+
Sie hat sich in Eddersheim nach ihrem Wechsel aus Freiburg gut eingelebt: Anna Franziska Gempp.

Handball

TSG Eddersheim trifft auf Zweite Mannschaft des Bundesliga-Tabellenführers, die sich verstärken könnte

  • schließen

Vor einer unangenehmen Aufgabe stehen die Handballerinnen der TSG Eddersheim in der 3. Liga Ost gegen den Vorletzten Thüringer HC II am Sonntag (15 Uhr, Eckel-Halle).

Die Eddersheimerinnen gehen als Favorit in das Spiel gegen die Zweite Mannschaft des Bundesliga-Tabellenführers, allerdings endet die Hinrunde der Bundesliga bei den Damen wegen der anstehenden Europameisterschaft. Nur noch ein Spiel in der Champions-League steht heute an. Danach könnten gerade die jungen Spielerinnen die Zweite Mannschaft im Kampf gegen den Abstieg unterstützen – und das schon am morgigen Sonntag in der Eckel-Halle.

„Wenn sie mit einer Armada von Bundesliga-Spielerinnen kommen, wird es für uns eigentlich unmöglich, etwas zu holen. Wir hoffen, dass dies erst danach passiert, denn am Samstag spielen die Thüringerinnen in der Champions League gegen Lubljana, aber wir müssen damit rechnen. Wenn sie mit ihrer normalen Mannschaft kommen, haben wir Chancen“, berichtet Trainer Tobias Fischer, „wir müssen uns auf beides einstellen. Es kann alles passieren“.

Dabei wird ihm mit Lea Müller, die eine Einblutung im Oberschenkel erlitten hat und laut Fischer eine Woche Pause machen muss, eine weitere Spielerin fehlen. Ursprünglich war ein Muskelfaserriss befürchtet worden, doch bewahrheitete sich dies nicht, denn dann wäre auch Müller wie Brennigke, Feick und Elter für den Rest des Jahres ausgefallen. „So habe ich am Sonntag noch neun Feldspielerinnen“, erklärte Fischer, „an Qualität und Quantität fehlen mir die Spielerinnen, aber wir haben auch schon ohne sie gepunktet und zuletzt 5:1 Punkte geholt“.

Eine Spielerin, die sich immer besser bei den Eddersheimerinnen einfindet, ist Anna-Franziska Gempp. Sie kam vor der Saison vom Süd-Drittligisten HSG Freiburg, für den die jetzt 20-Jährige seit ihrem 16. Lebensjahr ein Zweitspielrecht hatte. Sie ist zum Medizinstudium nach Frankfurt gekommen, hat dort einen Studienplatz bekommen. „Mir wurde Eddersheim empfohlen, weil sie mit jungen Spielerinnen arbeiten und diese weiterentwickeln. So etwas habe ich in Freiburg auch gehabt, auch das Training ist hier ziemlich ähnlich aufgebaut“, erklärt Anna-Franziska Gempp, die sich sehr wohl fühlt, auch weil ihre Mitspielerinnen sie sehr gut aufgenommen hatten und sie wieder Bestandteil einer sehr jungen Mannschaft sei, „es ist hier in Eddersheim wie in Freiburg. Handball bleibt ein Hobby, Geld gibt es hier nicht. Die Umstellung ist mir auch deshalb ziemlich leicht gefallen“.

Mit dem Saisonverlauf ist sie zufrieden: „Ich verbessere mich stetig. Auch als Team haben wir zuletzt richtig gut gespielt und können auch diesen Gegner schlagen, wobei er natürlich überraschen kann.“

Anna-Lena Gempp sieht sich selbst als gute Abwehrspielerin, die auch gerne in diesem Bereich trainier und dort auch ihre Stärken sieht. Als Schwäche hat sie ihr Angriffsspiel ausgemacht: „Mein Wurfbild ist nicht optimal. Ich gehe lieber mal in den Zweikampf, traue mich nicht, aus dem Rückraum abzuschließen.“ Doch sie ist ja erst 20 Jahre alt – und sie kann sich ja in Eddersheim auch noch weiterentwickeln. . .

(vho)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare