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Volkan Subasi (links) steckt mit seiner SG Ahlbach/Oberweyer noch mitten im Kreisoberliga-Abstiegskampf, während Patrick Schwarz mit seinem FCA Niederbrechen dem FC Waldbrunn 2 am letzten Spieltag ein Bein stellen kann.

Fußball im NNP-Land

Auf- und Abstieg: Holt den Taschenrechner raus

Wer steigt ab, wer steigt auf? Auch vor dem letzten Spieltag im NNP-Fußball-Land sind noch etliche Fragen offen. Wir haben gerechnet und klären auf.

VON PATRICK JAHN

Der vorletzte Spieltag der Fußball-Saison 2018/2019 im NNP-Land ist Geschichte. Einige Unklarheiten haben sich nach diesem Wochenende geklärt, denn aufgrund der Tatsache, dass entweder der SV Elz oder der RSV Würges aus der Gruppenliga Wiesbaden absteigen werden, herrscht auch im Fußballkreis Limburg-Weilburg zumindest über die Anzahl der Absteiger Klarheit. Bis aber tatsächlich feststeht, wen es in welcher Spielklasse erwischt, sind einige Mathematik-Aufgaben notwendig.

Verbandsliga Mitte: Der TuS Dietkirchen bestreitet die Aufstiegsrunde zur Hessenliga. Vier Zähler Vorsprung sind der Elf von Trainer Thorsten Wörsdörfer nicht mehr zu nehmen. Im Tabellenkeller ist seit Sonntag Fakt, dass der FC Dorndorf auch sportlich in die Gruppenliga Wiesbaden abgestiegen ist.

Gruppenliga Wiesbaden: Der RSV Weyer ist Tabellenzweiter. Gewinnt die Mannschaft von Trainer Frank Wissenbach am letzten Spieltag beim bereits abgestiegenen TuS Hornau, darf sie in die Aufstiegsspiele zur Verbandsliga Mitte. Da auch die zwei Konkurrenten FSV Hellas Schierstein und SV Niedernhausen (die SG Oberliederbach verzichtet auf einen möglichen Aufstieg) schwierige Spiele vor sich haben, könnte Weyer unter Umständen sogar eine Niederlage reichen. Im Abstiegskampf wird es kompliziert. Und so komisch es klingt: Der FC Eddersheim 2 ist definitiv gerettet, selbst wenn er gegen den FC Bierstadt verliert. Warum ist das so? Eddersheim 2 weist vor dem letzten Spieltag 39 Punkte auf, der RSV Würges ebenso, und der SV Elz 36. Wenn der SV Elz das Abstiegs-Endspiel gegen den RSV Würges gewinnt, hätten alle drei Vereine 39 Zähler. In diesem Fall würde eine Dreiertabelle aus den direkten Duellen der drei punktgleichen Teams zugrunde gelegt. Und diese besagt, dass die Eddersheimer Reservisten mit sechs erreichten Punkten „durch“ sind, weil der SV Elz (4 Punkte) und der RSV Würges (4 Punkte) nicht beide am FCE 2 vorbeiziehen können. Die Rechnung ist also einfach: Gewinnt Elz, steigt Würges ab. Gewinnt Elz nicht, müssen die Gelb-Schwarzen in die Kreisoberliga.

Kreisoberliga Limburg-Weilburg: Da entweder der RSV Würges oder der SV Elz absteigen werden, steht fest, dass neben dem TuS Obertiefenbach und der TuS Lindenholzhausen nun auch die TSG Oberbrechen als direkter Absteiger feststeht. An dieser Tatsache gibt es nichts mehr zu rütteln. Der Kampf um den Abstiegs-Relegationsplatz könnte sich im Extremfall zu einem kuriosen Rechen-Exempel entwickeln. Die Ausgangslage ist aber klar: Der VfL Eschhofen weist drei Zähler Rückstand auf die SG Winkels/Probbach/Dillhausen, die SG Ahlbach/Oberweyer und den TuS Dietkirchen 2 auf. Heißt: Eschhofen muss am letzten Spieltag zwingend bei der SG Weinbachtal gewinnen, sonst muss der VfL in die Relegation gegen den A-Liga-Zweiten. Wenn die Eschhöfer aber gewinnen, wird es interessant. Dann kommt es darauf an, wer von den drei anderen 40-Punkte-Vereinen am letzten Spieltag leer ausgeht. All die, die dann noch immer 40 Punkte aufweisen, ermitteln in einer Sondertabelle den Relegationsteilnehmer. Beispiel: Eschhofen gewinnt, und Winkels/Probbach/Dillhausen, Ahlbach/Oberweyer und Dietkirchen 2 verlieren allesamt. Die Folge: „Vierer-Tabelle“. Und hier würde es richtig heftig. Die SG Ahlbach/Oberweyer müsste mit 7 Punkten und 12:14 Toren in die Relegation, die SG Winkels/Probbach/Dillhausen wäre mit 7 Punkten und 13:14 Toren gerettet. Klar, es ist nur ein Beispiel, denn entscheidend wird sein, wer am nächsten Wochenende den Kürzeren zieht. Erst dann kommt eine Dreier- oder gar Vierer-Tabelle zum Einsatz. Vielleicht aber auch nur der direkte Vergleich zwischen zwei Mannschaften. Und eine Dreier-Tabelle beispielsweise würde wieder komplett anders aussehen, weil die Spiele des Vereins, der es schafft, gestrichen würden. Es bleibt kompliziert. Der VfL Eschhofen kann sich aber sicher sein, dass wenn er gewinnt und nur ein einziger anderer gefährdeter Verein verliert, gerettet ist. Die Bülbül-Elf hat nämlich alle direkten Vergleiche gegen die drei anderen Teams gewonnen. Spannung auch im Kampf um Platz zwei. Die besten Karten hat aktuell die SG Selters. Gewinnen die „Wassermänner“ gegen Winkels/Probbach/Dillhausen, spielen sie definitiv in der Aufstiegsrunde zur Gruppenliga Wiesbaden mit. Gegner ist am Donnerstag, 30. Mai, 15 Uhr, Rheingau-Taunus-Vertreter SV Hallgarten. Patzt Selters, reicht dem TuS Frickhofen gegen den VfR 07 Limburg ein Heimsieg, um sich auf Platz zwei vorzuschieben. Theoretisch kann auch der FC Waldbrunn 2 noch in dieses Rennen eingreifen. Dafür müsste die Verbandsliga-Reserve beim FCA Niederbrechen aber gewinnen, während sowohl Selters als auch Frickhofen nicht dreifach punkten dürfen.

Kreisliga A Limburg-Weilburg: Dieser Aufstiegskampf ist völlig irre. Plötzlich hat der TuS Waldernbach alle Trümpfe in der Hand. Gewinnen die Jungs von Spielertrainer Florian Dempewolf bei der FSG Gräveneck/Seelbach, steigen sie als Meister in die Kreisoberliga auf. Die besten Chancen auf die Relegation hat der SV Thalheim, der die SG Villmar/Aumenau empfängt. Was dann der FC Steinbach im schwierigen Spiel bei der SG Taunus macht, ist egal. Dann wäre die Elf von Kilic Görgülü und Julian Philipps das Team, das in die Röhre schaut. Direkte Absteiger sind der SV Bad Camberg, der FC Rubin Limburg-Weilburg, der TuS Linter, WGB Weilburg und die SG Niedertiefenbach/Dehrn. Eine Rechen-Szenario droht eventuell im Kampf um den Abstiegsrelegationsrang. Wenn der FC Dorndorf 2 gegen den SV Erbach nicht gewinnt, muss er in die Relegation. Gewinnt er aber, und der RSV Weyer 2 sowie Gräveneck/Seelbach verlieren, kommt der Rechenschieber in Form einer Dreiertabelle zum Einsatz, da alle die gleiche Punktzahl aufweisen. Diese besagt, dass Gräveneck/Seelbach mit nur 4 Punkten und 5:10 Toren Schlusslicht wäre und demnach in die Abstiegsrelegation müsste. Ergo bedeutet das auch: Der RSV Weyer 2 ist auch im Falle einer Niederlage am letzten Spieltag in jedem Fall gerettet. Es entscheidet sich zwischen dem FC Dorndorf 2 und der FSG Gräveneck/Seelbach, wer mit den beiden B-Liga-Zweiten um den letzten Platz in der A-Klasse kickt.

Kreisligen B Limburg-Weilburg: Die Meister der B-Ligen, SG Weilmünster/Laubuseschbach (B1) und SG Selters 2 (B2) sind bereits aufgestiegen, die beiden Zweiten, TuS Drommershausen (B1) und SC Dombach (B2), kämpfen mit dem A-Liga-13. um den letzten freien Platz in der Kreisliga A. Im Abstiegskampf ist so gut wie alles klar. In Gruppe 1 wird es wohl die SG Ahlbach/Oberweyer 2 treffen, in Gruppe 2 hat es die SG Villmar/Aumenau 2 erwischt. Die beiden Vorletzten sind gerettet, das steht wegen der Unterschreitung der Richtzahlen bereits fest.

Kreisligen C Limburg-Weilburg: Die beiden Ersten steigen auf. In der C1 werden das der SV Mengerskirchen 2 und der FSV Würges sein, in der C2 die SG Taunus 2 und voraussichtlich der TuS Waldernbach 2, wobei die SG Nord 2 ebenfalls noch eine theoretische Chance hat.

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