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Verbandsliga Mitte

Bahri Eyüp hofft auf den Derbysieg

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Für die Verbandsliga-Fußballer des SV Zeilsheim könnte es wohl keinen schlechteren, aber auch keinen besseren Gegner als Germania Schwanheim geben, um sich für die peinliche 1:2-Niederlage in Dorndorf zu rehabilitieren.

Die dritte Punktspiel-Pleite in Folge bei den abstiegsgefährdeten Dorndorfern bezeichnete Zeilsheims Sportlicher Leiter Tom Balser als „Katastrophe“ und auch sein Trainer Sascha Amstätter sah eine der schlechtesten Saisonleistungen. Der Rückfall auf Rang sechs der Tabelle schmerzt den ehemaligen Hessenliga-Aspiranten zusätzlich.

„In Zeilsheim scheint die Chemie nicht so richtig zu stimmen“, beurteilt auch Bahri Eyüp die aktuelle Situation beim kommenden Gegner nicht positiv. Der 27-jährige, offensive Mittelfeldspieler von Germania Schwanheim weiß wovon er redet. Schließlich spielte er bis vor zwei Jahren selbst noch an der Lenzenbergstraße und wechselte erst 2016 zum Herausforderer. Am kommenden Sonntag (ab 15 Uhr) kehrt der technisch versierte und trotzdem äußerst torgefährliche Angreifer an seine alte Wirkungsstätte zurück. „Ich bin über Oberrad und Türgücü Frankfurt nach Zeilsheim gekommen. Tarek Fouad hat zu dieser Zeit noch dort gespielt und mich dem damaligen Trainer Tomas Pelayo empfohlen“, erinnert sich Eyüp an seine Wechsel zum damaligen Gruppenligisten, „das war eigentlich die beste Zeit, die ich als Fußballer hatte. Wir hatten Spaß und Erfolg und waren wirklich eine eingeschworene Truppe.“ Aktuell scheinen diese Attribute bei den Grün-Weißen zu fehlen.

Abgesehen von der beispiellosen Verletztenmisere im Sturm ist nach dem knapp verpassten Hessenliga-Aufstieg 2017 im neuen Jahr nicht viel übrig vom Gewinner-Spirit. Die Saison klingt führ den SV relativ unversöhnlich aus, ehe der Verein aus dem Frankfurter Westen in 2018/19 sicher wieder einen neuen Anlauf nehmen wird. „Aus meiner Zeit ist dort auch nur noch Hamza Bouchen geblieben. Alle anderen sind gewechselt“, erklärt Eyüp. Wie ihn, zog es auch Trainer Tomas Pelayo vor knapp zwei Jahren zur Germania in den Schwanheimer Stadtwald.

Zuletzt folgten Ahmet Gök und für die neue Saison auch Matthias Terzic (derzeit noch bei Kreisoberligist Germania Okriftel) dem Ruf der Germania. Weil es bei den Schwanheimern nach zuletzt zwei Siegen (4:3 gegen Dorndorf und 4:1 gegen Kinzenbach) läuft und Eyüp und Co. sich als Elfter mit 33 Punkten keine Sorgen mehr um den Ligaverbleib machen müssen, können sie auf dem Zeilsheimer Kunstrasenplatz befreit aufspielen. Das Hinspiel gewann der Außenseiter mit 2:1 und hofft auch im Rückspiel auf einen Coup. „Zeilsheim wird trotz der entspannten Tabellensituation heiß sein“, weiß Bahri Eyüp.

Nicht nur die gemeinsame Vergangenheit von ihm und Trainer Tomas Pelayo, Co-Trainer Tarek Fouad sowie Ahmet Gök beschwört am 31. Spieltag der Fußball-Verbandsliga Mitte ein spannendes Frankfurter-West-Duell herauf. Auch die Tatsache, dass mit Serhan Karabas, Raymond Aschenkewitz und Raisi Zalla gleich drei Schwanheimer U19-Talente, die die Germania gerne in den eigenen Reihen behalten hätte, zum strukturell besser aufgestellten Konkurrenten wechselten, birgt Zündstoff. „Ich war selbst mal ein junger Spieler und habe Fehler gemacht“, meint Eyüp zu diesen drei Personalien, „ich kann aber auf der anderen Seite auch nachvollziehen, warum die Jungs nach Zeilsheim gewechselt sind…“.

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