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Zamir Daudi (Rot-Weiss Frankfurt, rechts) muss Christopher Nguyen (Rot-Weiß Walldorf) gewähren lassen. Nicht nur in diesem Duell hatten die Frankfurter gestern das Nachsehen.

Fußball-Verbandsliga

4:1 – Aufsteiger düpiert Absteiger

Mit einem 4:1-Sieg gegen Hessenliga-Absteiger Rot-Weiss Frankfurt machte Rot-Weiß Walldorf gestern einen Sprung auf den zweiten Platz.

Sie spielten kreativ, sie waren laufstark, sie setzten sich durch. Die Verbandsliga-Fußballer des SV Rot-Weiß Walldorf hätten gestern nach starker erster Halbzeit, die sich nach der Pause zunächst fortsetzte, sogar höher führen können als mit 2:0. Trotzdem geriet der Aufsteiger noch mächtig unter Druck, ehe sein 4:1-(2:0)-Sieg gegen die SG Rot-Weiss Frankfurt feststand. Dadurch hat sich das Team um Trainer Max Martin auf den zweiten Tabellenplatz verbessert – punktgleich mit Spitzenreiter 1. FC Erlensee.

Für die Walldorfer Wende nach dem Durchhänger sorgte der Frankfurter Canel Burcu, der sich in der 75. Minute eine Unsportlichkeit leistete – und mit Roter Karte des Feldes verwiesen wurde. Den kurzzeitigen Anschlusstreffer von Hakan Gültekin (85.) konterte Samet Demir: Drei Minuten zuvor eingewechselt, köpfte er Marc Eichfelders Flanke zum 3:1 ein (86.). Dem Duo gelang in der Nachspielzeit auch der vierte RWW-Streich. Eichfelder passte auf Demir, der aus acht Metern traf.

So furios, wie das Spiel für Walldorf endete, hatte es auch begonnen. Der Anpfiff von Schiedsrichter Christian Stübing war kaum verklungen, als Benjamin Nguyen von Zamir Daudi elfmeterreif gefällt wurde. Den Strafstoß verwertete Dominik Lewis zum schnellen Führungstreffer (1.).

Zwölf Minuten später passte Eichfelder, der an drei der vier RWW-Tore beteiligt war, zu Struwe. Der Angreifer sah, dass Torhüter Daniel Duschner etwas zu weit vorm Tor stand – und schlenzte den Ball von der Strafraumgrenze zum 2:0 ins rechte Eck. Eine weitere Großchance vergab Lewis in der 28. Minute.

Die SG Rot-Weiss hatte bis dahin nur zwei Verlegenheitsschüsse zustandegebracht. Auch nach der Halbzeitpause hielt die Walldorfer Dominanz zunächst an. Bis Martins Mannen jäh in Bedrängnis gerieten. Sie kamen kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus. Aber Torchancen ließen sie in dieser Druckphase nicht zu. Und dann tat Burcu ihnen ja den Gefallen, sich die Rote Karte einzuhandeln.

RW Walldorf: Darmstädter – Werther, Niksic, Ludwig, Struwe, Tayboga, Lewis (83. Demir), Eichfelder, Matheisen (46. Wohn), Borger, Nguyen (62. Felter).

Tore: 1:0 Lewis (1.), 2:0 Struwe (12.), 2:1 Gültekin (85.), 3:1/4:1 Demir (86./90+1.).

SR: Stübing (Gründau). Zuschauer: 120. Rote Karte: Burcu (Frankfurt/75.).

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