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Ausgleich in letzter Sekunde

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Der SV Zeilsheim hat den Sprung an die Tabellenspitze in der Fußball-Verbandsliga in letzter Sekunde verpasst. Aufgrund eines Last-Minute-Tores endete das Heimspiel gegen den SC Waldgirmes mit 1:1 (0:0).

Zeilsheim. Es lief bereits die 95. Spielminute an der Lenzenbergstraße, als den Zeilsheimern ein schon sicher geglaubter Sieg aus den Händen gerissen wurde. Nach einem letzten langen Schlag des Torhüters Grutzka, den die Defensive der Gastgeber nicht konsequent aus der Gefahrenzone klären konnte, landete der Ball im Strafraum bei Torjäger Langholz, der frei vor Zeilsheims Keeper Reining die Nerven behielt und zum umjubelten 1:1 traf – Schiedsrichter Tesch pfiff danach erst gar nicht mehr an.

„Das ist natürlich extrem bitter, wenn du in der letzten Minute den Ausgleich kassierst“, musste Trainer Sascha Amstätter den Schock des späten Gegentores noch etwas verdauen, versuchte aber auch schnell wieder nach vorne zu blicken. Spürbar geknickt saßen dagegen die Spieler des – immer noch – ungeschlagenen Aufsteigers mit hängenden Köpfen auf dem Kunstrasen. „Für die Jungs tut es mir besonders leid. Wir haben eine junge Mannschaft, die vielleicht noch nicht so weit ist, um auch solche Spiele zu gewinnen“, versuchte Amstätter, eine Erklärung zu finden, betonte aber auch, „dass Waldgirmes uns alles abverlangt hat“. Besonders bitter war allerdings nicht nur die Tatsache, dass mit der letzten Aktion der Ausgleich fiel, sondern dass die Zeilsheimer in den Schlussminuten reihenweise Konter ungenutzt ließen. Denn nach der Führung durch Antonio Bianco aus der 66. Minute, der eine scharfe Hereingabe des pfeilschnellen Baku mit seinem Abschluss zum Führungstreffer veredelte, ergaben sich mit zunehmender Dauer immer mehr Räume, die zu Kontern einluden.

Chancen im Minutentakt

Dabei ging es häufig über die rechte Seite, die dem Vorjahresdritten große Probleme bereitete. Bouchen verpasste in der 85. Minute eine weitere Hereingabe Bakus, der kurz zuvor eingewechselte Leonardo Bianco (89.) sowie erneut Bouchen (90.) scheiterten aber in aussichtsreicher Position. Zu guter Letzt flog Tahirovic nach Leonardo Biancos Heber am Ball vorbei (90.+2) Und wie so häufig sollte sich diese klägliche Chancenverwertung am Ende noch rächen – denn ein Torjäger wie Langholz auf der anderen Seite braucht eben manchmal nur diese eine Aktion, um einen „Big Point“ zu landen.

Zweikampfstarke Zentrale

Zuvor hatten die Gäste in einer intensiven und temporeichen Partie gerade nach dem Seitenwechsel wenige Torchancen vorzuweisen, da die beiden überragenden Abräumer vor der Abwehr, Tetsu Horiuchi und Raffael Grigorian, mit präzisem Passspiel und Zweikampfstärke überzeugten.

„Wir müssen nun daraus lernen, dass wir unser Spiel bis zum Schluss durchziehen, um nicht am Ende noch zittern zu müssen“, zieht Amstätter seine Lehren. Die Ausgangslage hat sich trotz des späten Ausgleichtreffers mitnichten verschlechtert: Zeilsheim rangiert mit elf Punkten weiterhin nur einen Zähler hinter Spitzenreiter Marburg auf Platz drei.

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