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Auch der Weltmeister kommt

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Einen Monat vor dem Eschborner Halbmarathon am 12. Juli stellten Organisatoren, Sportler und Sponsoren die Neuerungen für die 2. Auflage des Laufs vor, der bei der Premiere fast 900 Starter verzeichnete.

Es lag eine ganz besondere Stimmung in der Luft, als zu Beginn des Pressegesprächs ein kleiner Film gezeigt wurde, der die Eschathlon-Premiere Revue passieren ließ. Emotionale Bilder von erschöpften Sportlern im Ziel, aber auch von begeisterten Zuschauern an der Strecke, ließen alle noch einmal in Erinnerungen schwelgen. „Es ist jetzt schon elf Monate her, aber es kommt uns noch immer vor, als wäre es erst gestern gewesen. Ich habe eine Gänsehaut“, gestand Jürgen Brzoska aus dem Organisationsteam. Ähnlich erging es auch den Läufern Florian Reus und André Zimmermann.

Reus, Weltmeister im 24-Stunden-Lauf, betonte, wie sehr er sich auf den zweiten Eschathlon freut. „Eigentlich habe ich mir nach meinem WM-Sieg vorgenommen, keine Läufe mehr über 10 oder 20 Kilometer zu absolvieren“, erzählte der Sulzbacher. Der Eschathlon sei aber etwas Besonderes. „Es ist eine gute Mischung zwischen einem größeren Lauf-Event, aber auch ein Stück weit familiär durch die Kinderläufe.“ Auch der kurze Anfahrtsweg freut Reus, der 2014 in Eschborn Dritter war.

Noch kürzer zum Start und Ziel am Eschborner Rathausplatz hat es André Zimmermann. Der Lokalmatador kam im vergangenen Jahr als Fünfter des Hauptlaufs ins Ziel. „Ich war vorher als begeisterter Läufer schon immer auf Strecken in der Umgebung unterwegs. Für mich ist es wirklich etwas ganz Besonderes, jetzt auch in Eschborn zu laufen“, schwärmte der Flugbegleiter, der sich bei seinen Auslandsaufenthalten stets fit hält – und wenn es manchmal aus Sicherheitsgründen auf dem Laufband des Fitnessstudios im Hotel sein muss. Rang fünf ist für Zimmermann diesmal nicht drin, da er als Zielzeit-Läufer für 1:30 Stunden beim Halbmarathon im Einsatz ist. Auch für die Zeiten 2:00 Stunden und 2:30 Stunden bieten die Organisatoren Zielzeit-Läufer an. Das ist ebenso neu wie die Funktions-Shirts, die es in diesem Jahr für jeden Teilnehmer am Halbmarathon und 10-Kilometer-Lauf sowie an der Halbmarathon-Staffel gibt. 1300 haben die Organisatoren anfertigen lassen. Um noch mehr Läufer als im – schon höchst erfolgreichen – ersten Jahr begrüßen zu können, hoffen die Verantwortlichen auf besseres Wetter als 2014, als es zeitweise in Strömen regnete.

Wetterunabhängig steht diesmal neben der Jagd nach Bestzeiten auch der soziale Aspekt im Vordergrund. Christian Hecht spendet mit seiner Firma für jeden Teilnehmer, der sowohl beim Eschahlon als auch beim Arque-Lauf am 8. November an den Start geht, vier Euro. Das Geld kommt zur einen Hälfte der Arbeitsgemeinschaft für Querschnittsgelähmte (Arque) und zur anderen Hälfte der Demenzbetreuung der Andreasgemeinde Niederhöchstadt zu Gute. Die Freundschaft zu Michael Lederer (Arque) macht’s möglich. „Das sind zwei Läufe mit verschiedenen Charakteren. Meine Idee bringt beide Läufe zusammen“, sagt Hecht.

Zu verdanken haben Hecht und Co. den Eschathlon übrigens Hasan Kurt. Im Kreis durch seine Rückwärts-Läufe beim HK-Kreisstadt-Lauf bekannt, ging für Kurt am 13. Juli 2014 „ein Traum in Erfüllung“, wie er betonte. Mit dem 2. Eschathlon lebt dieser Traum weiter.

Mehr zum Eschathlon und den Link zur Online-Anmeldung gibt es auf der Homepage

(nmz)

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