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Bad Homburg Open: Es ist angerichtet für Kerber und Co.

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Von: Thorsten Remsperger

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Angelique Kerber mit der Bad Homburger Trophäe 2021.
Angelique Kerber mit der Bad Homburger Trophäe 2021. © Sebastian Gollnow

Die Organisatoren des WTA-Turniers Bad Homburg Open laden Fans für die Nebenplätze zum kostenlosen Zusehen ein. Die Titelverteidigerin ist gleichzeitig Turnierbotschafterin - und sie hat schon die Trophäe in Wimbledon gewonnen.

Bad Homburg -Bad Homburg hat in der Tenniswelt schon immer einen besonderen Status genossen, und von diesem Samstag an soll die Kurstadt im Hochtaunus endgültig in "Klein-Wimbledon" verwandelt werden. Das ist jedenfalls der Wunsch von Citymanagerin Tatjana Baric, die sich am berühmten Grand-Slam-Turnier orientiert.

Wenn sich auf den Rasenplätzen des All England Lawn Tennis und Croquet Club Jahr für Jahr die Tennis-Elite trifft, sind die Geschäfte des Londoner Stadtteils stets entsprechend dekoriert. Also hat die Bad Homburger Stadtverwaltung Poster, Stellwände und Deckenhänger an die mehr als 300 Geschäfte und Gastronomen auf der Flaniermeile Louisenstraße und deren Seitenstraßen verteilt. "Wir wollen das Flair und die Aura des Tennisturniers in die Innenstadt tragen", sagt Baric.

Gemeint sind die Bad Homburg Open, das letzte von wenigen Rasenturnieren der Spielerinnenvereinigung WTA, bei dem sich die Weltklasse-Profis von heute an auf das eine Woche später beginnende Treiben in Wimbledon optimal vorbereiten können. Drei Rasenplätze im Kurpark, darunter der Centre Court mit einem Fassungsvermögen von 3500 Zuschauern, werden das ganze Jahr über so gepflegt, dass sie die gleiche Halmlänge wie in London aufweisen: exakt acht Millimeter.

Erster Tennisclub auf dem Festland

Die Anlage des TC Bad Homburg ist für solch ein Highlight prädestiniert: 1876 hatten englische Kurgäste den ersten Tennisclub auf dem europäischen Festland gegründet. Aljoscha Thron, Manager von Angelique Kerber, spielt selbst in der Herren-30-Bundesliga-Mannschaft des Vereins und ist für die Bad Homburg Open als Turnierdirektor im Einsatz. Da trifft es sich gut, dass die Wimbledon-Siegerin (2018) und Turnierbotschafterin Kerber im Vorjahr die Premiere unter strikten Corona-Auflagen gewann. In diesem Jahr erhoffen sich die Organisatoren bis zum Finale am nächsten Samstag (25. Juni, 13.30 Uhr) erstmals volle Ränge. Das Teilnehmerfeld spricht für hohe Qualität: Als Favoritinnen gelten neben der 34-jährigen Kerber - sie trifft am Montag auf eine Qualifikantin - die topgesetzte Weltranglistenzwölfte Daria Kasatkina, die frühere Weltranglisten-Erste Simona Halep, die in Wimbledon schon gewonnen hat, und die ehemaligen US-Open-Siegerinnen Bianca Andreescu und Sloane Stephens.

Während das Turnier heute um 13 Uhr eröffnet wird, die Qualifikation für das 32er-Feld läuft und morgen die 1. Runde beginnt, greifen die meisten Topspielerinnen erst am Montag ins Geschehen ein. Mit Spannung wird aus deutscher Sicht das Abschneiden von Andrea Petkovic, die aus dem nur 50 Kilometer entfernten Darmstadt stammt, und Sabine Lisicki erwartet. Die Wimbledon-Finalistin von 2013 erhielt nach ihrem Comeback eine Wildcard und trifft auf Olympiasiegerin Belinda Bencic. Petkovic hat mit Kasatkina ebenfalls ein schweres Los erwischt.

Der Turnierveranstalter plant abseits des Tennis-Courts im "Baloise Park Village" die ganze Woche über Thementage - wie am Montag den Kids Day. Bis Mittwoch können Spiele des Hauptfeldes auf den beiden Nebenplätzen kostenlos verfolgt werden. Resttickets für den Centre Court gibt es unter www.badhomburg-open.de.

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