Die Bad Sodenerinnen Jennifer Burda (links) und Viktoria Lehmann feiern den Sieg nach fast zweieinhalb Stunden FOTO: Marcel Lorenz
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Die Bad Sodenerinnen Jennifer Burda (links) und Viktoria Lehmann feiern den Sieg nach fast zweieinhalb Stunden

VOLLEYBALL, 2. BUNDESLIGA

Bad Soden klettert auf Rang zwei

  • VonMarcus Mühlenbeck
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Umkämpftes 3:2 gegen Freisen - Nun folgt das Hessenderby

Bad Soden -Die Volleyball-Damen der TG Bad Soden haben gegen den starken Aufsteiger aus Freisen zwar nicht ihr bestes Spiel gezeigt. Nach hart umkämpften 2:23 Stunden feierte das Team von Steffen Pfeiffer aber dennoch einen 3:2-Sieg (22:25, 29:27, 25:23, 13:25, 15:12).

Die Sodenerinnen mussten ohne Franziska Koob auskommen, die im Training am Donnerstagabend umgeknickt war. "Am Dienstag hat sie einen MRT-Termin", bestätigte der Coach. Hannah Bösling, die mit anhaltenden Fußproblemen seit acht Wochen ausfällt, hat ihren zweiten MRT-Termin am Donnerstag - eine Woche der Wahrheit auf andere Weise. So blieben Steffen Pfeiffer im Angriff nominell keine Alternativen mehr. Zu Jonna Lieb, Viktoria Lehmann und Samantha Habrich gesellte sich Libera Jacqueline Pfeiffer, die in jedem Satz eingewechselt wurde, um die Annahme zu stabilisieren. Doch auch im Angriff wusste die 33-Jährige zu überzeugen. Im ersten Durchgang erzielte sie mit drei Angriffen drei Punkte und machte aus einem 15:16 ein 19:18. In der Schlussphase war der Aufsteiger jedoch stabiler. So ging der erste Durchgang an die Gäste - 22:25. Nach dem Seitenwechsel standen die Uhren schnell klar auf Satzausgleich. Die Gastgeberinnen waren druckvoll im Angriff und minimierten die eigenen Fehler. Doch noch der 10:3-Führung spitzte sich die Situation im Laufe des Satzes immer weiter zu. "Am Ende hatte mal Freisen Satzball, dann wieder wir - mit dem besseren Ende für uns", so Bad Sodens Coach, der über den 29:27-Satzausgleich jubelte. Der dritte Durchgang nahm einen ähnlichen Verlauf. "Wir haben uns irgendwie durchgemogelt", merkte Pfeiffer an, der auf eine Besserung in Satz vier hoffte - jedoch vergebens. "Marco hat mir die Statistik gezeigt. Wir haben alleine im vierten Satz 17 Eigenfehler gemacht", kritisierte der 55-Jährige. Im Tiebreak zeigten Bad Sodens Damen zunächst die richtige Reaktion, zogen dank einer Aufschlagserie von Kapitänin Jennifer Burda schnell auf 11:5 davon - bis sich wieder der Fehlerteufel einschlich. Samantha Habrich sollte im Außenangriff für die entscheidenden Punkte sorgen, kam aber gegen den Freisener Block nicht an. Pfeiffer brachte beim Stand von 12:12 Mittelblockerin Matylda Bartoszewska auf jene Position, die auch einen Punkt machte. Nach einem Gäste-Fehler nutzte Viktoria Lehmann den ersten Matchball. Die zur besten Spielerin des Spiels ausgezeichnete Diagonalangreiferin schlug durch den Block in die hintere Feldmitte zum Sieg. "Wir haben wieder gut gekämpft. Freisen hat sehr gut gespielt und kaum Fehler gemacht", resümierte Bad Sodens Coach. Mit der Leistung seiner Mannschaft war er jedoch nicht zufrieden. "Wir machen in dieser Saison zu viele Eigenfehler. Heute haben wir bis auf Viktoria Lehmann zu wenig Druck im Angriff entwickelt. Auch unsere Aufschläge waren nicht so gut wie sonst."

Mit dem Sieg springen die Bad Sodenerinnen auf Rang zwei, punktgleich mit Spitzenreiter VC Wiesbaden II. Erst in zwei Wochen steht das nächste Spiel an. Dann steigt das Hessenderby beim TV Waldgirmes. Bis dahin hofft Pfeiffer, dass die MRT-Untersuchungen positive Ergebnisse bringen. mü

TG Bad Soden: Matylda Bartoszewska, Monika Dolezajova, Jonna Lieb, Nina Hemberger, Jennifer Burda, Nieke Stock, Jacqueline Pfeiffer, Hannah Gürsching, Samantha Habrich, Viktoria Lehmann, Anna Koptyeva.

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