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Die Handballer der TSG Ober-Eschbach klatschen sich vor dem Spiel gegen Sindlingen/Zeilsheim ab.

Handball, Hochtaunus

Aufatmen in TSG Ober-Eschbach

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Im Bezirksoberliga-Abstiegskampf gelingt der TSG ein 32:28-Sieg. Die TSG Oberursel baut seine Serie auf 11:1 Punkte aus. Und der HSG Steinbach/Kronberg/Glashütten fehlen nur Sekunden zum nächsten Punktgewinn.

Hochtaunus.Für die Mühen der vergangenen zwei Wochen gab es nun den verdienten Lohn. Nachdem das Debüt des neuen Trainergespanns aus Magnus Kongestol und Thomas Jäth mit einem 28:35 bei der MSG Sulzbach/Niederhofheim missglückt war, hatten die Handballer der TSG Ober-Eschbachaufgrund eines spielfreien Wochenendes viel Zeit, sich auf das eminent wichtige Spiel in der Bezirksoberliga Wiesbaden/Frankfurt gegen die HSG Sindlingen/Zeilsheimvorzubereiten.

Abstiegskampf war am Samstagabend angesagt. Denn Ober-Eschbach hatte bis dato nur gegen die ebenfalls gefährdete HSG Steinbach/Kronberg/Glashütten gewonnen, der Aufsteiger aus dem Frankfurter Westen noch gar nicht. Und das blieb auch so. Die TSG setzte sich in der Albin-Göhring-Halle mit 32:28 gegen Sindlingen/Zeilsheim durch und kann erst einmal durchatmen. Da konnte es Jäth auch verschmerzen, dass er beim zweiten Saisonsieg gar nicht live mit dabei sein konnte. Der Sportliche Leiter und Interimstrainer des früheren Regionalligisten hatte wie Rückraumspieler David Kalis wegen eines Magen-Darm-Infektes passen müssen. Nicht eingegriffen hat zudem Magnus Kongestol. Der norwegische Ex-Profi entschied sich wegen einer Blessur dafür, nur von draußen zu coachen.

Dafür rückten zwei andere Rückraumspieler in den Fokus, die ihre Sache gegen den Aufsteiger sehr gut machten: Mathias Neubert und Moritz Hess. Die beiden waren an diesem Abend die Ober-Eschbacher Leader und führten ihr Team über die Zwischenstände von 6:4 (10.), 11:6 (20.) und 17:10 (30.) bis zu einer Neun-Tore-Führung an. "Die Mannschaft hat 45 Minuten lang sehr gut funktioniert", bekam Jäth aus der Halle geschildert, "jedoch haben dann alle einen Gang rausgenommen."

Gäste-Trainer Thomas Reschke nahm für die Angriffe nun jeweils den Torwart heraus und brachte einen zusätzlichen Feldspieler, was die TSG vor das eine oder andere Problem stellte. Kleiner als drei Tore wurde der Abstand aber nicht mehr, Ober-Eschbach durfte am Ende jubeln. Der Wermutstropfen: Linkshänder Kristijan Katic kugelte sich das Handgelenk aus. Wie lange er pausieren muss, ist ungewiss.

TSG-Tore: Jankovic (9/4), Pagano (6), Katic, Ball (je 4), Neubert (3), Hess, Gottlieb (je 2), Kahrovic, Szczerbek-Orlowicz (je 1).

TSG Oberursel - TG Schierstein 42:23 (19:11).  Bernhard Schmidt ist schon seit 25 Jahren Mannschaftsbetreuer von Oberursels Handballern. Dass er von einer "perfekten Leistung" spricht, kam in dieser Zeit nicht oft vor. Voll des Lobes war Schmidt nach dem sechsten Spiel ohne Niederlage in Serie. Allerdings mit der Einschränkung, dass Schierstein - vor zwei Jahren immerhin noch Teilnehmer der Aufstiegsspiele zur Landesliga - überfordert gewesen sei.

"Wir haben zehn Minuten gebraucht, bis wir uns auf den Gegner eingestellt hatten, und dann ist unser Angriffsexpress losgerollt", frohlockte Schmidt. Herausragend spielte dabei der zwölffache Torschütze Niklas Haupt. Die Mannschaft habe ihr Spiel konsequent durchgezogen, die Auswechslungen von Trainer Jürgen Merz zu keinem Leistungsabfall geführt. Der Endstand war zugleich die höchste Führung. Zwischen den Pfosten war Ian Michelson ein starker Rückhalt. Zum zweiten Mann im Tor sollte wegen der berufsbedingten Absage von Hadziabdic eigentlich Dennis Geier aufsteigen. Der langjährige Keeper habe jedoch abgesagt und befände sich, so Schmidt, auf dem Absprung.

TSGO-Tore: Haupt (12/1), Walz, Mertzlin (je 6), Günther, Aveman (je 4), Juli (4/1), Macho (3), Scheich (2), Ilestro (1).

HSG Steinbach/Kronberg/Glashütten - TG Rüsselsheim 27:28 (15:14). "Wenn man so nah dran ist, dann ist eine Niederlage echt bitter", sagte HSG-Trainer Daniel Sailler, "es tut sehr weh, mit leeren Händen dazustehen." Durch den ersten Saisonsieg in der Vorwoche hatte die Spielgemeinschaft aus Steinbach, Kronberg und Glashütten Selbstvertrauen getankt und bot nun dem Tabellenfünften 60 Minuten lang Paroli. Und als sich die favorisierten Rüsselsheimer 90 Sekunden vor Schluss auf zwei Tore abgesetzt hatten, kamen die Gastgeber nochmals zurück.

Timm Niebergall schloss nach einer Auszeit erst einen Spielzug ab und nutzte dann einen Ballverlust der Rüsselsheimer zum Tempogegenstoß - 27:27. Allerdings blieben den Gästen noch 30 Sekunden für den letzten Angriff. Waren die Hausherren zuvor zu selten richtig an die Rückraumspieler aus der Abwehr herausgetreten, so taten sie es jetzt. Yannick Krämer nutzte die Lücke am Kreis zum Siegtor für die TG. Was laut Sailler Hoffnung für die so wichtigen Aufgaben bei der MSG Sulzbach/Niederhofheim und gegen Sindlingen/Zeilsheim gibt: "Wir haben heute echt nicht gut gespielt, und es hätte trotzdem fast gereicht."

HSG-Tore: Niebergall (6), Beetz (6/5), Unterharnscheidt (5), Becker, Mollath (je 3), Langhammer (2), Hellwig, Reuß (je 1).

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