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Ausgelassen freuen sich die Spieler der SG Eintracht Feldberg nach dem Sieg im Relegationsspiel gegen Weißkirchen über den Aufstieg in die KOL.

Fußball, Relegation zur Kreisoberliga Hochtaunus

Aufstieg in die Kreisoberliga: Klugs Jungs tanzen den Eintracht-Feldberg-Walzer

Erst auf dem Mammolshainer Rasen, später im Kelkheimer „City Club“: Die SGE bejubelt in der Relegation den Aufstieg, Verlierer FC Weißkirchen steht vor einem Umbruch.

Mit diesem Ansturm auf das Relegationsspiel der Kreisoberliga hatte man beim Verband offensichtlich nicht gerechnet. Mehr als 250 Zuschauer, manche ausgerüstet mit Fahnen, Böllern und Bengalos, wollten die Begegnung zwischen der SG Eintracht Feldberg und dem FC Weißkirchen am Freitagabend verfolgen. Die Folge: Rund um den Sportplatz in Mammolshain herrschte ein mittleres Verkehrschaos.

Wie später auch auf dem Kunstrasen war jeder Meter hart umkämpft. Am Ende setzte sich die SGE mit 3:1 nach Verlängerung durch, steigt in die Kreisoberliga auf und verurteilt den FC Weißkirchen zum Gang in die A-Liga (wir berichteten aktuell).

In der Anfangsphase wirkte der FCW giftiger in den Zweikämpfen, gedankenschneller im Spielvortrag, so dass sich bereits nach drei Minuten zwei Abschlussmöglichkeiten ergaben (Nga 1., Mahbubi 3.). „In der ersten Viertelstunde kam eine brutale Dynamik auf“, so SGE-Trainer Manfred Klug, „ich war überrascht, welches Tempo Weißkirchen gegangen ist.“

Auch Weißkirchens Coach Stelios Doukas wirkte überrascht. „Man steht als Mannschaft ja nicht ohne Grund auf dem Relegationsplatz. Die Jungs sind einfach nicht fit. Ich kann ihnen aber keinen Vorwurf machen, weil sie noch mal alles reingeworfen haben.“ Die SGE Feldberg ging in der 35. Minute etwas glücklich in Führung. Allen Gashi kam im Strafraum frei zum Abschluss, traf den Ball nicht sauber, legte so aber mustergültig für Uli Spaniol zum 1:0 auf.

Bis in die zweite Halbzeit hinein hielt Weißkirchen noch dagegen. Nach einem Eckball traf Fabris Brayan Afou Nga per Kopf zum 1:1 (64.), doch dann schwächte sich der Kreisoberligist selbst. In der 74. Minute sah Manuel Grossmann nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot. In Unterzahl und mit dem angesprochenen konditionellen Defizit konnte der FCW nicht mehr nachlegen. Doch auch der SGE gelang nicht mehr viel, da man es nicht verstand, die Überzahl gewinnbringend auszuspielen. Die Partie ging in die Verlängerung.

Im „Nachsitzen“ sorgte Feldberg dann aber für klare Verhältnisse. In der 105. Minute traf der erst kurz zuvor eingewechselte Justus Hoffmann zum 2:1, in der 117. Minute bereitete der A-Jugendliche zudem das 3:1 durch Spaniol vor. Damit erfüllte die Mannschaft das, was die Anhänger auf einem 30-Meter-Banner gefordert hatten: „SG Eintracht Feldberg. Ein Spiel. Ein Ziel. KOL!“ Gemeinsam tanzten Trainer Klug, die Spieler und die Anhänger auf dem Rasen den „Eintracht-Feldberg-Walzer“, ehe es zur Aufstiegsfeier nach Kelkheim in den „City Club“ ging.

Weißkirchens Trainer Doukas schaute derweil trotz der großen Enttäuschung über den Abstieg bereits nach vorne. Für die kommende Spielzeit in der A-Liga kündigte er einen personellen Umbruch an. Mit einigen Routiniers und vielen jungen Talenten will er ein neues Team aufbauen, um künftig selbst flotte Tänze auf den Rasen zu zaubern.

FC Weißkirchen: Ingrisch – Simunec, Klein, Göbel, Grewis – Kraus, Grossmann, Mahbubi, Jung – El Mastouli, Nga. Wechselspieler: Izzo, Knaf, Petricevic. SG Eintracht Feldberg: C. Egenolf – Kessler, T. Bös, Schmiedl, Heleciuga – Norton, Girbita, Kratz – Gashi, Spaniol, D. Egenolf. Wechselspieler: C. Bös, Truschnowitsch, Hoffmann. Tore: 0:1/1:3 Spaniol (35., 117.), 1:1 Nga (64.), 1:2 Hoffmann (105.). SR: Wiesner (Frankfurt). – Gelb-Rote Karten: Grossmann (74./wiederholtes Foulspiel), El Mastouli (120./wiederholtes Foulspiel).

ROBIN KUNZE

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