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Unser Fotograf Heiko Rhode hat sich kurz nach dem Schlusspfiff unter die jubelnden Seulberger Spielerinnen gemischt.

Aufstiegsjubel à la SV Seulberg

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Es ist lange her, dass Seulbergs Handballerinnen ein Pflichtspiel verloren haben. Zuletzt passierte das am 12. November beim 18:20 gegen den TV Breckenheim. Nach der abschließenden Partie in der Bezirksliga A gibt es schließlich kein Halten mehr.

War das ein Handballfest am Samstagabend in der Seulberger Sporthalle. Das 1. Damenteam des SV Seulberg feierten einen 26:17-Erfolg über den TV Petterweil und spielt in der kommenden Runde in der Bezirksoberliga.

Der SVS hat nach seinem letzten Spiel 34:10 Punkte auf dem Konto. Die Frankfurter TG und HSG Eschhofen/Steeden liegen beide nur einen Zähler dahinter, jedoch kann die FTG am letzten Spieltag wegen eines Punktabzugs, weil zu wenige Schiedsrichter gemeldet wurden, nur noch mit Seulberg gleichziehen – und der SVS hat den besseren direkten Vergleich. Platz zwei hat man deshalb sicher – und der reicht zum direkten Aufstieg.

Was am Samstag in der Halle ablief, war für Bezirksliga-A-Verhältnisse gigantisch. 250 Zuschauer sorgten für eine tolle Stimmung und trugen die Mannschaft zum 26:17 gegen den TV Petterweil, der im Abstiegskampf selbst noch jeden Zähler braucht und großen Widerstand leistete. Schon zur Pause deutete sich der 16. Saisonsieg der Mannschaft von Trainer Manfred Müller aber mehr als an (14:8), später bauten die Gastgeberinnen den Vorsprung auf 22:12 aus.

Schon zehn Minuten vor dem Ende rollten die Fans ein Plakat aus. Mit der Aufschrift: „Aufsteiger 17/18 – Maschinen“. Als der Schlusspfiff ertönte, rannten die Ersatzspielerinnen und Trainer Manfred Müller aufs Feld und fielen sich in die Arme. Lisa Weiershäuser duschte Müller mit Sekt. „Jetzt wird gefeiert bis morgen Mittag um eins“, jubelte der Coach, den sie „Kuno“ nennen. Da kam die „Rot-Weiße Nacht“, die alljährliche Saisonabschlussfeier des Vereins, ja gerade recht.

Zweifelsohne ist Müller als Vater des Erfolgs zu bezeichnen, trainiert er die 1. Damenmannschaft doch fast schon seit 20 Jahren. Rückblickend sprach er von einem kleinen Wunder. „Es ist schon unglaublich, mit 7:9 Punkten gestartet und dann doch noch den Aufstieg geschafft zu haben, ich bin überglücklich.“ Nach dem 12. November gab sein Team in 13 Spielen einen Punkt ab. Was Müller stolz macht: Fast ausschließlich Seulbergerinnen spielen in der Mannschaft, die immer an ihre Chance glaubte. Am Samstag war zu sehen, dass der Wille Berge versetzen kann.

SV Seulberg: Anissa Tamimi, Jennifer Heinrich; Nicole Kroh, Lisa Weiershäuser, Stephanie Youssafi (1), Esther Hardt (5), Rebecca Weyand (7), Hannah Schmidt, Dayana Verkic (4), Franziska Mahr (1), Vivienne Wenserski, Janina Peppel (2/1), Johanna Sundermann (5), Susanne Reitmeier (1). Zur Meistermannschaft gehören zudem Diara Günes und Torfrau Marie-Luise Schröder.

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