandes am Samstag (06. Juni 2020) im Falle eines vorzeitigen Saisonendes eine detaillierte Empfehlung erarbeitet, die durch die Bestätigung durch den am 20. Juni stattfindenden außerordentlichen Verbandstag amtlich werden könnte. Diese lautet: Der Aufstieg der Teilnehmer an Relegations- und Aufstiegsspielen soll ebenfalls nach der Quotientenregel erfolgen.

Die einstimmige Empfehlung des Verbandsvorstandes an die Delegierten vom 16. Mai, dass die Saison 2019/20 zum 30. Juni 2020 beendet werden und die Wertung mit Hilfe der Quotienten-Regelung mit Aufsteigern gemäß des Spielgeschehens der Saison 2019/2020, aber ohne Absteiger erfolgen soll, wurde nun mit großer Mehrheit (rund 84 Prozent) dahingehend ergänzt, dass der Aufstieg der Teilnehmer von Relegations- und Aufstiegsspielen ebenfalls nach der Quotientenregel erfolgen soll. 

Dabei soll nicht zwischen Aufstiegsspielen und Relegationsspielen unterschieden werden. In beiden Bereichen sollen entsprechend dem Spielgeschehen die jeweiligen Aufsteiger ebenfalls unter Anwendung der Quotientenregel ermittelt werden, um keine unterschiedliche Behandlung auf Kreis- und Verbandsebene vorzunehmen.

„Im Zuge der zahlreichen Diskussionen bezüglich des Themas mit dem Umgang der Saison 2019/2020 und den daraus resultierenden Aufsteigern wollten wir stets eine Lösung im Sinne der Mehrzahl unserer Vereine finden. Mit der heute beschlossenen Empfehlung haben wir eine solche gefunden, die zugleich auch rechtlich abgesichert worden ist. Dass wir nicht hundertprozentige Zustimmung ernten werden, ist uns natürlich klar und auch nicht zu erwarten. Die Herausforderung der folgenden Saison gehen wir mit kreativem Denken und voller Optimismus an“, erklärten HFV-Präsident Stefan Reuß und Vizepräsident Torsten Becker.

Grundlage für die empfohlene Regelung ist, dass der HFV in der HFV-Rechtsordnung, insbesondere in der HFV-Spielordnung regelt, welche Vereine sich sportlich für den Spielbetrieb der jeweiligen Ligawettbewerbe qualifizieren können. Im Einzelfall werden dazu Entscheidungs-, Relegations- und Aufstiegsspiele oder eine Qualifikationsrunde durchgeführt. Diesbezüglich wurde zudem ein Gutachten in Auftrag gegeben, mit dem sich das Präsidium intensiv beschäftigte.

Folgen die Delegierten beim Verbandstag dieser Empfehlung, hieße der Aufsteiger aus den Verbandsligen Buchonia Flieden, aus den Gruppenligen SG Walluf, aus den Kreisoberligen SG Nassau Diedenbergen, aus der Kreisliga A Limburg-Weilburg TSG Oberbrechen, aus den Kreisligen B Limburg-Weilburg SV Elz 2 und aus den Kreisligen C Limburg-Weilburg SG Merenberg 2.

Folgende Beschlussvarianten sollten auf Grundlage der bisherigen Empfehlungen und Erörterungen unter diesem Punkt zur Abstimmung gestellt werden, wobei der Verbandsvorstand den Delegierten empfiehlt, für die Beschlussvariante C zu stimmen.

Beschlussvariante A: Abschlusstabelle nach Quotientenregel - direkte Aufsteiger und Absteiger - keine Auf- und Absteiger aus Relegations- und Aufstiegsspielen.

Beschlussvariante B: Abschlusstabelle nach Quotientenregel - direkte Aufsteiger - keine Absteiger, ausgenommen Ausscheiden, freiwilliger Abstieg und Rückzug - keine Auf- und Absteiger aus Relegations- und Aufstiegsspielen.

Beschlussvariante C: Abschlusstabelle nach Quotientenregel - direkte Aufsteiger - keine Absteiger, ausgenommen Ausscheiden, freiwilliger Abstieg und Rückzug - Aufsteiger aus Relegations- und Aufstiegsspielen nach Quotientenregel.

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