EG Diez-Limburg
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EG Diez-Limburg

Eishockey-Oberliga Nord

Bangen um Niklas Hildebrand

  • Marion Morello
    vonMarion Morello
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Das war knapp. Nach zwei Siegen in Folge musste sich die EG Diez-Limburg beim Krefelder EV mit einer 5:6 (2:1, 1:3, 1:2)-Niederlage begnügen und hat die Chance, den Gegner in der Tabelle zu überholen, nicht zu nutzen vermocht. Sorgen macht sich der Club um Niklas Hildebrand, den es schlimm erwischte. Krefeld kletterte auf einen Play-off-Rang.

Die EG Diez-Limburg warf sich in Krefeld ohne Stamm-Goalie André Bruch ins Gemenge. Für ihn stand Louis Busch im Kasten und machte seine Sache alles in allem gut. Nicht nur vom Papier her standen sich zwei gleichwertige Teams auf Augenhöhe gegenüber. Der Gewinner würde sich an das obere Tabellendrittel heranpirschen – also nur nicht gleich ins offene Messer laufen, so lautete die Devise. Kein Wunder, dass das erste Drittel verhalten begann. Nach fünf Minuten lag der Puck allerdings im EGDL-Tor, als Mathias Onckels von der blauen Linie aus eingenetzt hatte. Die Antwort der „Rockets“ ließ eine Weile auf sich warten, ehe endlich Marc Zajic nach toller Kombination mit Dominik Patocka ausglich (18.). Und noch vor der Drittel-Sirene brachte Thomas Matheson die Diez-Limburger in Front (19.).

Dann die schlimme Szene: Nach einem eigentlich routinemäßigen Zweikampf um den Puck kam es zum Handgemenge, in Folge dessen Niklas Hildebrand regungslos auf dem Eis liegen blieb und fortan nicht mehr eingesetzt werden konnte. Trainer Arno Lörsch gestern auf Anfrage dieser Zeitung: „Niklas ist beim Arzt, wir haben noch keine Diagnose. Aber er wird sicherlich die nächste Zeit ausfallen.“

Erst in der Endphase des zweiten Aktes wurde es wieder richtig lebhaft. Die steten Krefelder Angriffsbemühungen wurden durch Julius Bauermeister mit dem 2:2 belohnt, und zwei Minuten später hatte Adrian Grygiel den KEV in Führung gebracht. Die Partie wurde ruppiger, vor allem die Krefelder verbrachten viel Zeit auf der Strafbank. Tim Marek nutzte seine Chance zum 3:3, aber Maciek Rutkowski legte noch einmal vor.

Das letzte Drittel stand permanent auf des Messers Schneide. Als Luca Hauf auf 5:3 erhöhte, sah das Lörsch-Ensemble schon die Felle davonschwimmen. Aber die „Raketen“ wollten sich nicht unter Wert verkaufen, legten unermüdlich nach. David Lademann und Marc Zajic glichen erneut aus. Jetzt kam es auf Feinheiten an. Patrick Demetz sorgte für das 6:5 – und es wurde unschön. Michael Fomin wurde mit der Zehn-Minuten-Disziplinarstrafe belegt, aber die Partie war ohnehin kurz darauf beendet.

Zeit zum Ärgern bleibt den „Rockets“ nicht, denn schon am Freitag, 20 Uhr, geht es am Diezer Heckenweg weiter mit der Partie gegen die Rostock „Piranhas“, den Tabellenvorletzten. Am Sonntag, 17 Uhr, warten die Hannover „Indians“ auf das Lörsch-Team.

Diez-Limburg: Busch, Stenger, Valenti, Hildebrand, Seifert, Wächtershäuser, Bruch, Firsanov, Lehtonen, Lademann, Zajic, Lavallée, Marek, Halbauer, Droick, Patocka, Slaton, Matheson, Brothers – SR: Müller, Schrörs – Tore: 1:0 Mathias Onckels (5.), 1:1 Marc Zajic (18.), 1:2 Thomas Matheson (19.), 2:2 Julius Bauermeister (31.), 3:2 Adrian Grygiel (33.), 3:3 Tim Marek (34.), 4:3 Maciek Rutkowski (37.), 5:3 Luca Hauf (44.), 5:4 David Lademann (53.), 5:5 Marc Zajic (53.), 6:5 Patrick Demetz (56.) – Strafen: 7:6 – Strafminuten: 22:12 – Schüsse: 31:29.

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